Torloses Remis statt Befreiungsschlag
Der FC Carl Zeiss Jena kommt in Babelsberg über ein 0:0 nicht hinaus und versäumt den dringend benötigten und von etwa 800 mitgereisten Zeiss-Fans erhofften Befreiungsschlag.
etrik Sander konnte sowohl auf den zuletzt wegen Rückenproblemen pausierenden Jan Simak als auch auf die zurückgekehrten Boskovic und Schmidt zurückgreifen, die die „Doppelsechs“ im defensiven Mittelfeld bildeten. Ersetzen hingegen musste Jenas Trainer den etatmäßigen linken Außenverteidiger Nils Miatke nach dessen fünfter Gelben Karte. Für ihn rückte Josip Landeka wieder in die Startelf.
Die Partie begann eben so holprig wie das schwer bespielbare Geläuf. Die 6853 Zuschauer im bestens gefüllten Karl-Liebknecht-Stadion sahen bei herrlichem Frühlingswetter ein zunächst sehr fahriges Spiel, das geprägt war von vielen Ballverlusten und dem Versuch beider Mannschaften, vor allem ihr Heil in langen Bällen zu suchen. Die erste Möglichkeit in einem mäßigen Spiel auf Augenhöhe hatten die Gastgeber durch Christian Groß, der nach einer Flanke von der linken Seite völlig unbedrängt zum Abschluss kam. Sein Schuss jedoch verfehlte das Tor von Tino Berbig (15.). Nur wenige Minuten später waren es wieder die Babelsberger, die die Chance zur Führung auf dem Fuß hatten. Der stets anspielbereite und körperlich robuste Stroh-Engel prüfte per Drehschuss Tino Berbig, der aber der wie in den letzten Wochen auch der gewohnt sichere Rückhalt war (20.). Kurz darauf war es dann der quirlige Makarenko, der nur knapp am langen Pfosten vorbei schoss. Auch wenn sich Jena und die Filmstädter zwar spielerisch auf Augenhöhe begegneten, so gehörten jedoch die wenigen Möglichkeiten in der ersten Halbzeit den Hausherren. In der 35. Spielminute brachte Morack einen Freistoß aus gut 30 Metern gefährlich auf das Jenaer Tor, der von keinem Spieler berührt gefährlich aufsetzte und knapp am langen Eck vorbei zischte. Jenas einzige Möglichkeiten in den ersten 45 Minuten entsprangen aus Freistoßsituationen in Strafraumnähe, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. Kurz vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Thorben Siewer klärte Tino Berbig außerhalb seines Strafraums. Der Ball gelangte zu Rudolph, der die Situation schnell erfasste und aus der Distanz es mit einem Heber versuchte, der aber an der Queraufhängung des Tornetzes landete (43.).
Gehörte die erste Halbzeit gemessen an den Möglichkeiten noch den Gastgebern, so war in der zweiten Spielhälfte hingegen der FCC die aktivere Mannschaft. Der FCC bemühte sich nun mehr, auch mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, während die Babelsberger offensiv fast gar nicht mehr in Erscheinung traten. In der 67. Spielminute wäre dies fast belohnt worden. Gute Flanke von Demirtas von der rechten Seite, doch Boskovics Schussversuch wurde zunächst geblockt. Der Ball gelangte zu Jan Simak, der mit links aus etwa 20 Metern den Abschluss suchte. Doch sein strammer Schuss ging knapp über die Latte. Jenas Trainer Petrik Sander brachte Alban Ramaj für Pichinot, der sich übrigens ebenso wie Jan Simak seine 5. Gelbe Karte einhandelte und somit in Offenbach pausieren muss, Alban Ramaj bildete fortan die einzige Spitze (70.). Er war es auch, der in der Schlussminute das Jenaer Tor auf dem Fuß hatte. Huke setzte ihn in Szene, und Ramajs Schuss wird vom stark reagierenden Unger noch an den Querbalken gelenkt.
