Angespannte Vorfreude auf DAS DERBY

07.09.2017

Am Samstag ist es endlich wieder soweit: Dann geht das ewig junge Duell der beiden Thüringer Rivalen in die 101. Auflage.

Exakt 2.093 Tage mussten die Fans warten, bis es das Thüringenderby nun endlich wieder auf Augenhöhe im Kampf um Ligapunkte geben wird. Das letzte Aufeinandertreffen datiert vom 17. Dezember 2011 und endete durch ein spätes Tor von Sebastian Hähnge 1:0 für den FC Carl Zeiss Jena. Damals jubelte das heimische Publikum. Geht es nach dem FCC, sollen am Samstag die 1.700 für den FCC mitreisenden Gästefans feiern.

Sören Eismann bringt es auf den Punkt: "Es ist völlig egal, ob du zuhause oder auswärts spielst. Das Derby will jeder gewinnen. Darum geht es." Und der 29-jährige Rudolstädter weiß, wovon er spricht. Er gehört zu den Derby-Erfahrenen im Jenaer Team und hat mit seinem Treffer zum 1:0 den historischen 5:0 Sieg im Pokalfinale 2014 gegen den damals höherklassigen Erzrivalen eingeleitet. Und seine Erfahrung ist durchaus auch in der Kabine gefragt. "Es ist schon so, dass in der Woche vor dem Spiel die neuen Jungs einen fragen, wie viele Zuschauer zu diesem Spiel kommen, wie das Derby sich anfühlt und was einen für eine Atmosphäre erwartet. Wir brauchen da nicht drumherum reden: Es ist kein Spiel wie jedes andere und etwas besonderes -  auch wenn es schlussendlich wie bei jedem Spiel nur um drei Punkte geht. Und die sollen bestenfalls bei uns bleiben."

Für dieses Unterfangen hat FCC-Trainer Mark Zimmermann mit Ausnahme von Timo Mauer und Niclas Erlbeck, der bereits wieder dosiert mit der Mannschaft trainiert, womöglich alle Mann an Bord. Tatsächlich könnte Timmy Thiele am Samstag wieder im Kader stehen. "Aber dafür sollte er wenigstens eine Trainingseinheit absolviert haben." Diese hat Thiele am Donnerstag absolviert. Sollte er diese ohne Probleme wegstecken, könnte Timmy Thiele wohl Samstag in den Mannschaftsbus steigen.

Mark Zimmermann macht kein Hehl daraus, dass auch er voller Vorfreude auf dieses Spiel ist. "Natürlich geht es in erster Linie um drei Punkte. Aber es geht auch um jede Menge Prestige. Du kannst dich mit diesem einen Spiel als Nummer 1 aufs Titelblatt hieven. Wir sind nicht besonders gut in die Saison gestartet - und Erfurt noch schlechter. Aber das spielt am Samstag keine Rolle. Mit einem solchen Spiel kann man etwas auslösen, sich selbst einen Schub in die richtige Richtung geben. Und du kannst natürlich deinen Fans viel geben, die um so mehr hinter dir stehen werden."

Angesprochen auf das, was Jenas Trainer auf dem Platz erwartet, entgegnet Mark Zimmermann: "Es wird brutal laut auf den Rängen, und es wird Duelle auf dem Rasen geben, die du vielleicht bei einem anderen Spiel so nicht hast. Und deswegen freue ich mich auf das Spiel, weil es darum geht, diese Stimmung aufzusaugen und diese Erfahrung mitzunehmen. Wir haben einige Spieler, die diese Erfahrung des Derbys noch nicht haben - für die wird es nun Zeit."

Dass es sich beim Derby um ein Spiel besonderer Brisanz handelt, ist bekannt - und entsprechend akribisch sind auch die Vorbereitungen. Leider jedoch bleibt das für knapp 40 Millionen im Grunde neuerbaute Steigerwaldstadion am Samstag ein Dreiseitenhof. Die Westtribüne bleibt aufgrund von Brandschutzmängeln geschlossen, so dass das Spiel mit 11.800 Zuschauern vergleichsweise wenig sein werden. Für ein Stadion, das 18.000 Kapazität hat, eine traurige Kulisse. Das sieht auch RWE-Trainer tefan Krämer so. "Ich komme aus NRW. Wenn ich in Köln sage, das Stadion bleibt gegen Gladbach zu einem Viertel nicht nutzbar, wäre das ein Unding. Es ist und bleibt einfach schade."

Schade ist auch, die - verglichen mit den Derbys im Steigerwald in den Jahren zuvor - geringe Anzahl an Gästetickets für den Zeiss-Anhang. Alle 1.700 Karten sind restlos vergriffen. Der Veranstalter weist dringend darauf hin, dass Jena-Fans, auch wenn sie in Besitz einer gültige Karte für andere Bereiche als die GästeblöckeF und G sein sollten, des Stadions verwiesen werden. Das Stadion ist restlos ausverkauft. Eine Anreise ohne Ticket ist zwecklos. Die mitfahrenden Zeiss-Fans werden dringend gebeten, u.a. Informationen für die Gästefans zu lesen und zu berücksichtigen.

Stadionöffnung ist 12 Uhr.

 

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FCC Lazarett

Stand: 16. November 2017

Aktuell nicht im Training sind Kevin Pannewitz (Infekt) und Justin Schau (Muskelverletzung). 

 

 

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vs.
Werder Bremen II
 
: (:)
Platz
Verein
Tore
+/-
Pkt
1
SC Paderborn 07
40:17
23
37
2
SC Fortuna Köln
26:13
13
31
3
1. FC Magdeburg
22:14
8
31
4
SV Wehen Wiesbaden
31:11
20
30
5
SpVgg Unterhaching
28:21
7
28
6
Hansa Rostock
17:12
5
25
7
SG Sonnenhof Großaspach
22:20
2
24
8
SV Meppen
20:20
0
24
9
Karlsruher SC
17:17
0
22
10
Hallescher FC
25:24
1
20
11
VfR Aalen
21:22
-1
20
12
Sportfreunde Lotte
18:21
-3
17
13
Chemnitzer FC
21:24
-3
16
14
FC Carl Zeiss Jena
15:21
-6
16
15
VfL Osnabrück
17:27
-10
16
16
FSV Zwickau
15:25
-10
16
17
Preußen Münster
16:24
-8
14
18
Werder Bremen II
13:25
-12
14
19
Würzburger Kickers
15:28
-13
13
20
FC Rot-Weiß Erfurt
9:22
-13
10
Team Gegner Ergebnis
FCC VfB Auerbach 1:3
U21 FC Eisenach 5:1
U19 Hannover 96 2:0
U17 Hannover 96 1:2
U16 SC 1903 Weimar 9:0
U15 Rot-Weiß Erfurt 1:2
U14 JFC Gera 4:0
U13 SG SV Unterwellenborn 6:0
U12 FSV Sömmerda 4:1
U11 SV SCHOTT Jena 10:0
U10 Rot-Weiß Erfurt II 2:7
U9 SG SV Hermsdorf 2:1
U8
Stand 12. Dezember 2015