FC Carl Zeiss Jena - Hallescher FC

19.11.2019

Nachfolgend unsere Zahlen, Daten und Fakten vor dem 16. Spieltag der 3. Liga am Freitag, den 22. November 2019 (Anstoß 19.00 Uhr im Ernst-Abbe-Sportfeld) gegen den Halleschen FC.

Ein paar Infos zum Gegner:

Vereinsname: Hallescher Fußballclub e. V.

Gründungsdatum: 26. Januar 1966

Vereinsfarben: rot-weiß

Trainer: Torsten Ziegner (42 Jahre, Trainer seit 01.07.2018)

Homepage: http://www.hallescherfc.de/

Mitglieder: 2.111 (Stand: 07.10.2019)

Größte Erfolge: DDR-Meister 1952, FDGB-Pokalsieger 1956 und 1962, Teilnahme am Europapokal der Pokalsieger 1962, Teilnahme am UEFA-Pokal 1971 und 1991, Landespokalsieger Sachsen-Anhalt 1994, 2002, 2008, 2010, 2011, 2012, 2015, 2016 und 2019, Aufstieg in die 3. Liga 2012

Erfolgreichste Torschützen: Terrence Boyd (7 Treffer in 12 Spielen), Pascal Sohm (5 Treffer in 13 Spielen), Bentley Baxter Bahn, Patrick Göbel und Jonas Nietfeld (je 3 Treffer in 15 Spielen)

Durchschnittliche Anzahl der Auswärtsfahrer in der Saison 2019/2020: 909


Zum Saaleduell empfängt unser FCC am Freitag (Anstoß: 19.00 Uhr) den Halleschen FC unter Flutlicht im Ernst-Abbe-Sportfeld. Der HFC rangiert derzeit auf Rang 4 und hat direkte Tuchfühlung zur Tabellenspitze. Nach nur einem Sieg aus den letzten sieben Partien und zuletzt zwei 0:1-Niederlagen in Folge musste der Hallesche FC den zwischenzeitlich gehaltenen ersten Platz wieder räumen. Nach dem jüngsten 0:1 gegen den TSV 1860 München räumte Cheftrainer Torsten Ziegner, dessen Vertrag beim HFC vor zwei Wochen bis Sommer 2021 verlängert wurde, ein: "Wir haben lange Zeit sehr euphorischen Fußball, sehr guten Fußball gespielt, der vor allem durch Leichtigkeit geprägt war. Und das ist aktuell gar nicht zu sehen." Grund hierfür ist auch die gestiegene Erwartungshaltung im Umfeld des HFC nach Platz 4 am Ende der abgelaufenen Saison und einem guten Start in die aktuelle Spielzeit. "Die Situation, dass wir von vielen Leuten außerhalb ein gutes Feedback kriegen, treibt die Erwartungshaltung natürlich ein Stück weit hoch", erklärte Ziegner und ergänzte: "Aktuell können wir mit dieser Erwartungshaltung eben nicht umgehen. Und das lähmt beim Fußballspielen, das sorgt eher dafür, dass alles ein wenig verkrampft wirkt." Etwas verkrampft agierte Halle zuletzt bei zwei torlosen Partien in Serie auch in der Offensive. Und dennoch entpuppt sich gerade Neuzugang Terrence Boyd (28) als Glücksgriff. Der ehemalige US-amerikanische Nationalspieler traf in dieser Saison bereits siebenmal und bereite fünf weitere Treffer vor. Pünktlich zum Spiel am Freitag kehrt auch Halles Abwehrchef Sebastian Mai in den Kader zurück. Nach sechswöchiger Pause aufgrund einer Innenbandverletzung im Knie könnte der 1,95 Meter große Innenverteidiger am Freitag direkt in die Startelf des HFC rücken.

Für FCC-Coach Rico Schmitt geht es im Duell mit dem Halleschen FC gegen einen Ex-Club. Von April 2016 bis Sommer 2018 war Schmitt in 88 Pflichtspielen (30 Siege, 28 Unentschieden, 30 Niederlagen) Cheftrainer der Saalestädter.

