FCC behält in torreichem Test gegen Eintracht Bamberg die Oberhand

29.07.2020

Am Ende hieß es 6:4 für den FCC. Vier Treffer steuerte Dominik Bock bei.

In seinem einwöchigen Trainingslager in der Landessportschule des thüringischen Bad Blankenburg bestritt am Mittwochabend der FC Carl Zeiss Jena ein Vorbereitungsspiel gegen den FC Eintracht Bamberg. Gespielt wurde aus der vollen Belastung von jeweils zwei intensiven Trainingseinheiten am Tag heraus auf dem Gelände des TSV Bad Blankenburg. Mit Ausnahme der angeschlagenen Pasqual Verkamp (muskuläre Probleme) und Justin Schau (Zehverletzung) gab er allen Feldspielern und den beiden Torhütern Flemming Niemann und Lukas Sedlak Einsatzzeiten. Neuzugang Kevin Wolf musste, wie zu Beginn des Trainingslagers bereits klar, mit Rücksicht auf eine muskuläre Blessur ebenfalls passen. 

Sich ebenfalls zeigen durfte Probespieler Tobias Stoßberger, der zuletzt für die Regionalligamannschaft des 1. FC Nürnberg am Ball war. Er war es auch, der nach knapp zwei gespielten Minuten mit einem Lupfer den zu weit vorm Kasten stehenden Eintracht-Schlussmann zur 1:0 Führung für den FCC überwand (2.). Er leitete damit den Reigen von insgesamt zehn Treffern ein, wovon die griffigen und bissigen Bamberger die nächsten beiden beisteuern sollten. In der 6. und 11. Spielminute war es jeweils Tobias Ulbricht, der für die Bamberger traf, als diese zwei Jenaer Fehler im Spielaufbau konsequent bestraften. Doch der FCC zeigte eine gute Reaktion und glich nach einer guten Viertelstunde durch Vasileios Dedidis nach konsequenter Vorarbeit von Niklas Jahn zum 2:2 aus (16.). Jena hatte nun das Spiel im Griff - und Bock. Und der traf in der Folgezeit vier Mal. Zunächst traf er aus Nahdistanz zur 3:2 Führung (24.), um kurz vor dem Halbzeitpfiff per Freistoß auf 4:2 zu erhöhen. 

Die Halbzeitpause nutzte FCC-Trainer Dirk Kunert, um kräftig durchzuwechseln. Insgesamt zwölf Jenaer Wechsel sollten nach Ende der Partie auf dem Zettel stehen, wovon die Auswechslung nach bereits 25 Spielminuten von Eric Voufack eine ungeplante war. Der Außenverteidiger verletzte sich nach einem an ihm begangenen Foulspiel und musste den Platz verlassen. Für ihn kam Jago Heublein in die Partie. Für die Tore jedoch war weiterhin Dominik Bock zuständig. Nach einer knappen Stunde Spielzeit veredelte er die Vorarbeit von Stoßberger zum 5:2 (58.), bevor er kurz vor seiner Auswechslung nochmals per Freistoß erfolgreich war (69.). Von Bamberg war bis dato in Hälfte nur wenig bis nichts zu sehen, bis Jena, das in der zweiten Halbzeit im Grunde mit der U21 auf dem Platz stand, den Landesligisten aus Bayern durch zwei Unachtsamkeiten zu späten Toren einlud. Und diese ließen sich mit Strohmer (79.) und Tranziska (85.) nicht lang bitten. Am verdienten Sieg des FCC änderte dies indes nichts.

FCC-Trainer Dirk Kunert: "Wir kommen gut rein, machen ein frühes Tor. Dann legen wir uns im Grunde die beiden Gegentore selbst rein. Aber wir haben gut reagiert, sind gleich zurückgekommen und haben das Spiel dann auch im Griff. Wir schießen sechs Tore, am letzten Wochenende gegen Weimar fünf - aber vier Gegentore dürfen wir natürlich nicht kriegen. Dennoch muss man schon differenzieren und auch sehen, dass wir in der zweiten Halbzeit elf Mal gewechselt haben und den Jungs, die hier im Trainingslager gut mitziehen, natürlich auch die Frische fehlt."

Für den FC Carl Zeiss Jena, der noch bis Samstag in Bad Blankenburg sein Trainingslager fortsetzen wird, geht es am Samstagmittag zurück nach Jena, wo dann um 16 Uhr auf Platz 3 der Oberligist Inter Leipzig im letzten Testspiel dieser kurzen Vorberietungszeit warten wird. Das Spiel, das leider ohne Zuschauerbeteiligung stattfinden muss, wird vom MDR als Livestream angeboten. 

Spielstatistik

Tore

1:0  Tobias Stoßberger  (2.)
1:1  Tobias Ulbricht  (6.)
1:2  Tobias Ulbricht  (11.)
2:2  Vasileios Dedidis  (16.)
3:2  Dominik Bock  (24.)
4:2  Dominik Bock  (45.)
5:2  Dominik Bock  (58.)
6:2  Dominik Bock  (69.)
6:3  Timo Strohmer  (79.)
6:4  Jakob Tranziska  (85.)

Mannschaftsaufstellung

Jena: Sedlak (46. Niemann) - Lange (46. Fiedler), Rohr (46. Grösch), Müller (73. Jasqi), Voufack (25. Heublein / 73. Neca) - Jahn (46. Schlegel), Langer (59. Horack), Eckardt (46. Winkler), Bock (70. Amesse) - Dedidis (46. Düzel), Stoßberger (61. Jobst)

 

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