FC Viktoria Köln - FC Carl Zeiss Jena

22.05.2017

Nachfolgend unsere Zahlen, Daten und Fakten vor dem Hinspiel der Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga am Sonntag, den 28. Mai 2017 (Anstoß 14.00 Uhr im Sportpark Höhenberg) beim FC Viktoria Köln.

Ein paar Infos zum Gegner:

Vereinsname: Fußballclub Viktoria Köln 1904 e. V.

Gründungsdatum: 29. Juli 1904 / 22. Juni 2010

Vereinsfarben: schwarz-weiß-rot

Trainer: Marco Antwerpen (45 Jahre, Trainer seit 01.07.2016)

Homepage: www.viktoria1904.de

Mitglieder: 671 (Stand: 01.05.2017)

Größte Erfolge: NRW-Liga-Meister 2011/2012, Mittelrheinpokalsieger 2013/2014, 2014/2015 und 2015/2016, Meister der Regionalliga West 2016/2017

Erfolgreichste Torschützen in der Regionalliga West: Mike Wunderlich (29 Tore in 33 Spielen, davon 6/6 Elfmeter), Sven Kreyer (12 Tore in 24 Spielen), Timm Golley (9 Tore in 29 Spielen), Fatih Candan (8 Tore in 26 Spielen), Felix Backszat (7 Tore in 29 Spielen)

Stadion: Sportpark Höhenberg (Adresse: Frankfurterstr. / Merheimer Heide, 51103 Köln). Kapazität: 6.214 Zuschauer

Zuschauerschnitt in der Regionalliga West: 1.052 Zuschauer (Minimum: 665 Zuschauer gegen den SC Wiedenbrück, Maximum: 2.115 Zuschauer gegen Rot-Weiss Essen)


5 lange Jahre haben wir auf diese Möglichkeit gewartet! 5 Jahre voller Höhen und Tiefen, voller Hoffen und Bangen und mit zahlreichen Enttäuschungen. Jetzt ist sie da: Die Chance für unseren FCC, die Regionalliga Nordost zu verlassen und in Liga 3 zurückzukehren. Damit dieses Unterfangen gelingt, liegen mindestens zweimal 90 Minuten im Duell mit dem FC Viktoria Köln vor uns. Die erste Hälfte der Aufstiegsrelegation steigt am Sonntag (Anstoß: 14.00 Uhr) in Köln. Tausende FCC-Fans werden sich auf den Weg machen, um das Hinspiel in der Domstadt zu einem Heimspiel zu machen. Im Sportpark Höhenberg geht es vor allem darum, sich eine gute Ausgangsposition für das entscheidende Rückspiel am 1. Juni im Ernst-Abbe-Sportfeld zu verschaffen. Packen wir es an!

Das Duell Meister der Regionalliga West gegen Meister der Regionalliga Nordost gab es bisher im Rahmen der Aufstiegsrelegation zur 3. Liga einmal. Gleich bei der Premiere nach Einführung der mehr als umstrittenen Relegation kam es in der Saison 2012/2013 zum Duell Sportfreunde Lotte gegen RB Leipzig. Nach einem 2:0-Erfolg in Leipzig musste RB bei der Partie in Lotte in die Verlängerung – Lottes Dennis Schmidt traf in der 5. Minute der Nachspielzeit zum 2:0. Erst ein Eigentor des Sportfreunds Tobias Willers sowie ein verwandelter Foulelfmeter von Stefan Kutschke ebneten hierbei den Weg zum Drittligaaufstieg des Marketingkonstrukts. Rückblickend betrachtet war für den Champions League-Teilnehmer der kommenden Saison der Aufstieg von Liga 4 in 3 auf dem Weg nach Fußball-Europa aufgrund der notwendigen Teilnahme an der Relegation wohl der schwierigste. Neben RB Leipzig meisterten 2014/2015 mit dem 1. FC Magdeburg (gegen Kickers Offenbach) und 2015/2016 mit dem FSV Zwickau (gegen den SV Elversberg) zwei weitere NOFV-Vertreter die Aufstiegsrelegation. Einzig der TSG Neustrelitz blieb der Aufstieg 2013/2014 im Duell mit der Zweitvertretung des FSV Mainz 05 verwehrt. Aus der Regionalliga West scheiterte neben den Sportfreunden Lotte 2012/2013 auch die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach in der Saison 2014/2015 (gegen Werder Bremen II). Viktorias Stadtrivale SC Fortuna Köln zeigte in der Saison 2013/2014 gegen die Zweitvertretung des FC Bayern München wie es geht und siegte am Ende aufgrund der Auswärtstorregel. Zum Abschluss der letzten Saison konnten die Sportfreunde Lotte im zweiten Anlauf feiern. Sie besiegten den SV Waldhof Mannheim. In der Kategorie „Anzahl der Aufstiege“ steht es zwischen der Regionalliga Nordost und der Regionalliga West folglich 3 zu 2.