Der Hallesche FC entstand am 26. Januar 1966 durch die Ausgliederung der Fußballsektion aus dem SC Chemie Halle. Als Vorläufer des Clubs gelten die SG Glaucha, die ZSG Union Halle, die SG Freiimfelde Halle, die BSG Turbine Halle (DDR-Meister 1952), der SC Chemie Halle-Leuna (FDGB-Pokalsieger 1956), der SC Chemie Halle (FDGB-Pokalsieger 1962) sowie der Hallesche FC Chemie. Unter diesem Vereinsnamen bestand der Verein bis zum 1. Juni 1991. Die erfolgreichste Zeit in der DDR-Oberliga hatte Halle in den Jahren 1966 bis 1973. Durch Platz 3 am Ende der Saison 1970/1971 gelang die Qualifikation für den UEFA-Pokal. Als FDGB-Pokalsieger 1962 spielte man bereits neun Jahre vorher im Europapokal mit, scheiterte jedoch in der 1. Runde des Europapokals der Pokalsieger am OFK Belgrad. In der 1. Runde des UEFA-Pokals 1971/1972 traf man auf den PSV Eindhoven. Nach einem 0:0 im Hinspiel in Halle, wurde die Mannschaft am Vorabend des Rückspiels in einen Großbrand des Hotels in Eindhoven verwickelt. Dabei kam Nachwuchsspieler Wolfgang Hoffmann ums Leben. Weitere Spieler verletzten sich teils bei Rettungsversuchen anderer Bewohner teilweise schwer. Der HFC Chemie zog sich daraufhin aus dem Wettbewerb zurück, das Rückspiel wurde nicht mehr ausgetragen. Dem Oberligaabstieg 1973 folgte der direkte Wiederaufstieg, an den sich zehn weitere Spielzeiten in der höchsten Spielklasse der DDR anschlossen. In der Saison 1991/1992 nahm Halle als Viertplatzierter der Oberliga Nordost erneut am UEFA-Pokal teil. Gegen Torpedo Moskau kam das Aus allerdings bereits in Runde 1. In der genannten Spielzeit trat Halle in der Südstaffel der 2. Bundesliga an. Mit dem Wechsel von Spielmacher Dariusz Wosz in der Winterpause zum VfL Bochum - bei dem der heute 49-jährige derzeit als Techniktrainer im Nachwuchsbereich tätig ist - begann der sportliche Niedergang der Hallenser. Denn der Abstieg aus der 2. Bundesliga konnte nicht mehr verhindert werden. Der kontinuierliche sportliche Abstieg konnte erst in der Verbandsliga (5. Liga) gestoppt werden. Ab der Saison 2000/2001 spielte der HFC für acht Spielzeiten in der NOFV-Oberliga Staffel Süd und konnte sich 2008 als Meister für die Regionalliga Nord qualifizieren. Eine Spielzeit später verpasste man als Tabellenzweiter nur knapp den Aufstieg in Liga 3, der schließlich 3 Jahre später gefeiert werden konnte.

Das Duell am Dienstag ist die insgesamt 81. Partie zwischen unserem FCC und dem Halleschen FC. Die Gesamtbilanz spricht mit 38 Siegen, 23 Unentschieden und erst 19 Niederlagen deutlich für unseren FCC. Noch klarer ist die Bilanz der bisher 38 Aufeinandertreffen im Ernst-Abbe-Sportfeld. Bei 25 Heimsiegen und neun Unentschieden konnte Halle erst viermal in Jena gewinnen. Am 3. Spieltag der letzten Saison gewann Halle in Jena deutlich mit 3:0 (3:0). Es war der erste Erfolg des HFC seit 26. April 1991 und nach zuletzt zwölf sieglosen Saaleduellen. Das Rückspiel in Halle am 2. Februar dieses Jahres endete torlos.

Auf Seiten unseres FCC fehlen am Freitag weiterhin die Langzeitverletzten Jannis Kübler (Schulterluxation), Matthias Kühne (Rekonvaleszenz nach Kreuzbandriss im rechten Knie), Eroll Zejnullahu (Leisten-OP), Marius Grösch (Meniskusverletzung im linken Knie) und Maximilian Rohr (Schlüsselbeinbruch). Ebenfalls passen mussten zuletzt Patrick Schorr (Muskelverletzung) und Marian Sarr (Knöchelverletzung). René Eckardt ist aktuell mit vier gelben Karten vorbelastet und müsste somit im Falle einer weiteren Verwarnung beim kommenden Auswärtsspiel beim FC Bayern München II am 29. November pausieren. Beim Halleschen fehlten zuletzt Tobias Schilk (Hüftverletzung) und Toni Lindenhahn (Bänderanriss im Sprunggelenk).

Die bisherigen Partien zwischen dem FCC und dem Halleschen FC seit der Saison 1991/1992 – mit Angabe der Torschützen in Klammern:
Saison 1991/1992 (2. Bundesliga):
FC Carl Zeiss Jena – Hallescher FC 2:0 (Olaf Schreiber, Udo Fankhänel)
Hallescher FC – FC Carl Zeiss Jena 0:0

Saison 2001/2002 (NOFV-Oberliga):
Hallescher FC – FC Carl Zeiss Jena 0:1 (Olaf Holetschek (Foulelfmeter))
FC Carl Zeiss Jena – Hallescher FC 1:0 (Christian Hauser)

Saison 2002/2003 (NOFV-Oberliga):
Hallescher FC – FC Carl Zeiss Jena 0:0
FC Carl Zeiss Jena – Hallescher FC 2:1 (Olaf Holetschek, Jörg Nowotny – Stefan Bloß)

