FC Carl Zeiss Jena - FC Würzburger Kickers

26.03.2018

Nachfolgend ein UPDATE unserer Zahlen, Daten und Fakten vor dem Nachholspiel des 28. Spieltags der 3. Liga am Dienstag, den 27. März 2018 (Anstoß 19.00 Uhr im Ernst-Abbe-Sportfeld) gegen den FC Würzburger Kickers.

Ein paar Infos zum Gegner:

Vereinsname: Fußball-Club Würzburger Kickers e. V.

Gründungsdatum: 17. November 1907

Vereinsfarben: rot-weiß

Trainer: Michael Schiele (40 Jahre, Trainer seit 23.10.2017)

Homepage: https://www.wuerzburger-kickers.de/

Mitglieder: 1.600 (Stand: Juli 2016)

Größte Erfolge: Aufstieg in die 2. Bundesliga 1977 und 2016, Aufstieg in die 3. Liga 2015, Aufstieg in die Regionalliga Bayern 2012, Landespokalsieger 2014 und 2016

Erfolgreichste Torschützen: Orhan Ademi (10 Tore in 25 Spielen, davon 2 Elfmeter), Simon Skarlatidis (5 Tore in 26 Spielen), Patrick Göbel und Ioannis Nikolaou (je 4 Tore), Felix Müller und Sebastian Neumann (je 3 Tore)

Durchschnittliche Anzahl der Auswärtsfahrer in der Saison 2017/2018: 153


Drei Wochen nach der ursprünglichen Ansetzung kommt es am Dienstag im Ernst-Abbe-Sportfeld zum Nachholspiel des 28. Spieltags mit der Partie unseres FCC gegen die Würzburger Kickers. Nachdem die Partie am 6. März aufgrund starker Schneefälle nicht wie geplant stattfinden konnte, feiert unser FCC damit drei Wochen später als ursprünglich geplant seine Flutlichtpremiere im Paradies.

Die Würzburger Kickers haben in der Zwischenzeit drei Drittligapartien absolviert. Nach einem 1:0-Heimerfolg gegen den VfL Osnabrück unterlag die Mannschaft von Michael Schiele bei der SpVgg Unterhaching mit 2:3. Am Samstag hatten die Unterfranken den formstarken Karlsruher SC zu Gast. Vor mehr als 8.000 Zuschauern - Saisonrekord - in der heimischen Flyeralarm-Arena gab es am Ende in einer insgesamt unspektakulären Drittligapartie ein torloses Remis. "Wir sind von Beginn an mutig angelaufen und hatten viel Ballbesitz. Der KSC hatte im ersten Durchgang eine große Chance, ansonsten haben wir nichts zugelassen. Nach der Pause haben wir die Karlsruher durch frühes Anlaufen und aggressives Pressing vor einige Probleme gestellt. Wir hätten insgesamt einen Sieg verdient gehabt“ sagte FWK-Cheftrainer Michael Schiele nach der Partie. Er hatte im Vergleich zur 2:3-Niederlage bei der SpVgg Unterhaching drei Änderungen in der Startelf vorgenommen: Der zuletzt gelbgesperrte Maximilian Ahlschwede kehrte gegen Karlsruhe ebenso in die Startelf zurück wie Dominic Baumann. Zudem feierte der im Sommer aus Aue gekommene Fabio Kaufmann sein Startelf-Debüt. Sebastian Schuppan und Patrick Göbel nahmen zunächst auf der Bank Platz, der zuletzt angeschlagene Marco Königs (muskuläre Probleme) war nicht im Kader. Nach dem torlosen Remis befindet sich Würzburg endgültig im Niemandsland der Tabelle. 18 Punkte beträgt der Rückstand auf Rang 3, 15 Zähler der Vorsprung auf Platz 18. Damit können die Kickers die restlichen acht Partien der Saison, beginnend mit dem Gastspiel in Jena am Dienstag, nutzen, um für die kommende Spielzeit in Liga 3 zu testen.