Mit zwei Teams aus der Domstadt hat unser FCC in seiner mehr als 114-jährigen Vereinsgeschichte bereits Erfahrungen gesammelt. Mit dem SC Fortuna Köln und dem 1. FC Köln. Sowohl die Bilanz gegen den 1. FC Köln (1 Sieg, 3 Niederlagen) als auch die Bilanz gegen den SC Fortuna Köln (3 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen) spricht hierbei für den Vertreter aus der viergrößten Stadt Deutschlands. Von bis dato sieben Partien in der Domstadt konnte unser FCC nur zwei gewinnen, ein Spiel endete unentschieden und viermal mussten wir die Rückreise nach Thüringen ohne Punkte antreten. Unser bis dato letzter Erfolg in Köln datiert vom 3. Juni 1998. Unter Trainer Reiner Hollmann gewannen wir damals im Kölner Südstadion durch Tore von Heiko Cramer, Bernd Schneider und Olaf Holetschek beim SC Fortuna Köln vor 1.200 Zuschauern mit 3:0. Das bis dato letzte Pflichtspiel in Köln absolvierte unser FCC in der Zweitligasaison 2007/2008. Die 3:4-Niederlage am 24. August 2007 – am Sonntag vor 3.565 Tagen – dürfte den meisten FCC-Fans noch in böser Erinnerung sein. Vor 37.700 Zuschauern im RheinEnergieSTADION führte unser FCC beim haushohen Favoriten 1. FC Köln durch Tore von Sandor Torghelle, Robert Müller und Darlington Omodiagbe bereits mit 3:1. Ein Doppelpack von Adil Chihi brachte die Domstädter zurück ins Spiel, ehe ein Eigentor von Torhüter Kasper Jensen, der eine Chihi-Ecke ins eigene Tor faustete, die endgültige Entscheidung brachte.

Das Gastspiel beim FC Viktoria Köln am Sonntag ist das erste Aufeinandertreffen mit dem selbsternannten Repräsentanten des rechtsrheinischen Fußballs. Wie alle größeren Kölner Fußballvereine ist auch die Viktoria das Ergebnis mehrerer Fusionen. Die Wurzeln des Vereins reichen zurück bis zum 29. Juli 1904, als mit dem FC Germania Kalk der älteste Stammverein gegründet wurde. 1909 folgte die Vereinigung mit dem FC Kalk zum SV Kalk 04. 1911 erfolgte schließlich die Fusion mit dem Mülheimer FC zum VfR Mülheim-Kalk 04. Nachdem 1910 erst Kalk und schließlich 1914 Mülheim nach Köln eingemeindet wurden, nannte man sich im Jahr 1918 in VfR Köln 04 rrh. um. Ein weiterer Stammverein ist der Mülheimer SV 06. Dieser wurde 1906 als Mülheimer Ballspiel-Club gegründet und fusionierte später mit dem FC Union Mülheim zum Mülheimer SV 06. Am 29. Juli 1949 fusionierten der Mülheimer SV 06 und der VfR Köln 04 rrh. zum SC Rapid Köln, der im heutigen Sportpark Höhenberg spielte. Am 10. Juli 1957 verband sich der SC Rapid sodann mit Preußen Dellbrück zum SC Viktoria Köln. Am 1. Juli 1994 fusionierte der SC Viktoria Köln schließlich mit dem 1930 gegründeten SC Brück zum SCB Preußen Köln. Der Name Preußen sollte dabei die Erinnerung an den Stammverein Preußen Dellbrück hochhalten. Am 11. Juni 2002 erfolgte die Umbenennung von SCB Preußen Köln in SCB Viktoria Köln. Dieser musste am 1. August 2010 Insolvenz anmelden. Bereits am 22. Juni 2010 um 20.10 Uhr wurde der „FC Viktoria Köln 1904 e.V.“ gegründet. Dieser übernahm im Rahmen der Insolvenz die Jugendabteilung, die Infrastruktur und die Sportstätte des unmittelbaren Vorgängervereins SCB Viktoria Köln 1996 e.V. Der neu gegründete Verein sollte eigentlich in der Landesliga an den Start gehen, wurde vom Verband jedoch in die Kreisliga D zurückgestuft. Am 24. Februar 2011 beschlossen die Mitglieder des FC Viktoria einstimmig die Aufnahme der ausgegliederten Seniorenfußballabteilung des FC Junkersdorf in ihren Verein. Da dieser in der Saison 2010/2011 Meister der Mittelrheinliga geworden war, konnte der FC Viktoria Köln ab der Spielzeit 2011/2012 in der NRW-Liga (5. Liga) antreten.

