Derby im Steigerwald

26.11.2025

Am Freitagabend (28. November) trifft unser FC Carl Zeiss Jena im Thüringenderby auf Rot-Weiß. Anstoß im Steigerwaldstadion ist 20.20 Uhr.

Der 17. und damit letzte Spieltag der Hinrunde wartet mit einem emotionalen Höhepunkt auf: Unter Flutlicht trifft unsere Zeiss-Elf in der 111. Auflage des Thüringenderbys auf den Rivalen aus der Blumenstadt. Das Steigerwaldstadion ist seit Wochen restlos ausverkauft. 15.040 Zuschauer - darunter 2.000 Zeiss-Fans - im Stadion und darüber hinaus fiebern einem der traditionsreichsten Duelle im deutschen Fußball entgegen. 

So emotional diese Spiele auch immer sein mögen - so waren sie oft genug auch Partien, die losgelöst vom Kontext irgendwelcher Tendenzen am Ende eben doch "spitz auf Knopf" verliefen. Wer dennoch die aktuelle Tabelle bemühen möchte, wird sich ohnehin bestätigt fühlen, treffen doch mit unserem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Tabellenzweiter und -dritter aufeinander. Und beide Teams haben zudem längere Zeit nicht verloren. Und dennoch scheinen vor diesem Derby die Gemütslagen unterschiedlich. Während unser FCC nach eher durchwachsener Leistung - dafür guter Moral - immerhin noch einen erlösenden Punkt gegen den vormaligen Staffelfavoriten HFC sichern und damit den Heimnimbus als ungeschlagener Gastgeber wahren konnte, sorgte das späte Unentschieden von RWE beim Tabellenschlusslicht Zehlendorf für mehr Frust als Erleichterung im Steigerwald. Die Truppe von Trainer Fabian Gerber fuhr damit das vierte Unentschieden in Folge ein. Aber es bleibt festzuhalten, dass RWE von den letzten sieben Ligaspielen lediglich eines verloren hat - gegen Spitzenreiter Lok Leipzig. Insgesamt spielen die Rot-Weißen eine starke Saison. Lediglich zwei Niederlagen in dieser Saison machen deutlich, wir schwer es ist, gegen die Blumenstädter zu gewinnen. RWE-Trainer Fabian Gerber, der nach dem Unentschieden bei Hertha 03 Zehlendorf intern wie öffentlich seine Mannschaft wachrüttelte, gab sich im OTZ-Interview (25.11.) zuversichtlich: "Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass wir im Thüringenderby ganz anders auftreten werden." 

Blicken wir auf die Derbystatistik der letzten 15 Jahre, so erinnert diese daran, dass es unserem FC Carl Zeiss Jena - während dieser zuhause fast nichts anbrennen ließ - dafür seit 2010 nicht mehr gelang, drei Punkte nach Jena zu entführen. Mehr als 15 Jahre ist es also her, als sich unsere Zeiss-Elf im März des Jahres 2010 mit einem 3:0 (Tore: Orlando, Hähnge und Benyamina) für eine 0:3-Hinspielpleite revanchieren und das Derby auswärts gewinnen konnte. Es wäre also mal wieder an der Zeit.

FCC-Kapitän Nils Butzen weiß um die Statistik und die Bedeutung des Spiels: "Und dennoch finde ich es richtig, dass wir uns auf diese Partie genauso vorbereiten wie auf alle anderen Spiele. Es ist wichtig, vorher nicht zu heiß zu sein, und so womöglich den Fokus zu verlieren. Es kommt darauf an, konzentriert - aber eben nicht übermotiviert - ins Spiel zu gehen. Es ist immer eine gute Voraussetzung, wenn jetzt nicht die große Aufregung da ist, sondern eine gewisse Selbstsicherheit und Vertrauen in die eigene Leistungsstärke. "   

Personell kann FCC-Trainer Volkan Uluc weitgehend aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Osazee Aghatise (Kreuzbandriss) stehen im Grunde alle Spieler zur Verfügung. Einige von ihnen jedoch laborieren an kleineren Blessuren oder schlagen sich mit den Auswirkungen eines Infektes herum.

Nochmals der Hinweis: Das Derby ist restlos ausverkauft. Eine Anreise ohne Karte ist absolut zwecklos. Die Abendkassen bleiben geschlossen. Das Spiel wird live und in voller Länge im MDR-Fernsehen übertragen. 

Die wichtigsten organisatorischen Hinweise für die mitreisenden FCC-Fans gibt es HIER ZU LESEN.

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