FC Carl Zeiss Jena - FC Würzburger Kickers

16.10.2019

Nachfolgend unsere Zahlen, Daten und Fakten vor dem 12. Spieltag der 3. Liga am Sonntag, den 20. Oktober 2019 (Anstoß 14.00 Uhr im Ernst-Abbe-Sportfeld) gegen den FC Würzburger Kickers.

Ein paar Infos zum Gegner:

Vereinsname: Fußball-Club Würzburger Kickers e. V.

Gründungsdatum: 17. November 1907

Vereinsfarben: rot-weiß

Trainer: Michael Schiele (41 Jahre, Trainer seit 23.10.2017)

Homepage: https://www.wuerzburger-kickers.de/

Mitglieder: 1.100 (Stand: 1. Juli 2017)

Größte Erfolge: Aufstieg in die 2. Bundesliga 1977 und 2016, Aufstieg in die 3. Liga 2015, Aufstieg in die Regionalliga Bayern 2012, Landespokalsieger 2014, 2016 und 2019

Erfolgreichste Torschützen: Fabio Kaufmann und Luca Pfeiffer (je 4 Tore in 11 Spielen), Luke Hemmerich, Dave Gnaase, Albion Vrenezi und Dominik Widemann (je 2 Tore)

Durchschnittliche Anzahl der Auswärtsfahrer in der Saison 2019/2020: 194


Nach dem Erfolg im Achtelfinale des Landespokals steht für das neue Trainerduo Rico Schmitt und René Klingbeil am Sonntag die erste Drittligapartie für unseren FCC auf dem Plan. Zu Gast im Ernst-Abbe-Sportfeld ist ab 14.00 Uhr der Tabellenzwölfte FC Würzburger Kickers. Für die Unterfranken verläuft die Saison bisher nach dem Motto „Hopp oder Top“. Als einziges Team der 3. Liga haben die Kickers bei fünf Siegen und sechs Niederlagen noch kein einziges Unentschieden zu verzeichnen. 28 Gegentore in elf Partien bedeuten den aktuell schlechtesten Wert der Liga. 17 Gegentreffer mussten die Kickers in der Fremde verkraften, davon jeweils fünf in Unterhaching und Braunschweig und zuletzt drei beim 1. FC Magdeburg. Mit drei Erfolgen aus den letzten vier Drittligapartien gelang den Würzburgern nach einem etwas holprigen Saisonstart mit zwei Siegen aus den ersten sieben Spielen der Anschluss an das Mittelfeld der Liga. Dabei ist der Fehlstart in eine neue Saison bei den Unterfranken fast schon vorprogrammiert. 2017/18 glückte den Unterfranken erst am sechsten Spieltag der erste Saisonsieg, in der vergangenen Saison gab's nach drei Niederlagen am vierten Spieltag den ersten Dreier. Beide Male wurde die Saison auf Platz fünf beendet.

Die Würzburger Kickers erlebten im Sommer einen großen personellen Umbruch. Mehr als zehn Spieler haben den Verein verlassen, mehr als zehn sind neu dazugekommen. Am schmerzhaftesten sind wohl die Abgänge der Leistungsträger Orhan Ademi (Eintracht Braunschweig) sowie Jannik Bachmann und Simon Skarlatidis (je 1. FC Kaiserslautern). Würzburg setzt bei den Neuzugängen vor allem auf junge Talente, die dennoch einige Erfahrung und Wettkampfhärte mitbringen. Mit Torhüter Vincent Müller (1. FC Köln U19), Robert Herrmann (FC Erzgebirge Aue), Frank Ronstadt (SV Werder Bremen II), Simon Rhein (1. FC Nürnberg), Patrick Sontheimer (SpVgg Greuther Fürth), Albion Vrenezi (SSV Jahn Regensburg) und Luca Pfeiffer (SC Paderborn 07) standen zuletzt gegen den TSV 1860 München ganze sieben Neuzugänge in der Startelf der Rothosen.

Der FC Würzburger Kickers ist alles andere als der Lieblingsgegner unseres FCC. Unser FCC ist gegen den FC Würzburger Kickers noch ohne Sieg. In bis dato vier Partien gab es ein Remis und drei Erfolge der Unterfranken. Die bisherigen beiden Heimspiele gegen Würzburg gingen mit 1:2 bzw. 3:4 verloren. Das letzte Aufeinandertreffen mit den Unterfranken datiert vom 4. April dieses Jahres. Trotz dreier eigener Treffer musste sich unser FCC am Ende vor 6.503 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld mit 3:4 geschlagen geben.

