4.999 Zuschauer im wie immer ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark vor Ort - darunter 700 Jenaer Schlachtenbummler - um unter Flutlicht das Duell der bis dato punktlosen BSG Chemie Leipzig gegen unseren FC Carl Zeiss Jena zu erleben. FCC-Trainer Volkan Uluc nahm gegenüber dem 4:0 gegen Zehlendorf in der Vorwoche nur eine Änderung in der Startelf vor. Kevin Lankford rückte für Marcel Hoppe zurück in die Startformation, die damit wieder durch die gleichen Spieler gebildet wurde wie schon in den ersten vier Liga-Spielen der Saison.
Die erste zaghafte Torannäherung hatte unser FCC nach einer ersten Ecke durch am zweiten Pfosten lauernden Sören Reddemann, der den Ball jedoch nicht perfekt traf (5.). Und auch der nächste Jenaer Eckball sollte für Gefahr sorgen. Kevin Lankford brachte den Standard vo der rechten seite in den grün-weißeb Strafraum, wo Moritz Fritz per Kopf zur Stelle war und den Ball aus etwas zehn Metern an die Lattenunterkante wuchtete, von wo der Ball knapp vor die Torlinie zurücksprang (9.). Jena gehörte klar die Anfangsphase, während von der Heimmannschaft offensiv fast nichts zu sehen war. Wenn es gefährlich wurde dann durch den FCC. So auch nach gut einer Viertelstunde, als Manassé Eshele auf die Reise geschickt wurde, der per Hacke auf den mitgelaufenen Kevin Lankford ablegte. Doch dieser wurde im Strafraum im letzten Augenblick am Torabschluss aus aussichtsreicher Position gehindert (17.). Es dauerte, bis erstmals die BSG auf das Jenaer Tor schoss. In der 20. Spielminute fasste sich Ratifo ein Herz und zog aus gut 25 Metern ab - keine Gefahr für Marius Liesegang im Jenaer Kasten. Kurz darauf dann fast das 1:0 für den FCC. Doch Alexander Prokopenkos Heber - nach Pass von Maxim Hessel - über den bereits geschlagenen Horenburg im Leipziger Kasten klatschte an den Pfosten (21.). Jenas Führung war überfällig und längst hochverdient. Doch Chemie hielt mit Glück die Null. Auch in der 32. Minute, als sich für Kevin Lankford - aus allerdings sehr spitzem Winkel - die Chance bot. Doch sein Abschluss im Strafraum strich recht deutlich am langen Pfosten vorbei. Nach etwa 35 Minuten dann die beste Möglichkeit der bis dato erschreckend schwachen Gastgeber: Nach einem Freistoß von der linken Seite, der durch unseren Fünfmeterraum strich, verpassten Freund und Feind - zum Glück für unseren FCC. Ein Tor der BSG hätte den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Unmittelbar darauf wieder unser FCC, der dieses Mal nach Vorarbeit von Manassé Eshele durch Mannschaftskapitän Nils Butzen eine weitere Großchance ungenutzt ließ (38.). Es schien wie verhext - trotz drückemder Überlegenheit wollte das so überfällige Jenaer Tor einfach nicht fallen. So ging es trotz einer Vielzahl - teils hochkarätiger - Chancen für die Zeiss-Elf torlos in die Halbzeitpause.
Aus dieser kamen beide Teams personell unverändert. Doch was sich änderte, war die Chancenverwertung: Mit der ersten sich bietenden Gelegenheit des zweiten Durchgangs ging der FCC in Führung. Kevin Lankford nahm einen von Sören Reddemann in die Tiefe gespielten Ball auf und spitzelte diesen am aus dem Kasten stürmenden Horenburg vorbei ins Tor. 1:0 für unseren FCC - längst überfällig und hochverdient (52.). Nach gut einer Stunde Spielzeit dann ein Angriff wie aus dem Lehrbuch: Kevin Lankford spielte mit Manassé Eshele, der den Ball mit der Hacke auf Patrick Weihrauch weiterleitete. Und der ließ sich nicht zwei Mal bitten und vollendete ins kurze Ecke zum 2:0 für die Zeiss-Elf (68.). Chemie hatte nun nichts mehr zu verlieren, wurde etwas mutiger und kam in der 74. Spielminute zur besten Möglichkeit, als ein Chemiker zentral abzog, was Jena gerade noch zur Ecke klären konnte (74.). Der FCC hatte in der Folge durchaus noch weitere gute Möglichkeiten, doch letztlich blieb es beim 2:0 der Zeiss-Elf im Leutzscher Holz.
Der FCC nimmt damit nach einer sehr einseitigen Partie, die der FCC im Grunde 90 Minuten lang dominierte, hochverdient drei Punkte mit zurück ins Paradies. Für uns geht es dann am Samstag weiter. Dann trifft unser FCC im Thüringenpokal auf den 1. FC Greiz (14.30 Uhr).
Spielstatistik
Mannschaftsaufstellung:
FCC: Liesegang - Talabidi, Hessel, Reddemann, Butzen (C) - Schau, Fritz - Prokopenko (80. Burmeister), Weihrauch (80. Hoppe), Lankford - Eshele
BSG: Horenburg - Enke, Mäder (C), Seidel, Friedrich, Aliji (76. Hoffmann), Griebsch, Wendt, Sanin (59. Bunge), Nadjombe (76. Lisinski), Ratifo
Tore:
0:1 Lankford (52.)
0:2 Weihrauch (68.)
Zuschauer:
4.999 (darunter 700 FCC-Fans)