Bei der Pflichtspielpremiere gegen die Würzburger Kickers kam unser FCC am 20. September 2017 zu einem 2:2. Durch die Treffer von Mannschaftskapitän René Eckardt und Julian Günther-Schmidt führten wir am 20. September des Vorjahres nach 20 Minuten mit 2:0. Unter dem Flutlicht der Flyeralarm-Arena verkürzte Orhan Ademi per Foulelfmeter 7 Minuten nach Wiederanpfiff. 5 Minuten vor dem Ende bugsierte Dennis Slamar eine scharfe Hereingabe unglücklich zum 2:2 ins eigene Tor. 180 Sekunden später hatte der Jenaer Innenverteidiger auf der Gegenseite die Chance zur Wiedergutmachung, verpasste den Ball am langen Pfosten jedoch knapp. So blieb es am Ende beim 2:2. Mark Zimmermann sah damals „ein sehr intensives Spiel. Ich war angetan von unserer ersten Halbzeit. Gegen einen Topgegner haben wir sehr mutig gespielt. Wir wussten, dass es in der zweiten Halbzeit nochmal sehr eng werden kann. Wir hatten da leider weniger Mut und wenig Entlastung nach vorn. Würzburg hat sich das 2:2 aufgrund der zweiten Halbzeit verdient. Und wir haben gesehen, wie schwer es ist, eine Führung zu verteidigen."

Der FC Würzburger Kickers wurde am 17. November 1907 gegründet. Es entwickelte sich sehr schnell eine erfolgreiche Mannschaft, die zusammen mit dem drei Jahre älteren Lokalrivalen FV 04 Würzburg den Fußball im Nordwesten Bayerns dominierte. Nach dem 2. Weltkrieg schloss sich der TSV Würzburg dem FC Würzburger Kickers an und der Verein trat fortan als SC Würzburger Kickers auf. Von 1950 an nahm der Verein ununterbrochen 27 Jahre lang am Spielbetrieb in der drittklassigen Bayernliga teil. Ab dem Jahr 1956 trat der Verein hierbei wieder als FC Würzburger Kickers auf.1977 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga, dem jedoch als Tabellenneunzehnter nach nur einer Saison der direkte Wiederabstieg in die Bayernliga folgte. 1983 mussten die Kickers dann gar in die viertklassige Landesliga absteigen. In den Spielzeiten 1990/1991, 1997/1998 sowie 2008/2009 gelang jeweils für eine Saison der Sprung von der Landes- in die Bayernliga. Es folgte jedoch jeweils der direkte Wiederabstieg. Der sportliche Niedergang folgte in der Saison 2001/2002 sowie 2002/2003, als innerhalb von 2 Jahren die Abstiege bis in die Bezirksoberliga und schließlich die Bezirksliga Unterfranken Mitte (7. Liga) angetreten werden mussten. Durch die sportliche Talfahrt stand der Verein zu dieser Zeit zudem kurz vor der Insolvenz und damit neben dem sportlichen auch vor dem finanziellen Absturz. Durch den Meistertitel in der Landesliga Nord 2012 waren die Würzburger Kickers zur Teilnahme an der Relegation zur neuen fünfgleisigen Regionalliga berechtigt. Hierbei konnten sich die Unterfranken durchsetzen, somit die fünftklassige Bayernliga überspringen und ab der Spielzeit 2012/2013 in der viertklassigen Regionalliga Bayern an den Start gehen. Nach den Plätzen 10 und 11 beschloss der Vorstand vor Ende der Saison 2013/2014, den Aufstieg in die 3. Liga innerhalb der folgenden drei Jahre anzustreben. Hierzu wurden der Slogan „Würzburg braucht Profis!“ und das Projekt „3x3“ - In drei Jahren in die 3. Liga ins Leben gerufen. Unter dem ehemaligen Profi und neuen Cheftrainer Bernd Hollerbach wurde der Kader dank eines finanzkräftigen Budgets zu großen Teilen neu zusammengestellt. Am Ende erreichten die Würzburger Kickers die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern und qualifizierten sich damit für die Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga. Beim 1. FC Saarbrücken (Zweitplatzierter der Regionalliga Südwest) gewann Würzburg das Hinspiel mit 1:0. Saarbrücken siegte seinerseits in Unterfranken mit 1:0. Die Entscheidung fiel folglich im Elfmeterschießen, in dem Würzburg die Oberhand behielt und bereits nach einer Saison das Vorhaben des Aufstiegs erfüllte. Im Januar 2016 stellten die Würzburger Kickers das Projekt „3x2 – Würzburg kann mehr!“ vor. Ziel war es nun, innerhalb von drei Jahren in die 2. Fußball-Bundesliga aufzusteigen. Als Tabellendritter der Drittligasaison 2015/2016 bestritt Würzburg gegen den MSV Duisburg (16. der 2. Bundesliga) die Relegation und siegte mit 2:0 in Würzburg sowie 2:1 in Duisburg. Die Würzburger Kickers waren damit nach Einführung der 3. Liga im Jahr 2008 erst das zweite Team nach RB Leipzig, das den direkten Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Bundesliga meisterte. Anders als für das Marketingkonstrukt aus der Messestadt führte der Weg der Würzburger nach der Saison 2016/2017 allerdings wieder nach unten. Während man nach der Hinrunde 27 Punkte aus 17 Spielen auf dem Konto hatte, gelang den Unterfranken in der Rückserie bei 7 Unentschieden kein einziger Sieg. Mit 37 Punkten endete die Saison auf Tabellenrang 17, der den direkten Wiederabstieg in Liga 3 bedeutete.