Der FC Würzburger Kickers wurde am 17. November 1907 gegründet. Es entwickelte sich sehr schnell eine erfolgreiche Mannschaft, die zusammen mit dem drei Jahre älteren Lokalrivalen FV 04 Würzburg den Fußball im Nordwesten Bayerns dominierte. Nach dem 2. Weltkrieg schloss sich der TSV Würzburg dem FC Würzburger Kickers an und der Verein trat fortan als SC Würzburger Kickers auf. Von 1950 an nahm der Verein ununterbrochen 27 Jahre lang am Spielbetrieb in der drittklassigen Bayernliga teil. Ab dem Jahr 1956 trat der Verein hierbei wieder als FC Würzburger Kickers auf.1977 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga, dem jedoch als Tabellenneunzehnter nach nur einer Saison der direkte Wiederabstieg in die Bayernliga folgte. 1983 mussten die Kickers dann gar in die viertklassige Landesliga absteigen. In den Spielzeiten 1990/1991, 1997/1998 sowie 2008/2009 gelang jeweils für eine Saison der Sprung von der Landes- in die Bayernliga. Es folgte jedoch jeweils der direkte Wiederabstieg. Der sportliche Niedergang folgte in der Saison 2001/2002 sowie 2002/2003, als innerhalb von 2 Jahren die Abstiege bis in die Bezirksoberliga und schließlich die Bezirksliga Unterfranken Mitte (7. Liga) angetreten werden mussten. Durch die sportliche Talfahrt stand der Verein zu dieser Zeit zudem kurz vor der Insolvenz und damit neben dem sportlichen auch vor dem finanziellen Absturz. Durch den Meistertitel in der Landesliga Nord 2012 waren die Würzburger Kickers zur Teilnahme an der Relegation zur neuen fünfgleisigen Regionalliga berechtigt. Hierbei konnten sich die Unterfranken durchsetzen, somit die fünftklassige Bayernliga überspringen und ab der Spielzeit 2012/2013 in der viertklassigen Regionalliga Bayern an den Start gehen. Nach den Plätzen 10 und 11 beschloss der Vorstand vor Ende der Saison 2013/2014, den Aufstieg in die 3. Liga innerhalb der folgenden drei Jahre anzustreben. Hierzu wurden der Slogan „Würzburg braucht Profis!“ und das Projekt „3x3“ - In drei Jahren in die 3. Liga ins Leben gerufen. Unter dem ehemaligen Profi und neuen Cheftrainer Bernd Hollerbach wurde der Kader dank eines finanzkräftigen Budgets zu großen Teilen neu zusammengestellt. Am Ende erreichten die Würzburger Kickers die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern und qualifizierten sich damit für die Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga. Beim 1. FC Saarbrücken (Zweitplatzierter der Regionalliga Südwest) gewann Würzburg das Hinspiel mit 1:0. Saarbrücken siegte seinerseits in Unterfranken mit 1:0. Die Entscheidung fiel folglich im Elfmeterschießen, in dem Würzburg die Oberhand behielt und bereits nach einer Saison das Vorhaben des Aufstiegs erfüllte. Im Januar 2016 stellten die Würzburger Kickers das Projekt „3x2 – Würzburg kann mehr!“ vor. Ziel war es nun, innerhalb von drei Jahren in die 2. Fußball-Bundesliga aufzusteigen. Als Tabellendritter der Drittligasaison 2015/2016 bestritt Würzburg gegen den MSV Duisburg (16. der 2. Bundesliga) die Relegation und siegte mit 2:0 in Würzburg sowie 2:1 in Duisburg. Die Würzburger Kickers waren damit nach Einführung der 3. Liga im Jahr 2008 erst das zweite Team nach RB Leipzig, das den direkten Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Bundesliga meisterte. Anders als für das Marketingkonstrukt aus der Messestadt führte der Weg der Würzburger nach der Saison 2016/2017 allerdings wieder nach unten. Während man nach der Hinrunde 27 Punkte aus 17 Spielen auf dem Konto hatte, gelang den Unterfranken in der Rückserie bei 7 Unentschieden kein einziger Sieg. Mit 37 Punkten endete die Saison auf Tabellenrang 17, der den direkten Wiederabstieg in Liga 3 bedeutete. Die beiden letzten abgelaufenen Spielzeiten in der 3. Liga beendete Würzburg jeweils auf Rang 5.

Auf Seiten unseres FCC fehlen am Sonntag weiterhin die Langzeitverletzten Jannis Kübler (Schulterluxation), Matthias Kühne (Rekonvaleszenz nach Kreuzbandriss im rechten Knie) und Eroll Zejnullahu (Leisten-OP). Julian Günther-Schmidt (Kniebeschwerden) und Daniele Gabriele (Infekt) mussten letzte Woche im Training etwas kürzer treten. Bei den Würzburger Kickers fehlen die Langzeitverletzten Dominic Baumann (Bruch des Sprunggelenks) und Yassin Ibrahim (Leistenprobleme). Stürmer Luca Pfeiffer hat gegen den TSV 1860 München die gelb-rote Karte gesehen und ist damit am Sonntag ebenso gesperrt wie Dave Gnaase (5. Gelbe Karte). 