Seit dieser Zeit engagierte sich der Unternehmer und Mäzen des TSV Germania Windeck, Franz-Josef Wernze bei der Viktoria, der Windeck von der Kreisliga C in die Regionalliga führte. Wernze ist Chef der ETL-Gruppe, einer international operierende Unternehmensgruppe mit den Schwerpunkten Steuer- und Rechtsberatung, Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung. Mit einem Umsatz von über 790 Mio. Euro im Jahr 2016 gehört die ETL-Gruppe zu den Top 5 der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften in Deutschland. Neben Viktoria Köln beteiligt sich Wernze als Investor auch beim 1. FC Lokomotive Leipzig und hatte im Sommer 2009 maßgeblichen finanziellen Anteil am Wechsel von Lukas Podolski vom FC Bayern München zurück zum 1. FC Köln. Wernze betont, dass er nicht als geldgieriger Investor dargestellt werden möchte, sondern gibt zu bedenken, dass sein Engagement eine Herzensangelegenheit ist. Er verweist hierbei vor allem auf die Arbeit mit den Nachwuchsspielern im Verein und die infrastrukturellen Fortschritte. Der FC Viktoria Köln wurde nach dem Einstieg Wernzes mit zahlreichen Windecker Spielern verstärkt mit einem Punkt Vorsprung auf die Sportfreunde Siegen Meister der NRW-Ligasaison 2011/2012 und stellte mit Mike Wunderlich zudem auch den Torschützenkönig. In die erste Regionalligasaison startete man mit dem heutigen Lok Leipzig-Trainer Heiko Scholz und einigen namhaften Neuzugängen, z.B. Alexander Voigt, Serge Yohoua und Aziz Bouhaddouz. Am Ende erreichte man unter Trainer Ralf Aussem, der wiederum Scholz-Nachfolger Wolfgang Jerat beerbte Rang 6. Zur Saison 2013/2014 heuerte der aktuelle Übungsleiter des FC Energie Cottbus, Claus-Dieter Wollitz als Trainer bei den Viktorianern an. Mit ihm beendeten die Kölner die Saison auf Rang 4. Aufgrund des Gewinns des Mittelrheinpokals gelang der Einzug in den DFB-Pokal. Dort unterlag man in der 1. Hauptrunde Hertha BSC mit 2:4. Aufgrund einer durchwachsenen Hinrunde trennte sich Viktoria im Dezember 2014 von Wollitz. Unter seinem Nachfolger Tomasz Kaczmarek konnte in der Regionalliga West der dritte Rang erreicht werden. Zudem wurde der Titel im Mittelrheinpokal verteidigt. Mit einem 2:1-Erfolg über den Zweitligisten 1. FC Union Berlin erreichten die Kölner erstmals in ihrer Geschichte die 2. DFB-Pokal-Hauptrunde. Dort unterlag man Bayer 04 Leverkusen deutlich mit 0:6. Wiederum auf Platz 3 kam der FC Viktoria Köln am Ende der Saison 2015/2016. Im Mittelrheinpokal konnte der dritte Erfolg in Serie gefeiert und damit der dritte DFB-Pokaleinzug hintereinander klar gemacht werden. Der Vertrag mit Tomasz Kaczmarek wurde dennoch nicht verlängert, weil dieser den Fußballlehrer-Lehrgang begonnen hatte und der Verein ihm die entsprechende Doppelbelastung nicht zumuten wollte. Unter dem neuen Trainer Marco Antwerpen hatte der FC Viktoria Köln, der über den höchsten Etat aller Clubs in der Regionalliga West verfügt, den Zweitligisten 1. FC Nürnberg in der 1. DFB-Pokalrunde am 20. August letzten Jahres am Rande einer Niederlage. Nach regulärer Spielzeit stand es 1:1 - Mike Wunderlich traf per Distanzschuss für die Kölner. Nachdem in der Verlängerung keine weiteren Tore fielen, ging die Partie ins Elfmeterschießen. Dort vergab Kevin Holzweiler den entscheidenden Elfmeter.

