FCC unterliegt im Test ZFC Meuselwitz

04.08.2020

Mit 0:2 (0:1) hatte der FCC in einem kurzfristig vereinbarten Vorbereitungsspiel gegen den Zipsendorfer Regionalligakonkurrenten das Nachsehen.

Es war auf Platz 3 des Ernst-Abbe-Sportfelds der erwartete Härtetest für den FCC gegen einen fast schon traditionell physisch starken ZFC - einer gestandenen Regionalligamannschaft, die zudem schon die eine oder andere Woche mehr in den Vorbereitungsbeinen hat. Das war dem Spiel, in das der FCC zunächst nicht richtig reinfand, in den ersten Minuten auch anzumerken. Meuselwitz war griffig, ging aggressiv zu Werke und war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft gegen einen FC Carl Zeiss Jena, dem im Spiel die nötige Tiefe und dadurch Durchschlagskraft fehlte. Theo Bergmann, der kurz vor Anpfiff als Offensiv-Neuzugang vermeldet wurde, konnte daran nichts ändern - er schaute sich das Spiel von der Traverse aus an und wird dann ab dem Mittwoch ins Mannschaftstraining beim FCC einsteigen. Darüber hinaus fehlten neben Eric Voufack (Knöchelverletzung) die angeschlagenen Vasileios Dedidis, Pasqual Verkamp und Kevin Wolf, die sich allesamt mit muskulären Blessuren herumschlagen. Gute Signale für Samstag, wenn es dann im ersten Pflichtspiel der Saison bei Wacker Nordhausen um den Einzug ins Pokalfinale geht, gibt es bei Kevin Wolf und Vasileios Dedidis, die möglicherwiese bis dahin zurückkehren könnten. Erleichterung auch in Sachen Justin Schau, der nach überstandener Zehverletzung von Beginn an gegen den ZFC auf dem Platz stand - dort auf der für ihn ungewohnten Rechtsverteidigerposition. Er sollte im 4-1-4-1, in dem Dirk Kunert spielen ließ, alle Füße voll zu tun bekommen, konnte jedoch an der Führung der Gäste aus Meuselwitz nichts ändern. Kadric stezte sich auf der linken Seite energisch durch und bediente den im Zentrum mitgelaufenen Güler, der aus Nahdistanz keine Mühe gegen den chancenlosen Lukas Sedlak im Jenaer Kasten hatte (14.). Matti Langer dann per kopf mit der ersten Chance für Jena nach einem Lange-Eckball. Doch das Spielgerät flog knapp über das Gebälk (22.). Der emsige Lucas Stauffer, Neuzugang aus den USA (zuletzt für Wacker Nordhausen am Ball), der im Mittelfeld auf der rechten Außenbahn spielte, dann mit einer weiteren Gelegenheit für die Zeiss-Elf. Doch sein Schuss aus der Distanz wurde vom neuen ZFC-Keeper Guderitz (zuletzt Lok Leipzig) entschärft (24.). Jena nun mit seiner besten Phase - doch René Eckardt, der das Team als Kapitän aufs Feld führte, traf nur den Pfosten (34.). Kurz darauf war es Bock, der einen an Eckardt verursachten Freistoß aus etwa 18 Metern Torentfernung nur knapp am Kasten vorbeisetzte (35.). Danach war es wieder der ZFC, der die offensiven Akzente setzte, doch selbst beste Möglichkeiten durch Güler (35.), Mauer (39.) und Moritz (41.) nicht zu nutzen wusste.

In der zweiten Halbzeit, die beide Trainer nutzten, um kräftig durchzuwechseln, verflachte das Spiel im Vergleich zu den intensiven ersten 45 Minuten. In Hälfte zwei kamen auf Jenaer Seite vor allem die Anschlusskader aus der U21 sowie mit Viktor Zivina und Giuliano Hill zwei Testspieler für das Jenaer Oberligateam zum Einsatz. Chancen blieben im zweiten Durchgang Mangelware. Eine der wenigen Möglichkeiten nutzte der ZFC durch den ins Spiel geklommene Dennis Blaser, als dieser aus spitzem Winkel den Ball noch mit der Fußspitze erreichte und unhaltbar für Flemming Niemann im Jenaer Tor zum 2:0 unterbrachte (84.). Bei diesem Resultat sollte es auch nach 90 Minuten bleiben.    

FCC-Trainer Dirk Kunert zum Spiel: "Ich bin nicht zufrieden, weil ich nicht gern verliere. Aber ich kann die Situation schon gut einschätzen. Wir sind erst seit zwei Wochen im Training, unser Kader ist noch nicht komplett beisammen, und wir haben heute ein paar angeschlagene bzw. verletzte Spieler ersetzen müssen. Da ist es normal, dass da noch nicht alles rund laufen kann. Mir ist jedenfalls nicht bange und sehe, was die Mannschaft im Training leistet. Dennoch wissen wir, dass natürlich noch einiges zu tun bleibt."            

Statistik

0:1 Güler (14.)
0:2 Blaser (84.)

Mannschaftsaufstellungen

Jena: Sedlak (46. Niemann) - Lange (60. Jasiqi), Grösch, Müller (46. Leipelt), Schau (75. Heublein) - Langer (60. Amesse) - Fiedler (46. Düzel), Eckardt (60. Zivina), Rohr (60. Hill), Stauffer - Bock (60. Jobst)

Meuselwitz: Guderitz - Moritz, Ernst, Bürger, Trübenbach, Raithel, Kadric, Becker (C), Güler, Mauer, Andreasson  

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