Das FCC-Nachwuchstelegramm - Extra

01.05.2019

Im TFV-Pokalfinale der C-Junioren unterlag die U14 unseres FC Carl Zeiss Jena mit einer "ordentlichen Tagesleistung" der U15 des FC Rot-Weiß Erfurt mit 1:3.

Als mit dem Abpfiff der Partie die Anspannung abfiel, stand den Spielern die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben: Im Finale des TFV-Landespokals der C-Junioren unterlag die U14 unseres FC Carl Zeiss Jena der U15 des FC Rot-Weiß Erfurt mit 1:3. Das Trainergespann um Alexander Sattler, Robin Fleischer und Marcus Wolf blickte mit gemischten Gefühlen auf das Spiel zurück: „Ich bin immer bemüht, auch aus Niederlagen etwas Positives mitzunehmen“, sagte Sattler und bescheinigte seiner Mannschaft eine „ordentliche Tagesleistung“. Einzelne Spieler – unter anderem die beiden Verteidiger Philip Eckardt und Kapitän Jeremy Meinhardt – hätten ein „richtig gutes Spiel“ abgeliefert, lobte der Trainer.

Die Blau-Gelb-Weißen drückten von Beginn an in Richtung des Erfurter Tores. Zu selten aber erreichten die finalen Pässe ihre Adressaten. Gelang das Zuspiel, verfehlte der Ball sein Ziel – unter anderem wurde nach etwa zehn Minuten der in zentraler Position an der Strafraumgrenze freistehende Vincent Miclo mustergültig von der Grundlinie aus bedient, geriet jedoch zu sehr in Rücklage und drosch den Ball über das Gehäuse. Die erste Großchance der Erfurter vereitelte derweil Jenas Torwart: Im Eins-gegen-Eins behielt Niclas Burkhardt souverän die Oberhand und lenkte den Nahschuss von Emilio Heß ins Toraus. „Unsere Verteidigungsleistung war ordentlich, leider aber mit ein paar Fehlern zu viel“, resümierte Sattler. In der 27. Minute verhinderte die FCC-Abwehr die scharfe flache Hereingabe von Emilio Heß in den Strafraum nicht; Lucas Pauli konnte ungehindert einschieben – 0:1. Im direkten Gegenzug hatte die Zeiss-Elf ihre größte Chance im ersten Durchgang: Timon Brömel, der von links in den Strafraum eindrang, prüfte die Reflexe von RWE-Torhüter Pascal Manitz im direkten Zweikampf aus nächster Nähe. In der Schlussminute der ersten Halbzeit legte Lucas Pauli mit der erst dritten wirklich guten Chance seiner Mannschaft einen weiteren Treffer nach – 0:2. Pause.

„Um den Vorteil auf unserer Seite zu haben, müssen wir eine unserer ersten Chancen reinmachen, müssen effektiver sein und im Strafraum mit etwas weniger Respekt agieren“, konstatierte Alexander Sattler kritisch. Überhaupt sei die Mannschaft bei Ballbesitz zu verhalten gewesen. Reserven sah der Trainer etwa im Aufbauspiel und bei der Freilaufbewegung der Außenspieler; zu lange sei der Ball einfach nur gehalten worden. Das sollte im zweiten Durchgang besser laufen. „Wir wollten weiter nach vorn spielen, den Ball kontrollieren. Das haben wir aber nicht geschafft, sondern sind sofort durch mehrere Ballverlust wieder ins Schwimmen gekommen“, sagte Sattler. Das bestrafte Erfurts Clemens Lehmann mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 0:3 in der 42. Spielminute. Jenas Torhüter ballte die Fäuste, brüllte seinen Vorderleuten sozusagen frischen Wind in die Segel: „Kommt jetzt Jungs! Wir geben uns nicht auf“, rief Niclas Burkhardt mehrere Male lautstark. Mit Erfolg: In der 46. Minute kombinierten sich die Blau-Gelb-Weißen in den Erfurter Strafraum vor. Die Hereingabe von Luca Müller beförderte Vincent Miclo mit der Hüfte an den linken Pfosten. Der Anschlusstreffer fiel schließlich in der 51. Minute: Zuerst versuchte es Fritz Schröder aus spitzem Winkel. Erfurts Torhüter wehrte den Ball im Flug zwar ab, jedoch direkt in Richtung von Luca Müller, der das Spielgerät unhaltbar in die Maschen drosch – 1:3. Und direkt im nächsten Atemzug rannte Timon Brömel von halbrechts allein auf das Erfurt Tor zu, legte den Ball aber knapp am linken Pfosten vorbei. In der Schlussviertelstunde „neutralisierten“ sich beide Mannschaften weitestgehend. Den Schlusspunkt setzte Niclas Burkhardt: Den Foulelfmeter von Rot-Weiß in der zweiten Minute der Nachspielzeit fischte Jenas Torhüter souverän aus dem rechten Winkel.

Im März hatten sich beide Mannschaften bereits im Spitzenspiel der C-Junioren-Verbandsliga gegenüber gestanden. Damals verlor Jena nach großem Kampf auswärts mit 3:2. „Gegenüber dem Aufeinandertreffen in der Liga in ähnlicher Besetzung haben wir leider keine Entwicklung, keine Fortschritte gemacht“, sagte Alexander Sattler sichtlich enttäuscht. Trotz der reiferen Spielanlage und der phasenweise Kontrolle der Partie, habe noch Cleverness gefehlt und seien zu viele Fehler passiert. Daran werde die Mannschaft im Saisonendspurt nun weiter akribisch arbeiten.

Ausgerichtet wurde das Pokalendspiel wiederholt vom TSV 1864 Magdala auf der Rolf-Kreißl-Sportanlage. Mehr als 200 Zuschauer verfolgten das Thüringen-Derby im Weimarer Land. „Unser herzlicher Dank gilt dem Verein, der einen würdigen Rahmen geschaffen hat“, lobte FCC-Nachwuchsleiter Heiko Nowak.

--

FC Carl Zeiss Jena: Niclas Burkhardt – Vincent Miclo (65. Leon Seifarth), Philip Eckardt, Fabio Ertmer, Nick Höfer (36. Lukas Büttner), Jeremy Meinhardt, Fritz Schröder, Khalid Abu El Haija, Benjamin Zank, Timon Brömel, Maxim Bevz (36. Luca Müller).

FC Rot-Weiß Erfurt: Pascal Manitz – Lucas Pauli, Leon Göbel, Henrik Daut (65. Robin Fichtmüller), Emilio Heß, Clemens Lehmann, Nils Mönchgesang (54. Toni Jahn), Max Schumacher, Niklas Hoffmann (48. Lucas Bremsteller), Martin König, Kenny Weyh.

Exklusiv Partner