In Würzburg geboren wurden mit Mathis Böhler (22) und Manuel Endres (38) zwei Kicker mit Jenaer Vergangenheit. Böhler wechselte 2010 vom 1. FC Schweinfurt 05 zur U17 unseres FCC. Er durchlief die Jugendabteilungen und absolvierte insgesamt zwölf Pflichtspiele (1 Tor) für unsere 1. Mannschaft. Nach einer Saison beim ZFC Meuselwitz (2016/2017) und einem halben Jahr beim SV Merseburg 99 steht Böhler seit Rückrundenbeginn beim Oberligisten Union Sandersdorf unter Vertrag. Von Anfang 2005 bis Anfang 2006 absolvierte Manuel Endres 27 Pflichtspiele für unseren FCC und erzielte hierbei beachtliche 20 Treffer. Seit Ende seiner aktiven Karriere ist Endres beruflich als Fahrlehrer in der Fahrschule seines Vaters Werner in Würzburg tätig. Werner Endres spielte in den 70er Jahren in der 2. Bundesliga für den Lokalrivalen der Kickers, den FV 04 Würzburg.

Auf Seiten unseres FCC fehlen am Dienstag Raphael Koczor (Sperre durch das Sportgericht), Niclas Erlbeck (grippaler Infekt) und Maximilian Schlegel (Pfeiffersches Drüsenfieber). Dennis Slamar, Timmy Thiele, Kevin Pannewitz, Florian Brügmann und Jan Löhmannsröben sind vor der Partie gegen Würzburg aktuell mit jeweils 4 Gelben Karten vorbelastet und müssten somit im Falle einer weiteren Verwarnung beim Heimspiel gegen den FSV Zwickau am 31. März pausieren. Kickers-Trainer Michael Schiele kann derzeit nahezu aus den Vollen schöpfen. Lediglich Marco Königs laboriert an muskulären Problemen.

Die bisherigen Partien zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Würzburger Kickers – mit Angabe d. Torschützen in Klammern:
Saison 2017/2018 (3. Liga):
FC Würzburger Kickers - FC Carl Zeiss Jena 2:2 (Orhan Ademi (Foulelfmeter), Dennis Slamar (Eigentor) - René Eckardt, Julian Günther-Schmidt)

