FCC geht auch beim KFC Uerdingen leer aus

26.10.2019

Mit 0:2 musste sich der FC Carl Zeiss Jena in Düsseldorf gegen den KFC Uerdingen geschlagen geben und bleibt damit auch nach dem 13. Saisonspiel weiter ohne Sieg.

Mehr als 1.000 Zeiss-Fans unter den 3.300 Zuschauern im riesigen Düsseldorfer Stadion machten die Partie zu einem Heimspiel, doch an der unter dem Strich absolut verdienten Niederlage der Zeiss-Elf sollte auch dies leider nichts ändern.

Beide Mannschaften begannen eher verhalten und abwartend. Ernsthafte Möglichkeiten blieben auf beiden Seiten zunächst aus. Es genügte eine Einzelaktion, die Uerdinger auf die Siegerstraße zu bringen. Der quirlige Außenbahnspieler Evina tankte sich gleichermaßen willensstark und technisch versiert gegen Jenas Bock, Maranda und Rohr durch, spitzelte den Ball zu Uerdingens Boere, der ohne Probleme zum 1:0 für den KFC einschoss (22.). So wenig sich das Tor durch vorhergehende Chancen angedeutet hatte, so verdient war dennoch die Führung der Krefelder, die den Ball gut in ihren Reihen hielten und gegen eine Jenaer Mannschaft, die oftmals viel zu weit vom Gegenspieler weg war und gar nicht erst in die Zweikämpfe kam, defensiv nichts anbrennen ließen. Es dauerte 40 Minuten, bis Anton Donkor zum ersten Jenaer Abschluss kam, der jedoch deutlich den Kasten verfehlte. Jena wirkte – anders als gegen Würzburg – viel zu brav. FCC-Trainer sollte nach Spielende die erste Halbzeit mit deutlichen Worten beschreiben. „Das war ein Rückfall in alte Zeiten. Das war kein Männerfußball.“

Was auch immer Rico Schmitt seiner Mannschaft mit auf den Weg für die zweiten 45 Minuten gegeben haben mag: nach fünf Minuten war es bereits über den Haufen geworfen. Wieder gelang es Jena nicht, einen Standard zu verteidigen. Einen von halblinks in den Jenaer Strafraum geschlagenen Freistoß verwertete der aufgerückte Innenverteidiger Kirchhoff per Kopf zum 2:0 für die Gastgeber (50.). Uerdingen tat nur noch das Nötigste und verwaltete mehr oder weniger die Führung. Dabei boten sich dem FCC, für den zwischenzeitlich Pagliuca, Skenderovic und Schorr ins Spiel gekommen waren, durchaus Räume, doch fehlte es entweder an der Idee oder der nötigen Zielstrebigkeit. Nach gut einer Stunde hatte der FCC durch Pagliuca seine beste Chance. Obermair, der sicher zu den Lichtblicken gehörte, setzte sich bis zur Grundlinie durch, legte zurück auf Pagliuca, der aus der Drehung abschloss. Doch der weitestgehend arbeitslose Königshofer im Tor des KFC war auf dem Posten (63.). Jena mühte sich, doch blieb harmlos. Jo Coppens war es letztlich zu verdanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Das wäre zwar des Guten zu viel gewesen, was aber nichts daran änderte, dass der KFC in Düsseldorf den Platz verdient als Sieger verließ.

FCC-Trainer Rico Schmitt: "Ein großer Dank geht an die über 1.000 Fans aus Jena, die das Spiel zu einem Heimspiel gemacht haben. Das wollten wir mitnehmen, für uns nutzen. So hatten wir es uns jedenfalls vorgenommen. Bis zum Tor haben sich beide Mannschaften neutralisiert. Uns hat der Zug gefehlt, wir hatten nur einen Abschluss. Noch ärgerlicher ist, dass wir aus unabgestimmtem Abwehrverhalten ein Gegentor kriegen. Wenn man etwas Positives mitnehmen möchte, dann allenfalls dass wir zumindest versucht haben, dem Spiel nochmal eine Wendung zu geben. Letztlich haben wir verdient verloren. In der ersten Halbzeit war es wie ein Rückfall in alte Zeiten. Wir waren zu weit weg von den Gegnern, haben keine Zweikämpfe geführt. Das war kein Männerfußball."

Spielstatistik

Tore:

1:0 Boere (21.)
2:0 Kirchhoff (50.)

Mannschaftsaufstellungen:

Uerdingen: Königshofer - Bittroff, Kirchhoff, Lukimya, Dorda (67. Guenouche, 72. Barry) - Kinsombi, Matuschyk, Konrad, Rodriguez - Boere, Evina (79. Pflücke)

FC Carl Zeiss Jena: Coppens - Bock, Maranda, Volkmer, Hammann - Käuper, Rohr (57. Schorr), Eckardt (65. Skenderovic) - Donkor (57. Pagliuca), Gabriele, Obermair

 

 

 

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