Seine Heimspiele trägt der FC Viktoria Köln im Sportpark Höhenberg aus. Dieser zählt neben dem RheinEnergieSTADION des 1. FC Köln und dem Südstadion des SC Fortuna Köln zu den großen Sportanlagen der Stadt Köln. In dem im rechtsrheinischen Kölner Naherholungsgebiet Merheimer Heide gelegenen Sportpark wurde erstmals 1931 eine Sportanlage errichtet, die 12.000 Zuschauern Platz bot. In den 1990er Jahren trug das Stadion zeitweise den Namen „Flughafenstadion“, da der Hauptsponsor des damaligen Regionalligisten SCB Preußen Köln, die Flughafen Köln/Bonn GmbH, die Namensrechte erworben hatte. Während des FIFA Confederations Cup 2005 und der Weltmeisterschaft 2006 nutzten die Nationalmannschaften von Tunesien, Japan und Frankreich den Sportpark für Trainingseinheiten.

Der FC Viktoria Köln ist eine regelrechte Tormaschine. 91 Tore erzielte die Mannschaft von Cheftrainer Marco Antwerpen (45), der ebenso wie sein Gegenüber Mark Zimmermann beim FCC erst zur laufenden Saison das Traineramt des FC Viktoria übernommen hat, in 34 Spielen. Antwerpen war vor seinem Engagement bei Viktoria insgesamt 4 ½ Jahre Coach bei Rot Weiss Ahlen und hat letzte Woche seinen Vertrag bei der Viktoria unabhängig von der Ligazugehörigkeit um ein weiteres Jahr bis Sommer 2018 verlängert. Als Spieler absolvierte er mehr als 200 Regionalligapartien für den SC Fortuna Köln, Preußen Münster sowie Rot-Weiss Essen und erzielte hierbei als Mittelstürmer 70 Treffer. Der FC Viktoria Köln hat die zweitmeisten Treffer aller 91 bundesdeutschen Regionalligisten erzielt. Nur die SpVgg Unterhaching traf noch viermal mehr. Herausragender Spieler in der Mannschaft ist Mannschaftskapitän Mike Wunderlich (31). Mit 29 Toren und weiteren 19 Torvorbereitungen ist der gebürtige Kölner als Herz der Offensivabteilung an mehr als der Hälfte aller Treffer seines Teams beteiligt. Wunderlich, dessen Vater Franz Sport-Vorstand beim FC Viktoria ist, spielte in der Saison 2010/2011 für den FSV Frankfurt in der 2. Bundesliga und ist damit einer von zahlreichen Akteuren mit höherklassiger Erfahrung. In der etatmäßigen Startelf der letzten Spiele standen mit Patrick Koronkiewicz, Edwin Schwarz, Felix Backszat und Kevin Holzweiler nur vier Spieler, die noch nicht mindestens in der 3. Liga gespielt haben. Neben der großen Erfahrung ist auch die Eingespieltheit und das in weiten Teilen blinde Verständnis innerhalb der Mannschaft ein großer Pluspunkt der Kölner. Das Team ist in der jetzigen Besetzung bereits seit mehreren Jahren zusammen und wurde im Sommer nur punktuell verstärkt. Die taktische Grundausrichtung der Viktoria könnte man mit den Schlagworten „offensiv“, „variabel“ und „mutig“ beschreiben. „Wir versuchen immer, ekelhaft gegen den Ball zu spielen“ formuliert Marco Antwerpen mit dem aggressiven und frühen Pressing der Kölner sowie Balleroberungen am besten schon in der gegnerischen Hälfte eine der Hauptvorgaben. In Kombination mit dem schnellen Umschaltspiel ergeben sich für den FC Viktoria im Regelfall zahlreiche Torchancen. Bei Ballgewinn bereits in der gegnerischen Hälfte ist hierbei der Weg zum Tor meist nicht weit – auch ein Grund dafür, dass sich das Viktoria-Mittelfeld für zahlreiche Tore verantwortlich zeichnet. Im praktizierten 4-2-3-1 mit regelmäßig hochstehender Viererkette hat jeder Mittelfeldakteur die Freiheit, sich nach vorne einzuschalten. Bei eigenem Ballbesitz wird somit aus dem 4-2-3-1 schnell ein 4-3-3, das von seinem schnellen und vertikalen Passspiel lebt.

