Nach Drittligaspiel gegen Rostock: FCC kündigt Maßnahmen an

09.11.2018

Nach den Geschehnissen während der Drittligapartie unseres FC Carl Zeiss Jena gegen den F.C. Hansa Rostock, bei denen es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans beider Clubs kam, wurden die letzten Tage genutzt, um sich im Verein intensiv mit diesen Ereignissen auseinanderzusetzen. Hierzu wurden mit internen wie auch externen Dienstleistern viele Gespräche geführt und nach Lösungen für die Zukunft gesucht.

Dem vorangestellt will der FC Carl Zeiss Jena nochmals diese klare Botschaft senden:

So sehr Emotionen und auch Rivalitäten zum Fußball gehören – Rassismus, Ausgrenzung jeder Art und Gewalt werden vom FCC nicht toleriert. FCC-Geschäftsführer Chris Förster: „Das, was im Spiel gegen den F.C. Hansa Rostock speziell auf und vor unserer Haupttribüne passiert ist, darf und wird nicht ohne Reaktion von Seiten des Clubs bleiben. Dazu zählt insbesondere das körperliche Attackieren von Gästefans auf der Haupttribüne, aber auch das Bewerfen des Schiedsrichterkollektivs.“

Der FC Carl Zeiss Jena kündigt daher nachfolgende Maßnahmen an:

Auf überführte Täter, denen der FC Carl Zeiss Jena im Stadion Gewalt, Rassismus oder das Verwenden illegaler Pyrotechnik nachweisen kann, wird der Verein zukünftig gegen ihn ausgesprochene DFB-Geldstrafen umlegen und Sanktionen bis hin zu Hausverboten aussprechen. Diesbezügliche Ermittlungen unter Zurhilfenahme der im Stadion installierten Videoüberwachung laufen derzeit.

Da die momentane bauliche Situation des Ernst-Abbe-Sportfelds mit der wohl in Deutschland ziemlich einmaligen Lage des Gästeblocks zwischen den Jenaer Fanblöcken N und A ein zusätzliches, nicht unerhebliches infrastrukturelles Risiko in sich birgt, wird der Club im Sinne der Fantrennung im Stadion folgende Maßnahmen ergreifen:

  1. Aufgrund der infrastrukturellen Gegebenheiten des Ernst-Abbe-Sportfelds wird der FC Carl Zeiss Jena bei Risikospielen den Fans der Gastvereine keine Sitzplatzkontingente mehr zur Verfügung stellen.
  2. Bei allen anderen Heimspielen des FC Carl Zeiss Jena wird der Verein den Gästefans ein Kontingent an Sitzplätzen ausschließlich im Block E zur Verfügung stellen.
  3. Bei Risikospielen wird im Block E eine gewisse Anzahl an nicht in den Verkauf gehenden Sitzplätzen als „Puffer“ vorgehalten. Sollten sich trotz aller Maßnahmen Fans des Gastvereins in den Jenaer Zuschauerbereichen aufhalten, werden die freigehaltenen Plätze im Block E genutzt, um die Gästefans dort unterzubringen. Eine ausreichende räumliche Trennung zu den ebenfalls im Block E befindlichen Inhabern eines Familientickets wird hierbei sichergestellt.
  4. Spätestens mit Beginn der Rückrunde werden die Blöcke N, A und B der Heimfans sowie der Bereich im Block E für Gästefans sowohl im Stadion als auch im Onlineticketshop klar als Fanbereiche gekennzeichnet sein, so dass ein versehentlicher Tickteterwerb für einen Fanblock des jeweils anderen Clubs ausgeschlossen werden kann.
     
    Der FC Carl Zeiss Jena ist entschlossen, mit vorgenannten Maßnahmen ein deutliches Zeichen zu setzen und alles in seinen Möglichkeiten stehende zu tun, Vorfälle wie die gegen den F.C. Hansa Rostock zukünftig zu vermeiden.

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