FCC schlägt Hoffenheim II mit 4:1 – Später Doppelschlag krönt starken Auftritt

13.09.2026

Unsere FCC-Frauen haben am 6. Spieltag der 2. Frauen-Bundesliga einen überzeugenden 4:1-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim II eingefahren. Über weite Strecken bestimmte der FCC das Geschehen, ließ dabei allerdings zunächst einige Möglichkeiten auf einen beruhigenderen Vorsprung liegen. Erst in der Schlussphase wurde es torreich – und Jena machte in der Nachspielzeit endgültig alles klar.

Jena von Beginn an druckvoll

Die Gastgeberinnen starteten engagiert und machten von der ersten Minute an Druck. Die Elf von Trainer Florian Kästner kam immer wieder zu Abschlüssen, auch wenn zunächst noch die ganz große Gefahr vor dem Hoffenheimer Tor fehlte. Ein Distanzschuss von Lisa Gora war einer der ersten nennenswerten Versuche, landete allerdings zentral in den Armen der Hoffenheimer Torhüterin.

In der 9. Minute setzte Hoffenheim erstmals zu einem Konter an. Kapitänin Annika Wohner unterband den Gegenangriff, sah dafür allerdings die erste Gelbe Karte der Partie. Nur wenige Minuten später griff die Schiedsrichterin erneut durch: Nelly Juckel wurde in der 13. Minute ebenfalls verwarnt.

In der 18. Minute durfte der FCC schließlich jubeln. Nach einer Ecke von Lisa Gora kam Valentina Koll am ersten Pfosten zum Abschluss und musste den Ball nur noch über die Linie drücken – 1:0 für Jena!

Der anschließende Jubel war besonders emotional. Die Jenaerinnen liefen gemeinsam zum Clubfotografen und hielten dort ein Trikot von Mia Knapp in die Höhe. Der Treffer war der verletzten Schweizer Innenverteidigerin gewidmet, die sich einen Kreuzbandriss am 5. Spieltag zugezogen hat.

Hoffenheim kam anschließend etwas besser in die Partie. In der 30. Minute wurde es erstmals richtig gefährlich: Die Gäste arbeiteten sich bis in den Jenaer Strafraum vor. Doch Jasmin Janning blieb ganz ruhig, wartete den richtigen Moment ab und schnappte der Hoffenheimer Angreiferin den Ball mit einer starken Aktion von den Füßen.

Jena blieb dennoch die spielbestimmende Mannschaft, setzte weiter Akzente nach vorne und erarbeitete sich mehrere Eckbälle. Der zweite Treffer wollte vor der Pause jedoch noch nicht fallen.

Kontrolle nach dem Seitenwechsel

Mit der knappen Führung ging es in die Kabinen. Auch nach dem Seitenwechsel kam Jena aggressiv und engagiert zurück, versuchte gleichzeitig aber, die Partie kontrolliert zu gestalten. Besonders in der Defensive zeigte sich der FCC geduldig, nahm immer wieder Tempo aus dem Spiel und ließ den Ball laufen. Auch Torhüterin Janning wurde von Hoffenheim kaum angelaufen und konnte sich immer wieder aktiv am Spielaufbau beteiligen. Nach vorne blieb Jena offensiv ausgerichtet und suchte konsequent den Weg zum zweiten Treffer – zunächst allerdings ohne Erfolg.

In der 55. Minute reagierte Florian Kästner und brachte mit Sarah Preuß und Lea Mauly frische Kräfte. Jena blieb dominant, kam zu weiteren guten Situationen und drängte auf das 2:0. In der 68. Minute musste Preuß dann allerdings verletzungsbedingt schon wieder vom Feld. Für sie kam Elira Terakaj in die Partie.

Terakaj sorgt für den Befreiungsschlag

Dann war es schließlich so weit. Bei den Eckbällen hatte der Jenaer Co-Trainer zuvor immer wieder lautstark „Mit Überzeugung!“ gefordert – und genau diese Überzeugung zeigte Terakaj.

Die Jenaerin dribbelte in den Strafraum, ließ gleich zwei Gegenspielerinnen stehen und zog aus relativ spitzem Winkel ab. Der Ball schlug im Hoffenheimer Tor ein: 2:0! (75. Minute)

Hoffenheim verkürzt – Jena antwortet doppelt

In der 82. Minute fiel völlig überraschend der Anschlusstreffer. Luisa Hörner wurde über die Außenbahn freigespielt, Hoffenheim kam in einer Überzahlsituation in den Jenaer Strafraum. Ein Querpass genügte, um die Angreiferin in Szene zu setzen. Sie musste den Ball nur noch ins leere Tor einschieben. Janning war dabei machtlos. Aus dem komfortablen 2:0 war plötzlich ein 2:1 geworden.

Doch der kurze Dämpfer brachte Jena nicht aus dem Tritt. Der FCC spielte weiter nach vorne und gab die Partie nicht mehr aus der Hand. Und dann ging es in der Nachspielzeit Schlag auf Schlag.

Zunächst war es Kapitänin Annika Wohner, die mit ihrem Treffer zum 3:1 für die Entscheidung sorgte. Doch damit nicht genug: Mit dem nächsten Angriff fasste sich Emily Reske ein Herz und zog aus rund 18 Metern ab. Der Ball flog in einer hohen, fast schwebenden Bogenlampe über die Hoffenheimer Torhüterin hinweg und landete zum 4:1 im oberen rechten Eck des Tores.

Ein Schlusspunkt wie gemalt

Was über weite Strecken der Partie an Toren gefehlt hatte, holte der FCC in der Nachspielzeit eindrucksvoll nach. Zwei Treffer innerhalb kürzester Zeit machten aus einer spannenden Schlussphase einen rundum gelungenen Jenaer Nachmittag.

Der FC Carl Zeiss Jena gewinnt mit 4:1 gegen die TSG Hoffenheim II und belohnt sich damit für eine über weite Strecken dominante und engagierte Vorstellung. Ein Spiel, das lange von Geduld und Kontrolle geprägt war – und am Ende doch mit einem kleinen Torfeuerwerk seinen passenden Schlusspunkt fand.

FCC schlägt Hoffenheim II mit 4:1 – Später Doppelschlag krönt starken Auftritt

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