48 seiner 91 Tore erzielte der FC Viktoria im heimischen Stadion, 43 in der Fremde. Während man zu Hause 18 Gegentore kassierte, waren es in Auswärtsspielen insgesamt 24. Die Heim- und Auswärtsgegentorbilanz ist damit nahezu identisch. Wenig überraschend ist daher, dass der FC Viktoria Köln jeweils die beste Heim- sowie die beste Auswärtsmannschaft der Regionalligastaffel West ist. Anders als unser FCC, der seit dem 3. Spieltag an der Tabellenspitze steht und den Platz an der Sonne seitdem nicht mehr hergegeben hat, starteten die Kölner eher verhalten in die Saison. Nach 5 Spieltagen rangierte man nur auf Rang 8, arbeitete sich dann jedoch kontinuierlich nach oben, setzte sich ab dem 9. Spieltag unter den Top 3 fest und steht seit dem 23. Spieltag dauerhaft an der Tabellenspitze. Die extrem offensive Ausrichtung des FC Viktoria geht teils zu Lasten der Defensive. Nur in elf der 34 Regionalligapartien - sieben davon im heimischen Sportpark Höhenberg, vier auswärts ausgetragen - musste Torhüter Philipp Kühn nicht hinter sich greifen. Zum Vergleich: Raphael Koczor blieb insgesamt 19-mal ohne Gegentor. Nur 33 ihrer 91 Tore erzielten die Domstädter in der 1. Halbzeit. In den zweiten 45 Minuten drehte der FC Viktoria regelmäßig auf und legte 58 weitere Treffer nach. Bei den Gegentoren sieht es ähnlich aus. In der 1. Halbzeit musste Philipp Kühn insgesamt 17-mal hinter sich greifen, in den zweiten 45 Minuten 25-mal. Die meisten Tore erzielten die Viktorianer mit jeweils 20 an der Zahl zwischen der 61. und der 75. Minute sowie zwischen der 76. Minute und dem Schlusspfiff. Die meisten Gegentore kassierte Köln in der Anfangsviertelstunde, als sie immerhin 10 Gegentreffer verkraften mussten sowie in der Viertelstunde nach Wiederanpfiff mit 7 Gegentoren. Besonders auffällig ist die Anfälligkeit für Gegentore in der Schlussviertelstunde. 14 Gegentreffer musste der FC Viktoria im Saisonverlauf in den letzten 15 Minuten verschmerzen, davon ganze 4 in der Nachspielzeit. 2 Hand- und 4 Foulelfmeter wurden der Viktoria in der Regionalliga West zugesprochen. Torjäger Maik Wunderlich zeigte sich hierbei bei sämtlichen Versuchen vom Punkt absolut treffsicher und versenkte alle sechs Elfmeter. Dass die Kölner, wenn es drauf ankommt, auch körperlich robust auftreten und hierbei im Zweikampf nicht immer regelkonform agieren, belegen insgesamt 71 gelbe Karten sowie 2 gelb-rote und 2 glatt rote Karten im Saisonverlauf. Das bringt den Kölnern den vorletzten Platz in der Fairnesstabelle der Regionalliga West.

In den beiden anstehenden Relegationsspielen muss der FC Viktoria Köln mindestens auf zwei Stammspieler verzichten: Mit Stürmer Sven Kreyer (26) fällt der mit 12 Saisontoren und 10 Vorlagen zweitbeste Torschütze der Kölner aufgrund eines Wadenbeinbruchs mit Syndesmosebandriss aus. Ebenfalls nicht eingesetzt werden kann der etatmäßige Linksverteidiger Sascha Eichmeier. Der 27-jährige, der von Sommer 2014 bis Anfang 2016 beim FC Rot-Weiß Erfurt unter Vertrag stand, zog sich im Halbfinale des Mittelrheinpokals beim Bonner SC am 2. Mai einen Achillessehnenriss zu. Statt Eichmeier agierte zuletzt Michael Lejan als Linksverteidiger der Kölner. Der 34-jährige Belgier verfügt über hinreichende Erfahrung, u.a. aus 60 Drittligapartien für den Wuppertaler SV und den VfL Osnabrück sowie zusätzlich 18 Zweitligabegegnungen im Dress des VfL Osnabrück. Ein Fragezeichen steht für die anstehende Relegation noch hinter dem Einsatz von Innenverteidiger Daniel Reiche (27 Saisonspiele, 1 Tor). Ihm musste operativ ein Schleimbeutel aus dem Knie entfernt werden. Ob Reiche bis zum Hinspiel am 28. Mai wieder einsatzbereit ist, muss abgewartet werden. Beim Saisonfinale beim Bonner SC, das am Samstag mit 0:2 verloren wurde, fehlten zudem die angeschlagenen Stammspieler Mike Wunderlich, Timm Golley und Patrick Koronkiewicz.

