Heimniederlage gegen die Eintracht

15.02.2026

Mit 1:4 (0:2) mussten sich die FCC-Frauen den Franfurterinnen geschlagen geben.

In der zweiten Partie dieser englischen Woche bekam es die Mannschaft von Trainer Florian Kästner an diesem frostigen Sonntagnachmittag mit der Frankfurter Eintracht zu tun. Die Frankfurterinnen, ebenfalls am vergangenen Mittwoch gefordert (Europa Cup, 4:0 vs. FC Nordsjaelland), kamen nach einer Serie von sieben Spielen ohne Niederlage mit breiter Brust an die Saale. Für unsere FCC-Frauen indes ging es darum, die durchaus deutliche, aber letztlich eben auch erwartbare Niederlage am Mittwoch gegen den FC Bayern München abzuschütteln.

FCC-Trainer Florian Kästner ließ gegen die Hessinnen mit dem Ball in einem 3-4-3 agieren, bei dem sich die beiden Außenspielerinnen Suya Haering und Josephine Bonsu gegen den Ball jeweils in die dann 5er-Kette mit Steffi Schmid, Toma Ihlenburg und Gwen Mummert einordneten. Emily Reske und Elena Mühlemann agierten vor der Abwehrreihe, während Rieke Tietz und Melina Reuter Jenas Doppelspitze bildeten und Isabelle Jaron zentral dahinter spielte. 

Der FCC begann mutig und hatte mit einem Versuch von Melina Reuter die erste Möglichkeit des Spiels (2.), doch Altenburg im Eintracht-Kasten hatte mit dem Distanzschuss keine Mühe. Kurz darauf die erste Ecke der Gäste aus der Mainmetropole: Die Ecke flog von der rechten Seite in den Jenaer Fünfer, wo der Ball Frankfurts Anyomi deutlich sichtbar an den Arm sprang und von dort zu Reuteler, die aus Nahdistanz keine Mühe hatte und zum frühen 1:0 für die Eintracht vollendete (4.). An sich hätte dieser Treffer einer Prüfung des "Kellers" wohl kaum standgehalten, aber den VAR gibt es eben in der Frauen-Bundesliga nicht. In diesem Falle: Leider! Der FCC brauchte etwa zehn Minuten, um sich zu schütteln und auch wieder für offensive Akzente zu sorgen. Aber Chancen blieben auf beiden Seiten Mangelware - trotz Spielkontrolle durch die Frankfurterinnen. In der 25. Spielminute zog Rieke Tietz auf der linken Seite in den Strafraum. Und nach einem Kontakt mit Frankfurts Gräwe kam sie zu Fall und Schiedsrichterin  Böhm zeigte sofort auf den Punkt - eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Doch sie blieb für Frankfurt ohne Konsequenzen. Denn die ausführende Isabella Jaron traf nur das Lattenkreuz (26.). Statt des durchaus verdienten Ausgleichs der stärker werdenden Jenaerinnen klingelte es kurz darauf auf der anderen Seite. Eine Flanke von der linken Seite fand im Jenaer Strafraum Reuteler, die nahezu ungestört zum Kopfball kam und den Ball mittels Bogenlampe ins lange Eck zum 2:0 für die Hessinnen setzte (31.). Kurz darauf hatte Anyomi das 3:0 für die Gäste auf dem Fuß, scheiterte aber an Jasmin Janning im Jenaer Kasten (32.). Eintrachts Blomquist prüfte dann in der 35. Spielminute die Jenaer Querlatte auf Festigkeit und untermauerte die verdiente Führung der Frankfurterinnen. So ging es nach 45 Minuten aus Jenaer Sicht mit einem 0:2-Rückstand in die Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit war kaum wieder angegriffen, da ging Anyomi an Steffi Schmid vorbei und schloss ab, so dass es nach 65 Sekunden im zweiten Spielabschnitt zum dritten Mal im Jenaer Netz klingelte - die Entscheidung (47.). Damit war den Jenaer Hoffnungen frühzeitig der Zahn gezogen. Eintracht hatte das Spiel im Sack, während es den FCC-Frauen kaum noch gelang, eigene Offensivakzente zu setzen. Mit der frühen Vorentscheidung war die Luft raus aus der Partie, die in der zweiten Halbzeit weitgehend ereignisarm verlief. Zwar war der FCC in den letzten 20 Minuten nochmals deutlich aktiver und mutiger, doch letztlich änderte dies am Spiel, das früh entschieden war, nichts mehr. Immerhin: Lisa Gora belohnte die Bemühungen des FCC, der sich - obwohl das Spiel früh entschieden war - nicht aufgab, mit einem sehenswerten Tor aus der Distanz zum 1:3 (87.). Doch das letzte Wort hatten die Hessinnen: Reuteler setzte in der 90. Spielminute mit ihrem dritten Treffer zum 1:4 den Schlusspunkt.

Spielstatistik

Mannschaftsaufstellungen:
FCC: Janning - Schmid, Ihlenburg (C), Mummert - Haering (70. Gora), Mühlemann (46. Andersson), Reske, Bonsu (60. Schenk) - Reuter (79. Börner), Jaron, Tietz (60. Alcaide)
SGE: Altenburg - Senn, Gräwe, Freigang (65. Memeti), Lührßen (46. Riesen), Reuteler, Oestenstad, Wolter, Anyomi (65. Chiba), Doorson-Khajeh, Blomquist (79. Blomquist)

Tore:
0:1 Reuteler (4.)
0:2 Reuteler (31.)
0:3 Ayomi (47.)
1:3 Gora (87.)
1:4 Reuteler (90.)

Zuschauer: 
774

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