FCC erwartet zum ersten "echten Heimspiel" den KFC Uerdingen

12.06.2020

Am Sonntag (14. Juni, 13 Uhr) geht es für den FC Carl Zeiss Jena gegen Krefeld weiter. Gespielt wird dabei im dritten Heimspiel nach der Corona-Pause erstmals auch im heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld.

Am Freitagmorgen gab es dann endlich grünes Licht aus der Blumenstädter Staatskanzlei, die dabei das bestätigte, worauf in Jena seit längerer Zeit hingearbeitet wurde - ein Heimspiel des FCC unter Corona-Bedingungen und damit unter Berücksichtigung des umfangreichen DFB/DFL-Hygienekonzeptes im eigenen Stadion austragen zu können. Statt für die sonst übliche Busreise kann der FCC somit die Zeit nutzen, um am Samstag erstmals im Paradies ein Mannschafts- und damit Abschlusstraining zu absolvieren, das diesen Namen auch wirklich verdient. 

An der klaren Rollenverteilung ändert dies freilich nichts. Der FCC empfängt als abgeschlagenes Tabellenschlusslicht mit dem KFC Uerdingen ein Team, das mit 44 Punkten jenseits aller Sorgen ist. Dafür ist der Blick nach oben mit einem sechs Punkte-Abstand für KFC-Wieder-Trainer Stefan Krämer schon eine ziemliche Hausnummer, was freilich bei sieben ausstehenden Spielen und der Unberechenbarkeit der Liga noch immer einen Restfunken Hoffnung zulässt. 

Der KFC Uerdingen, der immer wieder mit personellen Wendungen überrascht und wie der FCC alles andere als langweilig daherkommt, hat zudem eine weitere Gemeinsamkeit mit dem FCC. Er ist, so wie unser FCC in den letzten Wochen, im Grunde ein heimatloser Club, muss er doch seine Heimspiele in dieser und der letzten Drittligasaison in Duisburg bzw. Düsseldorf austragen. Allein diese Tatsache hätte übrigens einen Tausch des Heimrechts unmöglich gemacht, da am Wochenende die Fortuna ihre Heimat für sich proklamiert. 

Während es also für den Gast in dieser Saison durchaus noch um etwas geht, geht der Blick des FCC bereits über das Saisonende hinaus. In diesem Kontext gab der Club in dieser Woche erste personelle Weichenstellungen bekannt. So gehören ab sofort Meris Skenderovic (bis Saisonende ausgeliehen von der TSG Hoffenheim), Kilian Pagliuca, Marian Sarr, Dominic Volkmer und Julian Günther-Schmidt nicht mehr dem Jenaer Drittliga-Kader an. Für sie werden aus den Reihen der eigenen U21 aufrücken: Eric Voufack (Abwehr), Vasileios Dedidis (Angriff), Paul Fromm (Abwehr), Laurens Zintsch (Mittelfeld), Moritz Leibelt (Mittelfeld) und Niclas Fiedler (Abwehr).  Eine Entscheidung, die Jenas Sportdirektor Tobias Werner wie folgt kommentierte: „Unser Blick muss nach vorn und damit über das Saisonende hinaus gerichtet sein. Aus diesem Grund nehmen wir jetzt erste personelle Veränderungen vor. Es handelt sich hierbei um eine rein sportliche, nach vorn gerichtete Entscheidung. Spieler, mit denen wir über das Saisonende hinaus nicht planen bzw. nicht planen können, werden stattdessen durch junge Talente aus dem eigenen Nachwuchs ersetzt. Sie sollen die Chance erhalten, sich zu zeigen.“

Man darf also gespannt sein, wer der jungen Spieler, die nach zwei erforderlichen negativen Corona-Testungen seit Donnerstag mit der Mannschaft trainieren, bereits am Sonntag auf sich aufmerksam machen darf. 

Bislang gab es insgesamt zwölf Pflichtspiele zwischen beiden Clubs in den unterschiedlichsten Wettbewerben (6 x 2. Bundesliga, 3 x 3. Liga, 1 x DFB-Pokal, 2 x UEFA-Cup). Die Bilanz aus Sicht des FCC lautet ein Sieg, vier Unentschieden und sieben Niederlagen. Das Hinspiel am 26. Oktober 2019 in Düsseldorf konnte der KFC mit 2:0 gewinnen. Tom Boere brachte die Uerdinger in der 21. Minute in Führung und Jan Kirchhoff sorgte mit seinem Kopfballtreffer zum 2:0 in der 50. Minute für die Entscheidung. Das letzte Gastspiel des KFC am 23. März 2019 in Jena endete torlos 0:0.

 

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