Mit Raphael Koczor hat ein aktueller Spieler unseres FCC bereits das Trikot des FC Viktoria Köln getragen. Der 28-jährige Torhüter stand in der Hinrunde der Saison 2013/2014 in insgesamt 16 Partien im Tor der Domstädter. Hierbei kassierte er in Summe 15 Gegentore und spielte fünfmal zu null. Ebenfalls bereits für beide Teams aktiv war Alexander Voigt. Nach 78 Pflichtspielen (7 Tore) für unseren FCC in den Spielzeiten 2006/2007, 2010/2011 und 2011/2012 wechselte der heute 39-Jährige zur Saison 2012/2013 zum FC Viktoria Köln. Dort beendete er im Sommer 2013 seine aktive Karriere und wurde ab Anfang 2014 bei Viktorias Regionalligamannschaft Co-Trainer unter Claus-Dieter Wollitz und Tomasz Kaczmarek. Nach einer Station als Co-Trainer bei den Sportfreunden Siegen ist Voigt seit März 2016 Trainer des Oberligisten TV Herkenrath. Angesprochen auf die anstehenden Relegationsspiele sagte Voigt gegenüber der Ostthüringer Zeitung (OTZ): „Mein Herz schlägt für den FC Carl Zeiss Jena. Ich hatte in Jena die wesentlich schönere Zeit und habe es hier sehr genossen. Es hat immer Spaß gemacht und ich denke, dass ich in Jena immer einen guten Stand hatte. (…) Aktuell versuchen wir, mit Herkenrath in die Regionalliga aufzusteigen. Es wäre mir nicht unrecht, in der neuen Saison mit meinem Team gegen Viktoria Köln spielen zu dürfen ...“ Neben Koczor und Voigt waren auch Silvio Pagano und Salvatore Amirante bereits für den FCC und den FC Viktoria Köln aktiv. Pagano (31) absolvierte in der Hinrunde der Zweitligasaison 2006/2007 sechs Partien für den FCC und wechselte bereits in der Winterpause zur SSVg Velbert. Für Viktoria Köln bestritt er von Sommer 2013 bis Sommer 2015 48 Partien, in denen er 10 Tore erzielte. Aktuell steht der Angreifer beim Wuppertaler SV unter Vertrag. Savona FBC, ein italienischer Viertligist, ist der aktuelle Club von Salvatore Amirante. Der 32-jährige Italiener erzielte in 50 Spielen für unseren FCC in den Spielzeiten 2008/2009 und 2009/2010 21 Treffer. In der Rückrunde der Saison 2012/2013 kam er für Viktoria aufgrund einer Knieverletzung nur zu zwei Kurzeinsätzen. Frank Eulberg, der für 19 Partien im Jahr 2002 hauptverantwortlicher Trainer unseres FCC in der NOFV-Oberliga war, arbeitete von Sommer 2013 bis Ende 2014 beim FC Viktoria Köln. Dort war er in insgesamt 55 Spielen Co-Trainer von Claus-Dieter Wollitz, an dessen Seite er auch aktuell beim FC Energie Cottbus tätig ist.

