FCC erkämpft in Unterzahl Remis beim Spitzenreiter

28.08.2026

Nach einer turbulenten Partie, in der unser FCC zwei Platzverweise verkraften musste und bis weit in die elfminütige Nachspielzeit hinein seine knappe 1:0-Führung verteidigte, trennten sich die Zeiss-Elf und der Chemnitzer FC schlussendlich durch einen Treffer in der 97. Spielminute doch noch mit einem 1:1-Unentschieden.

Es war - mal wieder - ein denkwürdiges Spiel gegen den Chemnitzer FC, das die knapp 8.500 Fans im Stadion an der Gellertstraße an diesem Freitagabend sahen. Der auswärts bis dato ungeschlagene FCC wollte den nach sechs Saisonspielen ebenfalls ungeschlagenen Himmelblauen die erste Saisonniederlage beibringen - und er war knapp dran.

Mit der ersten Aktion, als Elias Löder den Ball in die Tiefe spielte und Emilio Munser auf die Reise schickte, der mit Tempo Richtung CFC-Tor vordrang und dann aus spitzem Winkel CFC-Keeper Richter überwand, ging der FCC in Führung. Die selbstbewussten Gastgeber fielen jedoch nicht in sich zusammen, sondern reagierten mit vielen Angriffen und Eckbällen, von denen der CFC am Spielende insgesamt 15 haben sollte. Doch entweder verteidigte die Jenaer Mannschaft als Kollektiv vielbeinig, oder Marius Liesegang, der in Chemnitz eine Klassepartie bot, war Endstation - so wie beim Blitzreflex Liesegangs rechter Hand, als er einen Abschluss von Alberico vereitelte (11.). Chemnitz rannte an, und der FCC hatte gegen eine hochstehende Chemnitzer Abwehrkette immer wieder gute Umschaltmomente, wo jedoch entweder Präzision oder Tempo fehlte, um die Gastgeber in ernsthafte Bedrängnis zu bringen. Jena verteidigte die knappe Führung bis in die Verlängerung der ersten Halbzeit hinein und hatte sogar die Chance auf das 2:0, als Emilio Munser vor CFC-Keeper Richter auftauchte und Slamar gerade noch vor der Linie retten konnte. Den Abpraller spielte dann Manassé Eshele mit der Hand - eine Übersprungshandlung und ein klares Handspiel, das für den bereits mit einer gelben Karte vorbelasteten Angreifer Gelb-Rot bedeutete.

Damit musste der FCC 45 Minuten in Unterzahl agieren. Und es sollten sogar fast 57 Minuten werden. Der FCC verteidigte mit Mann und Maus, warf sich in jeden Schuss und hatte durch Jannes Werner nach einem Konter kurz vor dem regulären Spielende die Entscheidung auf dem Fuß (90.). Doch der Youngster scheiterte zunächst am Querbalken und beim Nachschuss am glänzend reagierenden CFC-Keeper Richter. Kurz darauf zupfte Sören Reddemann am Trikot eines Chemnitzers, sah dafür seine zweite Gelbe und musste vom Platz (90.+3). Der Druck von Chemnitz gegen nun nur noch neun Jenaer nahm noch einmal zu. Der CFC roch dann nochmals Lunte, als Schiedsrichter Lukawski zum Entsetzen der Jenaer auf neun Minuten Nachspielzeit entschied. Chemnitz' Vogt war es dann, der mit seinem Treffer nach Berlinski-Zuspiel von links aus zwölf Metern doch noch den späten Ausgleich erzielte (90.+7). Ein bitterer Moment für die aufopferungsvoll kämpfende Jenaer Mannschaft. Nach dem Schlusspfiff sah zudem FCC-Trainer Marco Grote Rot, der damit am nächsten Mittwoch zu Hause gegen die VSG Altglienicke an der Seitenlinie fehlen wird. 

Spielstatistik

Mannschaftsaufstellungen:

CFC: Richter – Eppendorfer (62. Pistol), Löhmannsröben, Slamar, Tchouangue (86. Gröger), Baumgart, Geipl (62. Stockinger), Vogt, Alberico (62. Grimaldi), Fesser (73. Marx), Berlinski 

FCC: Liesegang – Boog, Butzen, Munser (46. Lankford), Reddemann, Talabidi (61. Werner), Ajvazi (61. Teuber / 88. Hehne), Fritz, Löder (46. Wollschläger), Eshele, Burmeister

Tore: 
0:1 Munser (4.)
1:1 Vogt (90.+7)

Zuschauer: 
8.413 

Gelb: 
FCC - Talabidi, Eshele, Butzen, Liesegang, Teuber, Reddemann 
CFC - Geipl, Richter 

Gelb‑Rot: 
Eshele (45.+4)
Reddemann (90.+4) 

Rot: 
Grote (FCC‑Trainer)

 

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