Die bisherigen Partien zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Würzburger Kickers – mit Angabe d. Torschützen in Klammern:
Saison 2017/2018 (3. Liga):
FC Würzburger Kickers - FC Carl Zeiss Jena 2:2 (Orhan Ademi (Foulelfmeter), Dennis Slamar (Eigentor) - René Eckardt, Julian Günther-Schmidt)
FC Carl Zeiss Jena - FC Würzburger Kickers 1:2 (Kevin Pannewitz - Patrick Göbel, Dominic Baumann)

Saison 2018/2019 (3. Liga):
FC Würzburger Kickers - FC Carl Zeiss Jena 5:2 (Janik Bachmann, Sebastian Schuppan, Orhan Ademi (Foulelfmeter), Dominic Baumann, Dennis Mast - René Eckardt, Philipp Tietz)
FC Carl Zeiss Jena - FC Würzburger Kickers 3:4 (Manfred Starke, Philipp Tietz, Felix Brügmann – 2 x Simon Skarlatidis, Dominic Baumann, Caniggia Elva)

Gesamtbilanz aus Sicht des FCC:
4 Spiele: 1 Unentschieden, 3 Niederlagen

Gesamtheimbilanz aus Sicht des FCC:
2 Heimspiele: 2 Niederlagen

Die bisherigen Saisonergebnisse in der 3. Liga - mit Angabe d. jeweiligen Torschützen für die Würzburger Kickers in Klammern:
FC Bayern München II H 3:1 (Luca Pfeiffer, Fabio Kaufmann, Dave Gnaase)
SpVgg Unterhaching A 4:5 (Luke Hemmerich, Luca Pfeiffer, 2 x Dominik Widemann)
SG Sonnenhof Großaspach H 0:3
FC Ingolstadt 04 A 0:3
SC Preußen Münster H 3:2 (Luca Pfeiffer, Albion Vrenezi (Foulelfmeter), Fabio Kaufmann)
Eintracht Braunschweig A 2:5 (Fabio Kaufmann, Luke Hemmerich)
FSV Zwickau H 0:2
SV Waldhof Mannheim A 2:1 (Sebastian Schuppan (Foulelfmeter), Albion Vrenezi)
SV Meppen H 3:2 (Luca Pfeiffer, Patrick Sontheimer, Simon Rhein)
1. FC Magdeburg A 0:3
TSV 1860 München H 2:1 (Dave Gnaase, Fabio Kaufmann)

Die Aufstellung der Würzburger Kickers aus dem letzten Spiel gegen den TSV 1860 München:
---------------------------------------- Vincent Müller -------------------------------------
Frank Ronstadt - Daniel Hägele - Sebastian Schuppan - Robert Herrmann
------------------ Simon Rhein -------------------- Dave Gnaase ---------------------
Fabio Kaufmann --------------- Patrick Sontheimer -------------- Albion Vrenezi
------------------------------------------ Luca Pfeiffer ---------------------------------------

In der Tabelle rangieren die Würzburger Kickers mit fünf Siegen und sechs Niederlagen aus bisher elf Spielen derzeit mit 15 Punkten und einem Torverhältnis von 19:28 auf dem 12. Platz. In der reinen Auswärtstabelle belegen die Unterfranken mit einem Siegen und vier Niederlagen aus fünf Partien auf des Gegners Platz aktuell mit 3 Punkten (Torverhältnis: 8:17) den 17. Rang.

Schiedsrichter am Sonntag gegen Würzburg ist Patrick Schwengers (26 Jahre, Travemünde/Schleswig-Holstein), seine Assistenten sind Pascal Wien (27 Jahre, Berlin) und Tim Kohnert (29 Jahre, Ballenstedt/Sachsen-Anhalt). Der für den TSV Travemünde pfeifende Patrick Schwengers leitet erst seit dieser Saison Partien in der 3. Liga, nachdem er seit der letzten Saison als Schiedsrichterassistent in der 3. Liga zum Einsatz kommt. Sein Drittligadebüt und zugleich seinen bis dato einzigen Drittligaeinsatz als Schiedsrichter feierte Schwengers am 19. August beim 2:1-Erfolg des FC Bayern München II beim Halleschen FC (3 gelbe Karten). Patrick Schwengers erhielt 2018 die Auszeichnung als "Schiedsrichter des Jahres" des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes. Eine Partie unseres FCC hat der 26-Jährige bisher ebenso wenig gepfiffen wie ein Spiel der Würzburger Kickers.

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