Die Saisonergebnisse in der Regionalliga West - mit Angabe d. jeweiligen Torschützen für den FC Viktoria Köln in Klammern:
Wuppertaler SV A 3:3 (2 x Mike Wunderlich, 1 x davon per Handelfmeter, Fatih Candan)
Bor. Mönchengladbach II H 1:4 (Mike Wunderlich)
Fortuna Düsseldorf II H 2:0 (Mike Wunderlich, Kevin Holzweiler)
Rot-Weiss Essen A 4:0 (Kevin Holzweiler, Lukas Nottbeck, David Jansen, Timm Golley)
Rot Weiss Ahlen A 3:1 (Mike Wunderlich, Fatih Candan, Sascha Eichmeier)
SC Verl H 2:1 (Mike Wunderlich, Fatih Candan)
Alemannia Aachen A 1:0 (Mike Wunderlich)
Borussia Dortmund II H 1:1 (Sven Kreyer)
SV Rödinghausen H 1:2 (Sven Kreyer)
FC Schalke 04 II A 2:1 (Mike Wunderlich (Foulelfmeter), Sven Kreyer)
1. FC Köln II H 2:4 (Dominik Lanius, Timm Golley)
Sportfreunde Siegen A 5:2 (2 x Sven Kreyer, Edwin Schwarz, Mike Wunderlich (Foulelfmeter), Marcel Gottschling)
SG Wattenscheid 09 H 2:0 (Sascha Eichmeier, Mike Wunderlich)
Rot-Weiß Oberhausen A 2:0 (Sven Kreyer, Dominik Lanius)
TSG Sprockhövel H 5:0 (Marcel Gottschling, Edwin Schwarz, Mike Wunderlich, 2 x Sven Kreyer)
SC Wiedenbrück A 5:1 (Felix Backszat, Dominik Lanius, 3 x Mike Wunderlich)
Bonner SC H 5:0 (Timm Golley, Felix Backszat, Kevin Holzweiler, Sven Kreyer, Mike Wunderlich)
Wuppertaler SV H 5:1 (Sven Kreyer, 3 x Mike Wunderlich, davon 2 x per Elfmeter, Kevin Holzweiler)
Bor. Mönchengladbach II A 1:4 (Felix Backszat)
Fortuna Düsseldorf II A 1:1 (Timm Golley)
Rot-Weiss Essen H 2:1 (Michael Lejan, Mike Wunderlich)
Rot Weiss Ahlen H 3:1 (Timm Golley, Sven Kreyer, Felix Backszat)
SC Verl A 2:1 (Felix Backszat, Mike Wunderlich)
Alemannia Aachen H 1:2 (Fatih Candan)
Borussia Dortmund II A 3:2 (Felix Backszat, Marcel Gottschling, Lars Dietz (Eigentor))
FC Schalke 04 II H 2:0 (Felix Backszat, Sven Kreyer)
1. FC Köln II A 0:2
Sportfreunde Siegen H 5:0 (Fatih Candan, 2 x Mike Wunderlich, David Jansen, Andrejs Ciganiks)
SV Rödinghausen A 4:0 (Sascha Eichmeier, Timm Golley, Mike Wunderlich, Fatih Candan)
SG Wattenscheid 09 A 5:1 (2 x Timm Golley, 2 x Mike Wunderlich, Lukas Nottbeck)
Rot-Weiß Oberhausen H 5:1 (Patrick Koronkiewicz, Timm Golley, Sascha Eichmeier, Mike Wunderlich, Fatih Candan)
TSG Sprockhövel A 2:3 (Kevin Holzweiler, Mike Wunderlich)
SC Wiedenbrück H 4:0 (David Jansen, 2 x Mike Wunderlich, 1 x davon per Foulelfmeter, Fatih Candan)
Bonner SC A 0:2

Die Aufstellung des FC Viktoria Köln aus dem letzten Spiel der Regionalliga West beim Bonner SC:
---------------------------------- Philipp Kühn -----------------------------------
Florian Heister - Edwin Schwarz – Dominik Lanius - Michael Lejan
---------------- Felix Backszat ----------- Lukas Nottbeck ------------------
Kevin Holzweiler ------------- Tim Jerat ------------- Marcel Gottschling
--------------------------------- Fatih Candan ------------------------------------

Die prognostizierte Aufstellung des FC Viktoria Köln für das Hinspiel der Aufstiegsrelegation:
------------------------------------- Philipp Kühn ---------------------------------------
Patrick Koronkiewicz - Edwin Schwarz - Dominik Lanius - Michael Lejan
------------------ Felix Backszat ------------- Lukas Nottbeck ---------------------
Kevin Holzweiler ---------------- Mike Wunderlich ---------------- Timm Golley
------------------------------------- Fatih Candan ---------------------------------------

In der Abschlusstabelle der Regionalliga West landete der FC Viktoria Köln mit 23 Siegen, drei Unentschieden und acht Niederlagen aus 34 Spielen mit 72 Punkten und einem Torverhältnis von 91:42 auf dem 1. Rang. In der reinen Heimtabelle belegen die Domstädter mit zwölf Siegen, einem Unentschieden und vier Niederlagen im heimischen Sportpark Höhenberg mit 37 Punkten (Torverhältnis: 48:18) ebenfalls den Platz an der Sonne.

Schiedsrichter am Sonntag in Köln ist Martin Petersen (32 Jahre, Immobilienkaufmann, Stuttgart), seine Assistenten sind Arno Blos (38 Jahre, Deizisau) und Justus Zorn (26 Jahre, Freiburg).