Gesamtbilanz aus Sicht des FCC:
1 Spiel: 1 Unentschieden

Die bisherigen Saisonergebnisse in der 3. Liga - mit Angabe d. jeweiligen Torschützen für die Würzburger Kickers in Klammern:
SV Meppen A 2:2 (Patrick Göbel, Björn Jopek)
Werder Bremen II H 1:1 (Dominic Baumann)
Preußen Münster H 0:1
1. FC Magdeburg A 1:2 (Enis Bytyqi)
Hansa Rostock H 0:3
FSV Zwickau A 1:0 (Ioannis Nikolaou)
SC Paderborn 07 H 2:3 (Felix Müller, Sebastian Neumann)
VfR Aalen A 3:2 (Patrick Göbel, Sebastian Neumann, Ioannis Nikolaou)
FC Carl Zeiss Jena H 2:2 (Orhan Ademi (Foulelfmeter), Dennis Slamar (Eigentor))
VfL Osnabrück A 1:1 (Orhan Ademi)
SpVgg Unterhaching H 0:2
Karlsruher SC A 0:2
SV Wehen Wiesbaden H 0:5
Fortuna Köln A 1:2 (Marco Königs)
Hallescher FC H 1:0 (Marco Königs)
Chemnitzer FC A 3:0 (2 x Simon Skarlatidis, Sebastian Schuppan)
Sportfreunde Lotte H 2:1 (Patrick Göbel, Felix Müller)
SG Sonnenhof Großaspach A 3:1 (2 x Orhan Ademi, Simon Skarlatidis)
Rot-Weiß Erfurt H 4:1 (2 x Orhan Ademi, Patrick Göbel, Felix Müller (Foulelfmeter))
SV Meppen H 2:0 (Emanuel Taffertshofer, Sebastian Schuppan)
Werder Bremen II A 1:0 (Ioannis Nikolaou)
Preußen Münster A 0:1
1. FC Magdeburg H 1:0 (Orhan Ademi (Foulelfmeter))
Hansa Rostock A 1:3 (Ioannis Nikolaou)
FSV Zwickau H 1:1 (Simon Skarlatidis)
SC Paderborn 07 A 0:0
VfR Aalen H 2:2 (Orhan Ademi, Sebastian Neumann)
VfL Osnabrück H 1:0 (Orhan Ademi)
SpVgg Unterhaching A 2:3 (Orhan Ademi, Simon Skarlatidis)
Karlsruher SC H 0:0

Die Aufstellung der Würzburger Kickers aus dem letzten Spiel gegen den Karlsruher SC:
----------------------------- Patrick Drewes -----------------------
Anthony Syhre - Sebastian Neumann - Ioannis Nikolaou
------------------------- Emanuel Taffertshofer ------------------
------- Maximilian Ahlschwede -------- Kai Wagner ---------
Fabio Kaufmann ---------------------------- Simon Skarlatidis
------- Orhan Ademi ----------- Dominic Baumann -----------

In der Tabelle rangieren die Würzburger Kickers mit elf Siegen, acht Unentschieden und elf Niederlagen aus bisher 30 Spielen derzeit mit 41 Punkten und einem Torverhältnis von 38:41 auf dem 9. Platz. In der reinen Auswärtstabelle belegen die Unterfranken mit fünf Siegen, drei Unentschieden und sechs Niederlagen aus 14 Partien auf des Gegners Platz sowie daraus resultierenden 18 Punkten (Torverhältnis: 19:19) den 8. Rang.

Schiedsrichterin am Dienstag gegen Würzburg ist FIFA-Schiedsrichterin Dr. Riem Hussein (37 Jahre, Bad Harzburg/Niedersachsen), ihre Assistenten sind André Schönheit (30 Jahre, Kirchgellersen/Niedersachsen) und Axel Martin (33 Jahre, Schiffdorf/Niedersachsen). Dr. Riem Hussein, deren Heimatverein die TSG Bad Harzburg ist, ist bereits seit 2005 DFB-Schiedsrichterin und seit 2009 FIFA-Schiedsrichterin. Die Apothekerin kam als Unparteiische u.a. bei der Frauen-Europameisterschaft 2017 in den Niederlanden zum Einsatz und war Schiedsrichterin des Jahres 2012/2013 und 2015/2016.

Dr. Riem Hussein kommt seit der Saison 2015/2016 als Schiedsrichterin in der 3. Liga zum Einsatz und ist damit nach Bibiana Steinhaus erst die zweite deutsche Schiedsrichterin, die im professionellen Männerfußball eingesetzt wird. Ein Spiel unseres FCC stand bisher noch nicht unter Leitung von Dr. Riem Hussein. Sie kennt das Ernst-Abbe-Sportfeld aber bereits, weil sie insgesamt schon 9 Partien der Bundesliga-Damen des FF USV gepfiffen hat. Die Würzburger Kickers pfiff Dr. Hussein in der Saison 2015/2016 beim 0:0 in Bremen (4 gelbe Karten) sowie dem 1:0-Erfolg in Aalen (7 gelbe Karten, rote Karte gegen Würzburgs Emanuel Taffertshofer). Dr. Riem Hussein hat in der laufenden Saison bisher 2 Partien in der 3. Liga gepfiffen (5 gelbe Karten, kicker-Durchschnittsnote: 3,25).

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