Kantersieg: FCC holt Auswärtsdreier in Berlin

25.09.2026

Mit 5:1 (2:1) gewinnt die Zeiss-Elf beim SV Tasmania Berlin und holt sich verdient drei Punkte.

Es war das dritte Aufeinandertreffen der beiden Vereine und das erste Mal, dass man sich auf dem satten und bestens bespielbaren Grün des charmanten Neuköllner Werner-Seelenbinder-Sportparks gegenüberstand. FCC-Trainer Marco Grote musste neben den bekannten Langzeitverletzten Maxim Hessel und Elias Löder auch auf Sören Reddemann (erkrankt), Timon Burmeister (Rückenprobleme) und Emiklio Munser verzichten, der zur DFB-U19-Nationalmannschaft ins spanische Alicante nachgereist ist, wo er bis einschließlich 4. Oktober weilen wird. Jenas Trainer ließ gegen den Ball mit einer Fünferkette (Talabidi, Aigner, Hehne, Boog, Butzen) agieren, vor der Jannes Werner und Moritz Fritz die Doppelsechs bildeten. Die Offensivreihe mit Kevin Lankford, Elias Löder und Luca Wollschläger komplettierte die Zeiss-Elf. 

Der Tabellenvorletzte - bislang ohne Heimsieg - begann couragiert gegen eine Jenaer Mannschaft, die zunächst vor allem um Stabilität in der Defensive bemüht war. Entsprechend ereignisarm verlief die Anfangsviertelstunde, die ohne einen einzigen Torschuss auskam, bis auf einen Versuch der Tasmanen nach einem Drehschuss aus etwa acht Metern Torentfernung, der jedoch deutlich im Toraus landete (14.). Vom FCC war offensiv noch nichts zu sehen - bis zur 17. Spielminute, als Luca Wollschläger von Elias Löder im Strafraum Tasmanias in Szene gesetzt und dieser gefoult wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst zum 1:0 für die Zeiss-Elf (18.) - gleichbedeutend mit der zehnten Jenaer Führung im elften Saisonspiel. Die Gastgeber mühten sich weiter, offensiv Akzente zu setzen, während der FCC eher auf die Umschaltmomente lauerte. In der 25. Spielminute blockte die vielbeinige Jenaer Abwehr nach einem guten Ball in den Rückraum einen Schussversuch Tasmanias. Kurz darauf nutzte Elias Löder einen Umschaltmoment, als er aus etwa 20 Metern den Ball flach ins Eck zum 2:0 unterbrachte. Doch Tasmania blieb mutig und kam nach einer Flanke von der linken Seite, die der FCC nicht unterbinden konnte, durch einen Kopfball Yajimas, der am zweiten Pfosten am höchsten stieg, zum Anschlusstreffer (28.). Tasmania war  beflügelt und den FCC bei dessen Aufbauspiel früh störte. In der 36. Spielminute hatte der FCC etwas Glück, als nach einem kleinen Rempler im eigenen Strafraum sowie ein direkt darauffolgender Ballkontakt Malik Talabidis mit dessen rechten Arm ohne Konsequenzen blieb. Die Gastgeber blieben die bessere und aktivere Mannschaft und war dem Ausgleich deutlich näher als der FCC dem dritten Tor, das kurz vor dem Halbzeitpfiff durch den bis in den gegnerischen Strafraum durchgelaufenen Jannes Werner doch noch fast gefallen wäre, was jedoch die Fußspitze von Tasmania-Torwart Höftmann verhinderte. So blieb es zur Pause bei der knappen 2:1-Führung der Zeiss-Elf. 

Beide Teams kamen personell unverändert aus den Kabinen. Der FCC war nun aktiver und attackierte die Hausherren deutlich höher. Chancen jedoch blieben zunächst auf beiden seiten aus. Nach einem Freistoß Lankfords aus dem rechten Halbfeld war Fritz mit dem Kopf zur Stelle. Doch der Ball ging am langen Pfosten vorbei (56.). Kurz darauf war es mit einem Freistoß aus gut 25 Metern ein ruhender Ball, der für Torgefahr sorgte. Doch das Spielgerät zischte über das Jenaer Tor (60.). In der 69. Spielminute wechselte FCC-Trainer Marco Grote dreimal - für den nach einem rüden Foul verletzt vom Platz müssenden Miguel Boog kam Marcel Hoppe in die Partie. Tristan Teuber und Manasse Eshele ersetzten Kevin Lankford und Luca Wollschläger. In der 75. Spielminute war es dann Eshele, der im Strafraum vom herauslaufenden Keeper gelegt wurde. Moritz Fritz übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 3:1 für die Zeiss-Elf. Tristan Teuber sorgte fünf Minuten später nach einem Sololauf auf den Kasten der Tasmanen für klare Verhältnisse (80.). Schlussmann Till Härting entschärfte kurz vor Spielschluss noch einen Freistoßknaller von Grigoriadis. Den Schlusspunkt setzte Manasse Eshele in der Schlussminute, als er aus Nahdistanz den schönsten Angriff des Spiels erfolgreich zum 5:1 abschloss. Somit verdiente sich der FCC mit einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt, in dem die Zeiss-Elf auch defensiv nichts zuließ, einen am Ende ungefährdeten Sieg beim SV Tasmania Berlin, der weiter auf seinen ersten Heimsieg warten muss, während unser FCC nach zuletzt zwei Niederlagen wieder ein Erfolgserlebnis feiern kann.

Spielstatistik

Mannschaftsaufstellungen:

FCC: Härting - Talabidi, Hehne, Boog (69. Hoppe), Aigner, Butzen (86. Kratzenberg) - Werner, Fritz - Lankford (69. Teuber), Wollschläger (69. Eshele), Löder

SVT: Höftmann - Labbouz, Yajima, Cruz, Mensah (71. Yayla), Collins (C), Baca, Rehder, Wostrikow, Janes, Numic (71. Beyazit)

Tore:
0:1 Wollschläger (18./FE)
0:2 Löder (26.)
1:2 Yajima (28.)
1:3 Fritz (75.)
1:4 Teuber (80.)
1:5 Eshele (90.)

 

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