FCC zieht in Landespokalviertelfinale ein

13.10.2019

Der FC Carl Zeiss Jena wurde im Achtelfinalspiel des Köstritzer Thüringenpokals seiner Favoritenrolle gerecht und siegte beim SV Grün-Weiß Siemerode mit 3:1 (2:0).

Knapp 700 Zuschauer, darunter etwa 250 Zeiss-Fans, drängten sich um das enge Spielfeld des Siemeroder Sportplatzes "Hohes Kreuz" und sahen dabei eine Partie, in der der gastgebende Landesklassist aufopferungsvoll fightete, das Ergebnis knapp hielt, aber im Grunde den favorisierten Kontrahenten aus der Saalestadt nie ernsthaft in die Bredouille bringen konnte.

Der FCC, der in einem 4-3-3 agierte und von Jo Coppens als Kapitän aufs Feld geführt wurde, begann wach und erspielte sich erste Möglichkeiten, ließ es jedoch entweder an der nötigen Abstimmung untereinander (Donkor und Eckard mit gemeinsamer Großchance) oder dem einen oder anderen Zentimeter fehlen (Donkor mit Lattenschuss). Nach einer guten Viertelstunde dann die verdiente Führung für die Zeiss-Elf. Nach einem Zuspiel Raphael Obermairs von der rechten Seite  traf Dominik Bock per Volleyschuss zum 1:0 (21.). Danach dauerte es trotz Jenaer Überlegenheit bis fast zum Halbzeitpfiff, dass der FCC endlich auf 2:0 stellte. Wieder war es Dominik Bock, der einen Fehler des gerade eingewechselten Christian Apel zu einem Solo nutzte, das er mit dem 2:0 für seinen FC Carl Zeiss Jena vollendete (45.).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit schlugen dann die Hausherren zurück. Schiedrichter Rauschenberg entschied in einer für die meisten Zuschauer eher undurchsichtigen Strafraumsituation auf Elfmeter für Siemerode, nachdem er offenbar ein Foulspiel an Eric Wiedenbruch gesehen hatte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Siemerodes Kevin Taubert eiskalt (52.). Der unvermittelte Anschlusstreffer der Hausherren mobilisierte das Heimteam und weckte die eigenen Zuschauer auf, während sich der FCC etwas schütteln und mit der nun aufkommenden Hektik im Spiel umgehen musste. Nach einer knappen Viertelstunde hatte sich der FCC aber wieder gefangen und  drängte auf das entscheidende 3:1. Aber Grün-Weiß-Schlussmann Christoph Tauber hielt mit zwei Glanzparaden sein Team im Spiel (74.), das alles reinwarf, um für die Überraschung zu sorgen. Für die späte Entscheidung sorgte dann der eingewechselte Ole Käuper, der nach Doppelpass mit Geburtstagskind Patrick Schorr zum 3:1 Endstand traf (88.). 

Am Ende fuhr der FCC einen zwar glanzlosen aber verdienten Sieg ein, nach dem die Zeiss-Elf nun im Viertelfinale des Köstritzer Thüringenpokals steht. 

FCC-Trainer Rico Schmitt: "Wir wussten, dass uns hier eine aufopferungsvoll kämpfende Siemeroder Mannschaft erwartet. Wie das meine Mannschaft in der ersten Halbzeit angenommen hat, war sehr, sehr ordentlich. In der zweiten Halbzeit hat sich das nach dem Elfmeterpfiff etwas gedreht, weil dann auch zunehmend Hektik aufkam, von der wir uns etwas anstecken ließen. Aber dann haben wir das wieder angenommen, wobei das Kämpferische mehr im Mittelpunkt stand als das Fußballerische. Aber das kommt dann wieder im zweiten Schritt. Die Mannschaft hat sich den Sieg heute hier erarbeitet und auch verdient."

Statistik:

Tore

0:1 Bock (21.)
0:2 Bock (45.)
1:2 Taubert (52.)
1:3 Käuper (88.)

Mannschaftsaufstellungen

Siemerode: Tauber - Aschenbach, Lukac, Wiedenbruch, E. Kleineberg (78. Schreiber) - Hoffmann, Abdoul Aziz - Todericiu 49. Möhl), B. Kleineberg (39. Apel) - Menge, Taubert

Jena: Coppens - Bock, Grösch, Rohr, Fassnacht (81. Schorr) - Hammann (62. Käuper) - Eckardt, Schau - Obermair (68. Jahn), Pagliuca, Donkor

Zuschauer: 696

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