Am Ende blieb es bei einem unter dem Strich zwar leistungsgerechten Unentschieden, das für unseren FCC jedoch im Kampf um den Klassenerhalt zu wenig war. Der FCC verliert somit weiter an Boden, und das rettende Ufer der punktenden Vereine auf den ersten Nichtabstiegsrängen gerät immer mehr außer Sichtweite.
Trainerstimmen
Petrik Sander
„Der Punkt ist zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig. Wir sind hierher gekommen, um zu gewinnen. Insgesamt muss man feststellen, dass sich beide Mannschaften weitestgehend neutralisierten. Es war sicher für die Zuschauer kein schönes Spiel, das davon langen Bällen und dem Kampf um die ‚zweiten Bälle‘ geprägt war. Beide Mannschaften können sicher besseren Fußball spielen, was aber in Anbetracht der heutigen Platzverhältnisse nur schwer möglich war. In der ersten Halbzeit haben wir ein zerfahrenes Spiel gesehen, das uns zumindest Chancen aus Standards ermöglichte, aus denen wir aber viel zu wenig gemacht haben. In der zweiten Hälfte waren wir die aktivere Mannschaft und wären fast belohnt worden. Aber Unger und Latte hatten etwas dagegen.“
Dietmar Demuth
„Auch wir wollten auf Sieg spielen. Gerade in der ersten Halbzeit gelang es uns, ein Chancenplus zu erarbeiten, waren aber nicht in der Lage, dieses auch in Tore umzumünzen. Wir alle wissen, wie es dann im Fußball laufen kann. Insofern muss man dann auch froh sein, wenn es am Ende beim 0:0 geblieben ist. Auch wenn es irgendwie schwer fällt, dieses Spiel einzuordnen, so ist es uns doch gelungen, Jena auf Distanz zu halten.“
Aufstellungen:
Jena
Berbig (C) – Landeka, Schulz, Becken, Demirtas – Schmidt, Boskovic – Simak, Hähnge (88. Huke), Eckardt – Pichinot (71. Ramaj)
Babelsberg
Unger (C), Kühne, Rudolph, Groß (85. Civa), Stroh-Engel (90. Hartmann), Evljuskin, Prochnow (83. Müller), Makarenko, Morack, Hebib, Hebisch
Zuschauer: 6.853
Die Partie begann eben so holprig wie das schwer bespielbare Geläuf. Die 6853 Zuschauer im bestens gefüllten Karl-Liebknecht-Stadion sahen bei herrlichem Frühlingswetter ein zunächst sehr fahriges Spiel, das geprägt war von vielen Ballverlusten und dem Versuch beider Mannschaften, vor allem ihr Heil in langen Bällen zu suchen. Die erste Möglichkeit in einem mäßigen Spiel auf Augenhöhe hatten die Gastgeber durch Christian Groß, der nach einer Flanke von der linken Seite völlig unbedrängt zum Abschluss kam. Sein Schuss jedoch verfehlte das Tor von Tino Berbig (15.). Nur wenige Minuten später waren es wieder die Babelsberger, die die Chance zur Führung auf dem Fuß hatten. Der stets anspielbereite und körperlich robuste Stroh-Engel prüfte per Drehschuss Tino Berbig, der aber der wie in den letzten Wochen auch der gewohnt sichere Rückhalt war (20.). Kurz darauf war es dann der quirlige Makarenko, der nur knapp am langen Pfosten vorbei schoss. Auch wenn sich Jena und die Filmstädter zwar spielerisch auf Augenhöhe begegneten, so gehörten jedoch die wenigen Möglichkeiten in der ersten Halbzeit den Hausherren. In der 35. Spielminute brachte Morack einen Freistoß aus gut 30 Metern gefährlich auf das Jenaer Tor, der von keinem Spieler berührt gefährlich aufsetzte und knapp am langen Eck vorbei zischte. Jenas einzige Möglichkeiten in den ersten 45 Minuten entsprangen aus Freistoßsituationen in Strafraumnähe, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. Kurz vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Thorben Siewer klärte Tino Berbig außerhalb seines Strafraums. Der Ball gelangte zu Rudolph, der die Situation schnell erfasste und aus der Distanz es mit einem Heber versuchte, der aber an der Queraufhängung des Tornetzes landete (43.).
