Marco Grote schickte eine Startelf auf den Rasen, die zumindest defensiv altbekannt wirkte: Vor Marius Liesegang agierte die Stammviererkette der letzten Saison. Moritz Fritz auf der Sechser-Position wurde begleitet vom kreativ-spielgestaltenden Ajvazi sowie Burmeister und Munser auf den Flügeln. Luca Wollschläger bekleidete die Neun, während Elias Löder nur selten fassbar zwischen den Linien variierte. Und als nach 11 Spielminuten der Ball im Netz zappelte, Munser und Löder ein Missverständnis im Berliner Spielaufbau bestraften, war es, als wäre unsere Nummer 18 nie weg gewesen.
Den Berlinern merkte man an, dass sie noch ganz am Anfang ihrer Saisonvorbereitung stehen, erst am 23. August ihr erstes Pflichtspiel der neuen Saison bestreiten werden und mit einer Mischung aus Erst- und Zweitkadern angetreten waren. Der FCC blieb über die gesamte erste Hälfte die bessere Mannschaft und hätte gar höher führen können. Brannte es hinten einmal, erwies sich Liesegang als der gewohnte Rückhalt.
Mit dem Seitenwechsel tauschte FCU-Trainer Mauro Lustinelli seine gesamte Elf aus und so änderte sich auch das Bild der Partie. Die Köpenicker waren nun deutlich präsenter und drückten auf den Ausgleich. Erst nach der zweiten Trinkpause hatte sich unsere – inzwischen personell ebenfalls peu a peu verändernde Mannschaft – besser eingestellt und überließ den Gästen viel brotlosen Ballbesitz. Nach einem Angriff über die linke Seite konnte Kevin Lankford gar das 2:0 nachlegen, als er nur halbherzig angegriffen wurde und sich den Ball seelenruhig auf den rechten Fuß legen konnte.
Bis dahin war es ein wunderschöner Tag mit einem tollen Rahmenprogramm für Kinder und Erwachsene rund um das Ernst-Abbe-Sportfeld und langen Schlangen vor dem Fanshop, wo sich Alt und Jung mit den neuen Trikots eindeckten. Bis eine unglückliche Verletzung Maxim Hessels, der nach einem Zweikampf mit Güther schmerzerfüllt liegenblieb und mit Trage vom Platz transportiert werden musste, die Stimmung kippen ließ. Wir wünschen Maxim alles Gute und hoffen auf eine milde Diagnose für unseren Büffel.
FC Carl Zeiss Jena: Liesegang (60. Härting) – Talabidi (84. Schoima), Reddemann, Hessel (90.+1 Krämer), Butzen (84. Kratzenberg) – Fritz (60. Hoppe), Ajvazi, Burmeister (71. Teuber), Munser (46. Lankford) – Löder (71. Walter), Wollschläger (46. Eshele)
Tore: 1:0 Löder (12.), 2:0 Lankford (83.)
Zuschauer: 7.015
Schiedsrichter: Johannes Drößler (Gotha)



