Zum Pokalauftakt nach Eutingen - FCC-Frauen starten in den DFB-Pokal

24.09.2026

Die nächste Pokalreise beginnt – und sie führt nach Eutingen im Gäu. Wenn unsere FCC-Frauen am Sonntag in der 1. Runde des DFB-Pokals der Frauen beim SV Eutingen antreten, treffen zwei Mannschaften aufeinander, deren Ausgangslagen unterschiedlicher kaum sein könnten. Hier der Zweitligist aus Jena, dort der einzige Fünftligist im diesjährigen DFB-Pokal. Doch eines verbindet beide Teams: Sie wollen die nächste Runde erreichen. Ein Pflichtspiel zwischen dem SV Eutingen und dem FC Carl Zeiss Jena hat es bislang noch nicht gegeben.

Anpfiff auf dem Sportgelände Eutingen ist um 15:00 Uhr, die Tageskassen öffnen bereits um 13:30 Uhr. Für alle, die nicht vor Ort dabei sein können, gibt es die Partie zudem live bei DFB-TV zu sehen.

Der DFB-Pokal lebt von besonderen Momenten. Von großen Namen, kleinen Fußballplätzen, Außenseitern, die über sich hinauswachsen – und von der Gewissheit, dass in einem einzelnen Spiel alles möglich ist. Eine Mannschaft, die genau davon träumt, steht am Sonntag auf der anderen Seite: der SV Eutingen. Als einziger Fünftligist hat sich Eutingen für die 1. Hauptrunde qualifiziert – und bereits in der Qualifikationsrunde für ein dickes Ausrufezeichen gesorgt. Gegen den Regionalligisten Wormatia Worms setze man sich eindrucksvoll mit 10:0 durch und löste damit das Ticket für die Pokalrunde. 

Dass der SV Eutingen trotz seiner fünften Liga nicht ohne Erfahrung in das Pokalduell geht, zeigt ein Blick auf den Kader. Mit Isabella Hartig steht eine Spielerin im Aufgebot, die selbst auf eine beachtliche Karriere im deutschen Spitzenfußball zurückblicken kann.

Die heute 29-Jährige spielte unter anderem für den FC Bayern München und die TSG Hoffenheim und bringt die Erfahrung aus 113 Einsätzen in der Bundesliga und drei Einsätzen in der Champions League mit. Beim DFB ist Hartig zudem als U-17-Europameisterin von 2014 geführt. Darüber hinaus sammelte sie Einsätze in verschiedenen deutschen Nachwuchsnationalmannschaften und wurde  sogar für die A-Nationalmannschaft nominiert, kam dort allerdings nicht zum Einsatz. 

Ihre letzte Station im Profifußball war die TSG Hoffenheim, für die sie insgesamt 113 Bundesliga-Partien absolvierte. Nach dem Ende ihrer Profikarriere aufgrund einer Knieverletzung im Jahr 2025 schloss sich Hartig dem SV Eutingen an.

In der Saison 2007/08 stand Eutingen bereits einmal in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals der Frauen. Damals wartete mit dem 1. FC Saarbrücken ein Erstligist. Vor großer Zuschauerkulisse hielt der SVE mutig dagegen, musste sich am Ende jedoch mit 2:6 geschlagen geben. Knapp 20 Jahre später ist Eutingen nun zurück – und möchte dieses Mal das Ende der Geschichte selbst bestimmen. Für unsere Zeiss-Elf gilt es deshalb, von Beginn an hellwach zu sein. 

Auch für unseren FCC hat der DFB-Pokal in der vergangenen Saison eine ganz besondere Geschichte geschrieben. Nach Erfolgen gegen Chemie Leipzig, Union Berlin und den SC Sand kämpfte sich der Elf aus dem Paradies bis ins Halbfinale und traf dort in der heimischen ad hoc arena im Ernst-Abbe-Sportfeld auf den VfL Wolfsburg. 120 Minuten lang hielt Jena gegen den großen Favoriten die Null. 0:0 nach Verlängerung – das Elfmeterschießen musste entscheiden. Die FCC-Frauen verkauften sich teuer, warfen alles in die Waagschale und waren nur wenige Schritte vom ganz großen Pokalmoment entfernt. Am Ende blieb der Finaleinzug verwehrt. Und doch überwog der Stolz. Denn mit dem Halbfinaleinzug hatte die Mannschaft den bislang längsten Pokallauf der Vereinsgeschichte hingelegt.

Auch Kapitänin Emily Reske blickt mit Vorfreude auf den Pokal und weiß, was diesen Wettbewerb so besonders macht: „Es ist eine spannende Atmosphäre, im DFB-Pokal auflaufen zu dürfen. Das ist etwas anderes als in der Liga. In diesem Wettbewerb zeigt es einfach, dass in jedem Spiel 100 Prozent gegeben werden müssen – wie im Ligabetrieb auch. Aber es ist etwas anderes, wenn jedes Spiel entscheidet, ob man noch eine Runde erleben darf oder nicht.“

Die Erinnerung an die vergangene Pokalsaison ist dabei noch frisch: „Es war eine brutale und sehr lange Pokalreise für uns. Von Spiel zu Spiel wurde es spannender und wir sind leider im Halbfinale gescheitert. Dennoch überwiegt der Stolz und wir hoffen, in der neuen Saison daran anknüpfen zu können.“

Der erste Schritt auf dieser neuen Reise führt nun nach Baden-Württemberg.

 

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