Saison 2003/2004 (NOFV-Oberliga):
Hallescher FC – FC Carl Zeiss Jena 1:2 (Holger Krauß – Carsten Klee, Kais Manai)
FC Carl Zeiss Jena – Hallescher FC 2:0 (Eric Noll (Foulelfmeter), Kais Manai)

Saison 2004/2005 (NOFV-Oberliga):
FC Carl Zeiss Jena – Hallescher FC 3:3 (Alexander Maul, 2 x Sebastian Hähnge – Alexander Gleis, Michel Petrick, Marcel Trehkopf)
Hallescher FC – FC Carl Zeiss Jena 0:1 (Manuel Endres)

Saison 2017/2018 (3.Liga):
Hallescher FC – FC Carl Zeiss Jena 0:2 (Timmy Thiele, Davud Tuma)
FC Carl Zeiss Jena – Hallescher FC 2:1 (2 x Timmy Thiele – Erik Zenga)

Saison 2018/2019 (3.Liga):
FC Carl Zeiss Jena – Hallescher FC 0:3 (Mathias Fetsch, Pascal Sohm, Braydon Manu)
Hallescher FC – FC Carl Zeiss Jena 0:0

Gesamtbilanz aus Sicht des FCC:
80 Spiele: 38 Siege, 23 Unentschieden, 19 Niederlagen

Gesamtheimbilanz aus Sicht des FCC:
38 Heimspiele: 25 Siege, 9 Unentschieden, 4 Niederlagen

Die bisherigen Saisonergebnisse in der 3. Liga - mit Angabe d. jeweiligen Torschützen für den Halleschen FC in Klammern:
KFC Uerdingen A 0:1
F.C. Hansa Rostock H 1:0 (Björn Jopek)
FC Viktoria Köln A 2:0 (Sebastian Mai, Pascal Sohm)
Chemnitzer FC H 3:1 (Jonas Nietfeld, Bentley Baxter Bahn, Patrick Göbel)
FC Bayern München II H 1:2 (Terrence Boyd)
SpVgg Unterhaching A 3:0 (Julian Guttau, Terrence Boyd, Patrick Göbel)
SG Sonnenhof Großaspach H 4:0 (Kai Gehring (Eigentor), Terrence Boyd, Patrick Göbel, Jonas Nietfeld)
FC Ingolstadt 04 A 3:2 (2 x Terrence Boyd, Felix Drinkuth)
SC Preußen Münster H 2:2 (Pascal Sohm, Bentley Baxter Bahn (Handelfmeter))
Eintracht Braunschweig A 1:1 (Pascal Sohm)
FSV Zwickau H 1:1 (Bentley Baxter Bahn)
SV Waldhof Mannheim A 4:0 (Jonas Nietfeld, Pascal Sohm, Terrence Boyd, Felix Drinkuth)
SV Meppen H 3:3 (Pascal Sohm, Terrence Boyd, Julian Guttau)
1. FC Magdeburg A 0:1
TSV 1860 München H 0:1

Die Aufstellung des Halleschen FC aus dem letzten Spiel gegen den TSV 1860 München:
------------------------------ Kai Eisele -------------------------
Jannes Vollert - Niklas Kastenhofer - Niklas Landgraf
-------- Jan Washausen ---------- Björn Jopek -----------
Patrick Göbel - Bentley Baxter Bahn - Julian Guttau
---------- Pascal Sohm --------- Terrence Boyd ---------

In der Tabelle rangiert der Hallesche FC mit sieben Siegen, vier Unentschieden und vier Niederlagen aus bisher 15 Spielen derzeit mit 25 Punkten und einem Torverhältnis von 28:15 auf dem 4. Rang. In der reinen Auswärtstabelle belegen die Hallenser mit vier Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen aus sieben Partien auf des Gegners Platz sowie daraus resultierenden 13 Punkten (Torverhältnis: 13:5) den 3. Platz.

Schiedsrichter am Freitag gegen Halle ist Florian Exner (29 Jahre, Rechtsreferendar, Bielefeld), seine Assistenten sind Jörn Schäfer (27 Jahre, Dortmund) und Patrick Holz (24 Jahre, Münster). Florian Exner kommt erst seit der aktuellen Saison als Schiedsrichter in der 3. Liga zum Einsatz. Daneben ist er ebenfalls seit dieser Spielzeit Schiedsrichterassistent in der 2. Bundesliga. Er pfiff bis dato drei Drittligapartien (11 gelbe Karten, 1 gelb-rote Karte, 1 Elfmeter, kicker-Durchschnittsnote 3,67). Exner hat bisher weder eine Partie unseres FCC noch ein Spiel des Halleschen FC gepfiffen.

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