Petersen, dessen Heimatverein der VfL Stuttgart ist, pfeift seit der Spielzeit 2009/2010 Spiele in der 3. Liga, stieg 2 Jahre später in die 2. Bundesliga auf und wird ab der kommenden Saison auch Partien in der 1. Bundesliga leiten, in der er bereits seit 6 Spielzeiten als Schiedsrichterassistent tätig ist. Der Stuttgarter pfiff bisher 2 Partien unseres FCC. Hierbei sind wir ungeschlagen. Petersen hatte in der zurückliegenden Zweitligasaison eine kicker-Durchschnittsnote von 3,31. In 8 Partien zeigte er hierbei 43 gelbe und eine gelb-rote Karte. Auf Elfmeter entschied Petersen in den acht Partien in Summe insgesamt fünfmal (!). Am 10. August 2015 wurde Petersen in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2015/2016 als Schiedsrichter im Spiel zwischen dem VfL Osnabrück und RB Leipzig beim Stand von 1:0 in der 71. Minute von einem Feuerzeug am Kopf getroffen, woraufhin er das Spiel erst unterbrach und wenige Minuten später abbrach. Das Spiel wurde daraufhin mit 2:0 für Leipzig gewertet.

Partien unseres FCC unter der Leitung von Schiedsrichter Martin Petersen:
Saison 2009/2010 3. Liga: FC Ingolstadt 04 - FC Carl Zeiss Jena 2:2 (4 gelbe Karten)
Saison 2010/2011 3. Liga: FC Carl Zeiss Jena - Kickers Offenbach 1:0 (4 gelbe Karten)

Gesamtbilanz unseres FCC unter der Leitung von Schiedsrichter Martin Petersen:
2 Spiele: 1 Sieg, 1 Unentschieden

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FCC Lazarett

Stand: 12. Juni 2017

Maximilian Schlegel (Rekonvaleszenz nach Kreuzbandriss) befindet sich im Aufbautraining. Alle anderen Spieler sind derzeit im Sommerurlaub, bevor am 22. Juni der Trainingsauftakt ansteht.

Für eine optimale medizinische Unterstützung vertraut der FCC auf Bandagen und Kompressionsstrümpfe der Bauerfeind AG. Gemeinsam mit unserer medizinischen Abteilung setzt das Thüringer Unternehmen aus Zeulenroda als offizieller Medizinischer Partner alles daran, die Spieler mit individuell angepassten Produkten vor Verletzungen zu schützen bzw. so schnell wie möglich wieder fit zu bekommen.

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Unser nächstes Spiel beginnt in ...

29.07.2017 14:00
FC Carl Zeiss Jena
vs.
SC Fortuna Köln
 

Letztes Spiel

22.07.2017 14:00
SV Wehen Wiesbaden
vs.
FC Carl Zeiss Jena
 
1:0 (1:0)
Platz
Verein
Tore
+/-
Pkt
1
Werder Bremen II
3:0
3
3
2
Hansa Rostock
2:0
2
3
3
SV Wehen Wiesbaden
1:0
1
3
4
SC Fortuna Köln
1:0
1
3
5
Hallescher FC
4:4
0
1
6
SC Paderborn 07
4:4
0
1
7
Würzburger Kickers
2:2
0
1
8
Karlsruher SC
2:2
0
1
9
VfL Osnabrück
2:2
0
1
10
SV Meppen
2:2
0
1
11
FC Rot-Weiß Erfurt
1:1
0
1
12
Preußen Münster
1:1
0
1
13
1. FC Magdeburg
0:0
0
0
14
FSV Zwickau
0:0
0
0
15
Chemnitzer FC
0:0
0
0
16
SG Sonnenhof Großaspach
0:0
0
0
17
FC Carl Zeiss Jena
0:1
-1
0
18
VfR Aalen
0:1
-1
0
19
Sportfreunde Lotte
0:2
-2
0
20
SpVgg Unterhaching
0:3
-3
0
Team Gegner Ergebnis
FCC VfB Auerbach 1:3
U21 FC Eisenach 5:1
U19 Hannover 96 2:0
U17 Hannover 96 1:2
U16 SC 1903 Weimar 9:0
U15 Rot-Weiß Erfurt 1:2
U14 JFC Gera 4:0
U13 SG SV Unterwellenborn 6:0
U12 FSV Sömmerda 4:1
U11 SV SCHOTT Jena 10:0
U10 Rot-Weiß Erfurt II 2:7
U9 SG SV Hermsdorf 2:1
U8
Stand 12. Dezember 2015