FC Carl Zeiss Jena geht in Corona-Zwangspause

03.11.2020

Seit dem 2. November gilt der landesweite Corona-Lockdown, der auch Spiel- und Trainingsbetrieb beim FCC bis auf Weiteres aussetzt.

Der NOFV, unter dessen Dach der FC Carl Zeiss Jena die aktuelle Regionalligasaison bestreitet, hat am vergangenen Freitag mit seiner Meldung auf die bundesweite Verordnungslage reagiert und den Spielbetrieb ab 2. November vorläufig unterbrochen. Wörtlich heißt es darin: "Bis zuletzt bestand die Hoffnung, dass die Bundesländer des Nordostens die NOFV-Spielklassen, und vor allem die Herren-Regionalliga, als halb- bzw. semiprofessionell einstufen und der Spiel- oder zumindest der Trainingsbetrieb der jeweiligen Vereine weiterhin gewährleistet wird. Da dies leider nicht eingetreten ist, ist die Unterbrechung des Spielbetriebes die einzige logische Konsequenz."

So gibt die aktuelle Verordnungslage des Freistaats Thüringen vor, dass auch die Regionalligamannschaft des FCC, die fast ausnahmslos aus Spielern mit Profiverträgen besteht, nicht gemeinsam trainieren darf. Ausnahmen hierzu sind derzeit nur möglich für Mannschaften aus den ersten drei Fußballligen. FCC-Geschäftsführer Chris Förster: "Wir möchten zumindest den Trainingsbetrieb aufrecht erhalten." Dies dürfte um so wichtiger sein, als dass wiederholt ein Flickenteppich in der Viertliga-Fußballlandschaft droht. So sind zum Beispiel in Berlin Ausnahmen möglich. Hier dürfen Sportler, die dies hauptberuflich ausüben, mit Ausnahmegenehmigung weiter trainieren. Im Westen der Republik kann gar der Regionalliga-Spielbetrieb mit der Begründung aufrecht erhalten werden, dass vornehmlich Clubs mit professionellen Strukturen in der per Definition höchten Fußball-Amateurklasse teilnehmen.

Stand jetzt ist die Jenaer Mannschaft zuhause. Die Spieler haben Trainingspläne an die Hand bekommen und werden zudem in Videokonferenzen angeleitet. Ein Mannschaftstraining ersetzen können diese Maßnahmen natürlich nicht. 

Ebenfalls eine Videokonferenz soll es am Mittwoch (4.11.) zwischen dem NOFV und den Regionalligavereinen geben, um den Fortgang der nächsten Wochen zu diskutieren. 

Das Stadiongelände bleibt geschlossen. Lediglich der Zugang zum Fanshop im Stadion, der außer Mittwoch und am Wochenende täglich von 9 Uhr bis 15 Uhr geöffnet sein wird, bleibt vorerst möglich. Onlinebestellungen werden natürlich weiter entgegengenommen und bearbeitet. 

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