FC Carl Zeiss Jena - Karlsruher SC

04.02.2019

Nachfolgend unsere Zahlen, Daten und Fakten vor dem 23. Spieltag der 3. Liga am Samstag, den 9. Februar 2019 (Anstoß 14.00 Uhr im Ernst-Abbe-Sportfeld) gegen den Karlsruher SC.

Ein paar Infos zum Gegner:

Vereinsname: Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix e. V.

Gründungsdatum: 6. Juni 1894

Vereinsfarben: blau-weiß

Trainer: Alois Schwartz (51 Jahre, Trainer seit 29.08.2017)

Homepage: https://www.ksc.de/

Mitglieder: 7.351 (Stand: 17.07.2017)

Größte Erfolge: Deutscher Meister 1909 (als Karlsruher FC Phönix), Deutscher Vize-Meister 1956, DFB-Pokal-Sieger 1955 und 1956, DFB-Hallenpokal-Sieger 1995, UI-Cup-Gewinner 1996, UEFA-Pokal-Teilnahme 1993/1994 (Halbfinale), 1996/1997 und 1997/1998 (jeweils Achtelfinale), Meister der 2. Bundesliga 1975, 1984 und 2007

Erfolgreichste Torschützen: Marvin Pourié (11 Tore in 20 Spielen), Anton Fink (10 Tore in 21 Spielen, davon 3 Elfmeter), Marvin Wanitzek (4 Tore in 20 Spielen), Marc Lorenz (3 Tore in 18 Spielen, davon 1 Elfmeter)

Durchschnittliche Anzahl der Auswärtsfahrer in der Saison 2017/2018: 1.206


Mit dem 0:0 in Halle am Samstag, hat sich unser FCC einen weiteren wichtigen Punkt im Abstiegskampf gesichert. Es war zugleich das dritte torlose Remis in Folge. Man muss in den Geschichtsbüchern des FCC ziemlich weit zurückblättern, um auf eine Spielzeit zu stoßen, in der der FCC ebenfalls dreimal nacheinander 0:0 spielte. Ende April/Anfang Mai 1986 - der heutige Cheftrainer Lukas Kwasniok war damals noch keine 5 Jahre alt – spielte der FC Carl Zeiss Jena in der DDR-Oberliga unter Trainer Lothar Kurbjuweit zunächst beim FC Hansa Rostock, dann gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig und schließlich bei der SG Dynamo Dresden jeweils 0:0. Hierauf folgte im Heimspiel gegen den Favoriten und späteren Meister BFC Dynamo ein 3:1. Gegen eine Wiederholung am Samstag im Duell gegen den ebenfalls favorisierten Karlsruher SC hätten wir sicherlich nichts einzuwenden. Und dennoch muss sich der FCC im Heimspiel in Anbetracht der zuletzt gezeigten Leistungen nicht verstecken, sondern kann entsprechend selbstbewusst in das laut Lukas Kwasniok dritte Bonusspiel des laufenden Jahres gehen.

Es ist ohne Zweifel eine besondere Partie für FCC-Cheftrainer Lukas Kwasniok. Mit seiner Familie zog er 1988 von Polen nach Karlsruhe und begann das Fußballspielen beim Karlsruher SC, wo er bis zur U18 alle Jugendmannschaften durchlief. Und auch als Trainer war er bereits bei den Badenern aktiv. Von Nachwuchsleiter Edmund Becker entdeckt, wechselte er im Jahr 2014 in den Jugendbereich des Karlsruher SC, wo er zunächst die U17 und nach anderthalb Jahren die U19 trainierte. Am 4. Dezember 2016 ernannte der KSC Kwasniok interimsweise bis zum Ende des Kalenderjahres zum Cheftrainer der Zweitligamannschaft, die er daraufhin in den Spielen bei Dynamo Dresden und gegen Eintracht Braunschweig betreute - die beide übrigens 0:0 endeten. Anfang 2017 kehrte er zur U19 zurück. Trotz der am 30. Juli 2018 durch den KSC beendeten Zusammenarbeit mit Lukas Kwasniok, verließ er seinen „Herzensverein“ mit erhobenem Haupt. Der einstige Kapitän der deutschen U16-Nationalelf sagte nach der Trennung gegenüber ka-news.de: "Ich habe alles für den KSC rausgehauen, immer alles gegeben. Man hat mir das Herz rausgerissen, aber man hat mich nicht gebrochen!"