Gehörte die erste Halbzeit gemessen an den Möglichkeiten noch den Gastgebern, so war in der zweiten Spielhälfte hingegen der FCC die aktivere Mannschaft. Der FCC bemühte sich nun mehr, auch mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen, während die Babelsberger offensiv fast gar nicht mehr in Erscheinung traten. In der 67. Spielminute wäre dies fast belohnt worden. Gute Flanke von Demirtas von der rechten Seite, doch Boskovics Schussversuch wurde zunächst geblockt. Der Ball gelangte zu Jan Simak, der mit links aus etwa 20 Metern den Abschluss suchte. Doch sein strammer Schuss ging knapp über die Latte. Jenas Trainer Petrik Sander brachte Alban Ramaj für Pichinot, der sich übrigens ebenso wie Jan Simak seine 5. Gelbe Karte einhandelte und somit in Offenbach pausieren muss, Alban Ramaj bildete fortan die einzige Spitze (70.). Er war es auch, der in der Schlussminute das Jenaer Tor auf dem Fuß hatte. Huke setzte ihn in Szene, und Ramajs Schuss wird vom stark reagierenden Unger noch an den Querbalken gelenkt.
Am Ende blieb es bei einem unter dem Strich zwar leistungsgerechten Unentschieden, das für unseren FCC jedoch im Kampf um den Klassenerhalt zu wenig war. Der FCC verliert somit weiter an Boden, und das rettende Ufer der punktenden Vereine auf den ersten Nichtabstiegsrängen gerät immer mehr außer Sichtweite.
Trainerstimmen
Petrik Sander
„Der Punkt ist zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig. Wir sind hierher gekommen, um zu gewinnen. Insgesamt muss man feststellen, dass sich beide Mannschaften weitestgehend neutralisierten. Es war sicher für die Zuschauer kein schönes Spiel, das davon langen Bällen und dem Kampf um die ‚zweiten Bälle‘ geprägt war. Beide Mannschaften können sicher besseren Fußball spielen, was aber in Anbetracht der heutigen Platzverhältnisse nur schwer möglich war. In der ersten Halbzeit haben wir ein zerfahrenes Spiel gesehen, das uns zumindest Chancen aus Standards ermöglichte, aus denen wir aber viel zu wenig gemacht haben. In der zweiten Hälfte waren wir die aktivere Mannschaft und wären fast belohnt worden. Aber Unger und Latte hatten etwas dagegen.“
Dietmar Demuth
„Auch wir wollten auf Sieg spielen. Gerade in der ersten Halbzeit gelang es uns, ein Chancenplus zu erarbeiten, waren aber nicht in der Lage, dieses auch in Tore umzumünzen. Wir alle wissen, wie es dann im Fußball laufen kann. Insofern muss man dann auch froh sein, wenn es am Ende beim 0:0 geblieben ist. Auch wenn es irgendwie schwer fällt, dieses Spiel einzuordnen, so ist es uns doch gelungen, Jena auf Distanz zu halten.“
Aufstellungen:
Jena
Berbig (C) – Landeka, Schulz, Becken, Demirtas – Schmidt, Boskovic – Simak, Hähnge (88. Huke), Eckardt – Pichinot (71. Ramaj)
Babelsberg
Unger (C), Kühne, Rudolph, Groß (85. Civa), Stroh-Engel (90. Hartmann), Evljuskin, Prochnow (83. Müller), Makarenko, Morack, Hebib, Hebisch
Zuschauer: 6.853


