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Wölfinnen werden Favoritenrolle gerecht

18.03.2026

Mit 0:2 (0:2) mussten sich die FCC-Frauen im Nachholspiel des 15. Spieltages den Favoritinnen aus Wolfsburg geschlagen geben.

Die Vorzeichen dieser Partie waren nicht nur mit Blick auf die Tabelle kompliziert. Hinzu kam, dass FCC-Trainer Florian Kästner gesperrt war und deshalb nicht auf der Bank Platz nehmen durfte. Er verfolgte das Spiel vom Pressebalkon hoch oben unterm Dach der ad hoc arena im Ernst-Abbe-Sportfeld. Für ihn coachte sein Co-Trainer Matthias Buszkowiak das Team, dem der Blick auf die letzten Spiele gegen den VfL durchaus Hoffnungen gemacht haben sollten. Die vergleichsweise knappe 1:3-Niederlage unserer FCC-Frauen in der Hinrunde und vor allen Dingen das letzte Spiel zuhause gegen die Wölfinnen, als Alexandra Popp den VfL erst mit einem späten Tor zum 1:0 erlösen konnte, sollten unserer Mannschaft durchaus Zuversicht vermitteln, gegen den haushohen Favoriten aus Niedersachsen auch in dieser Nachholpartie des 15. Spieltags nicht chancenlos zu sein.

Und zunächst sah es auch gut aus. Zwar gehörte die Anfangsphase den Gästen, aber der FCC, der mit guter Ordnung und Kompaktheit im Zentrum agierte, ließ in dieser frühen Phase des Spiels nur wenig zu. Unser FCC, der hinten mit einer Viererkette in einem 4-2-3-1 agierte, machte gegen den Ball ein gutes Spiel gegen den VfL, der trotz eines deutlichen Mehrs an Ballbesitz in den ersten 22 Spielminuten nur einen einzigen Abschluss zustande brachte. Doch dann kam Alexandra Popp, die sich in der 23. Spielminute aus der Distanz ein Herz nahm und mit links den Ball unhaltbar aus etwa 23 Metern ins lange Eck zur Führung für den VfL einschweißte. Das erste Tor kam fast aus dem Nichts. Das zweite wurde dem VfL geschenkt. FCC-Schlussfrau Jasmin Janning eilte weit aus ihrem Kasten, um Felicia Sträßer beim Klären gegen Zicai zu helfen, doch konnte sie weit außerhalb ihres Strafraums die Wolfsburgerin nicht vom Ball trennen, die diesen behauptete und dann aus etwa 20 Metern mühelos im leeren Jenaer Tor unterbrachte (36.) - ein unnötiger Gegentreffer, der so nicht hätte fallen müssen. Damit waren früh die Weichen gestellt in dieser Partie, die auch mit dem 2:0 für die Gäste aus Niedersachsen in die Pause ging.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts kamen Melina Reuter und Isabella Jaron für Suya Haering und Noemi Gentile in die Partie. Auf Seiten der Wölfinnen kam Janina Minge für Alexandra Popp ins Spiel. Und dieses brauchte etwas, um wieder Fahrt aufzunehmen. In der 56. Spielminute kam Wolfsburgs Peddemors von der Strafraumkante zum Abschkuss, fand aber in Jasmin Janning im Jenaer Tor ihre Meisterin. Nach einer knappen Stunde Spielzeit kam Olivia Alacaide, die Hattrick-Schützin des DFB-Pokal-Viertelfinales gegen Sand, aufs Feld und ersetzte Rieke Tietz. Kurz darauf bot sich Josephine Bonsu die größte Jenaer Möglichkeit, als sie ein langer Diagonalball im Strafraum fand. Doch ihr rutschte beim Abschluss der Ball über den Schlappen (64.). Wolfsburgs Endemann setzte sich in der 67. Spielminute bis zur Grundlinie durch, spielte den Ball scharf auf den ersten Pfosten, wo Lindland lauerte. Doch ihr erstes Bundesligator sollte nicht fallen. Stattdessen blieb es beim 2:0 für den VfL, der das Spiel gegen einen nun etwas mutiger auftretenden FCC weiter im Griff hatte. Jena zeigte offensiv gute Ansätze, aber echte Torgefahr konnte der FCC nicht entwickeln. Die besseren Gelegenheiten hatten die Wölfinnen - oft initiiert von der sarken Pjelde - so wie eine Viertelstunde vor Schluss Cora Zicai, die aus guter Position zum Abschluss kam. Aber Janning im Jenaer Tor bereinigte auch diese Situation. Zehn Minuten vor Spielende kam Janina Minge aus bester Position frei zum Schuss, doch traf sie den Ball nicht perfekt, so dass Jasmin Jannning entschärfen konnte. So wie auch einen Versuch Svenja Huths, den Jenas Keeperin aus der Luft pflückte (89.). Janning war Jenas Beste. Und auch Alacaide brachte Schwung ins Jenaer Spiel. Doch es änderte nichts mehr. Der VfL, der frühzeitig die Weichen stellte, brachte das 2:0 verdient und letztlich ungefährdet nach Hause, während unser FCC seine Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gegen andere Teams holen muss.

Spielstatistik

Mannschaftsaufstellungen:
FCC: Janning - Schmid, Ihlenburg, Sträßer, Mummert - Haering (46. Reuter), Andersson (80. Börner), Reske, Bonsu (69. Juckel) - Gentile (46. Jaron), Tietz (59. Alcaide)
VfL: Tufekovic - Pjelde, Peddemors (62.), Beerensteyn (62. Lindland), Popp (46. Minge), Kielland, Bergsvand, Wedemeyer, Endemann (73. Dijkstra), Zicai, Parera (83. Levels)

Tore:
0:1 Popp (23.)
0:2 Zicai (36.)

Zuschauer:
1.099

Gelbe Karten:
Parera (8.), Dijkstra (85.)

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