Jena unterliegt Viktoria knapp mit 2:3

20.06.2020

Und wieder stand der FCC nach über weite Strecken ordentlichen 90 Minuten in einem Spiel auf Augenhöhe mit leeren Händen da.

Dabei war im Spiel gegen den FC Viktoria Köln deutlich mehr drin als das knappe Endergebnis von 2:3 - eine bittere Erkenntnis, die die Jenaer Mannschaft nahezu durch die komplette Saison begleitet.  So musste die Klingbeil-Elf nach über weite Strecken couragiertem Auftritt wiederholt das anerkennende Lob des siegreichen Gegners über sich ergehen lassen.

Teamchef René Klingbeil musste seine Mannschaft gleich auf fünf Positionen umbauen und dabei auch die Innenverteidigung mit Rohr und Grösch neu besetzen, nachdem Sulu wegen einer Gelbsperre und der angeschlagene Hammann fehlten. Für Jo Coppens, der den FCC verlassen und sich einer neuen Herausforderung stellen wird, stand Flemming Niemann im Jenaer Kasten. Dieser musste, nachdem kurz zuvor Bunjaku eine Großchance ausließ, bereits nach sechs Spielminuten hinter sich greifen, als Kölns Wunderlich einen Freistoß von halbrechts unhaltbar um die Mauer ins Jenaer Netz zirkelte. Doch Jena blieb griffig und belohnte sich nach einer Balleroberung Obermairs, der die Kugel auf Mickels weiterleitete, der dann auf Gabriele spielte, mit dem Ausgleich zum 1:1. Gabriele brachte den Ball aus spitzem Winkel mit überlegtem Lupfer im Gäste-Tor unter (16.). In der 24. Spielminute hätte Schiedsrichter Pfeifer auf den Elfmeterpunkt zeigen müssen, als Jenas heutiger Kapitän René Eckardt von Bunjaku auf die schlappen bekam - doch der Pfiff blieb aus. Jena wurde stärker, während sich Viktoria mehr und mehr zurückzog und das Spielen weitestgehend einstellte.

In der zwetien Halbzeit neutralisierten sich beide Teams weitestgehend, doch dann schlug Viktoria mit Wunderlich aus dem Nichts zu, als dieser eine Hereingabe in den Rückraum aus etwa zehn Metern mit der Innenseite platziert im Jenaer Gehäuse zur 2:1 Führung der Gäste unterbrachte (66.). Doch Jena kam nochmals zurück. Gabriele verwandelte einen von Kyere an Kübler verursachten Foulelfmeter sicher zum 2:2 (70.). Dann genügte eine Unachtsamkeit nach einem Standard, die Jena wieder auf die Verliererstraße brachte: Wunderlich glänzte dieses Mal als Vorbereiter, als dessen Eckball vom eingewechselten Klefleisch per Kopf ins Jenaer Tor gewuchtet wurde (76.). Bei diesem Ergebnis blieb es auch nach 90 Minuten.

René Klingbeil: "Es ist sehr brutal, dass wir am Ende mit leeren Händen dastehen. Ich glaube, wir haben nach vorne agiert, haben sehr mutig gespielt, haben hoch gepresst und uns überhaupt nicht versteckt. Wir sind zweimal zurückgekommen - dass es am Ende dann nicht reicht, ist schon sehr hart für die Jungs. Dennoch: Wenn du gerade als junger Spieler durch so eine Phase durchgehst, kann dich nichts mehr schocken. Die Jungs sollten das wirklich als Lernprozess mitnehmen."

Pavel Dotchev (Köln): "Mir war verdammt klar, wie schwer dieses Spiel wird. Die Jenaer spielen mit einer sehr guten Einstellung, verlangen einem alles ab. Nach unserem 1:0 haben meine Jungs gedacht, das läuft alles und waren nicht mehr aktiv. Jena hat nach dem 1:1 wieder angefangen, an sich zu glauben. In der zweiten Halbzeit war es ein offener Schlagabtausch. Ein Unentschieden wäre ein gerechtes Ergebnis gewesen."
 

Spielstatistik:

Tore

0:1 Wunderlich (6.)
1:1 Gabriele (16.)
1:2 Wunderlich (66.)
2:2 Gabriele (70./FE)
2:3 Klefisch (76.)
 

Mannschaftsaufstellungen

Jena: Niemann - Obermair, Grösch, Rohr, Fassnacht - Schau (73. Stanese), Kübler - Kircher (82. Voufack), Eckardt (60. Donkor), Gabriele - Mickels (73. Zejnullahu)

Viktoria Köln: Mesenhöler - Koromkiewicz, Lanius (46. Kyere), Hajrovic (46. Dietz), Carls - Dej, Saghiri (71. Klefisch) - Holzweiler, Wunderlich (84. Kreyer), Lewerenz (46. Handle) - Bunjaku

 

 

 

Exklusiv Partner