Doch nicht nur für Lukas Kwasniok, auch für die beiden Neuzugänge Jannis Kübler und Pierre Fassnacht ist das Heimspiel am Samstag eine ganz besondere Partie. Kübler erblickte am 25. Mai 1999 in Karlsruhe das Licht der Welt, ging im Alter von 9 Jahren zum KSC und durchlief dort bis zum Sommer 2016 sämtliche Jugendmannschaften. Nach 2 Jahren in Schalkes U19 rückte er im letzten Sommer zur U23 der Knappen auf und kam schließlich Mitte Januar vor allem auch wegen Lukas Kwasniok, unter dem er bereits im KSC-Nachwuchs 41 Partien bestritt, zum FCC. Nicht unter Lukas Kwasniok gespielt hat vor seinem Engagement beim FCC Pierre Fassnacht (23). Doch auch der Linksfuß war schon in der Jugend lange für den Karlsruher SC aktiv, ehe er zwischenzeitlich nach einem Jahr beim SSV Ulm und zuletzt nach 1 ½ Jahren beim 1. FC Saarbrücken ebenfalls in der Winterpause zum FCC wechselte.

Für den Karlsruher SC bildet das Auswärtsspiel beim FCC am Samstag den Auftakt in eine englische Woche. Nachdem die Auswärtspartie in Zwickau zum Restrundenauftakt wegen Neuschnees abgesagt wurde, wird sie nun am 12. Februar nachgeholt. Demzufolge absolvierte das Team von Cheftrainer Alois Schwartz im Fußballjahr 2019 erst ein Pflichtspiel. Am Samstag hatten die Badener den SC Fortuna Köln zu Gast im Wildpark. Trotz eines frühen Rückstands, der bis zur Pause Bestand hatte, wurde der KSC nicht nervös und erzielte zehn Minuten nach Wiederanpfiff in Person von Linksverteidiger Damian Roßbach per Kopf im Anschluss an eine Ecke den Ausgleich. Wiederum zehn Zeigerumdrehungen später überwand der auch bei Standards gefährliche Marvin Wanitzek den Kölner Keeper per Distanzschuss. Zehn Minuten vor dem Ende machte schließlich Anton Fink per Kopf den Deckel drauf. Der Karlsruher SC ist damit seit 9 Spielen in der Liga ungeschlagen (7 Siege, 2 Unentschieden). Die letzte Niederlage datiert bereits vom 21. Oktober des Vorjahres, als man zu Hause gegen Wehen Wiesbaden mit 2:5 klar den Kürzeren zog. Ein großes Plus der Badener ist die Eingespieltheit: Ganze 9 Spieler haben bereits 20 oder mehr Drittligapartien in der laufenden Saison bestritten und bilden damit den Kern der Mannschaft. Mit Torhüter Benjamin Uphoff und den beiden Verteidigern David Pisot und Marco Thiede haben drei Spieler in der laufenden Spielzeit noch keine Drittligaminute verpasst. Besonderes Augenmerk gilt dem Sturmduo Marvin Pourié (11 Tore) und Anton Fink (10 Treffer), die nach Unterhachings Stephan Hain zu den erfolgreichsten Torschützen der 3. Liga zählen.

Siebenmal standen sich unser FCC und der Karlsruher SC bisher im Rahmen eines Pflichtspiels gegenüber. Die Bilanz hieraus spricht mit zwei Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen aus Jenaer Sicht leicht für die Badener. Sowohl in der Saison 2000/2001 in der Regionalliga Süd, als auch in der Spielzeit 2006/2007 in der 2. Bundesliga hat unser FCC hierbei das Heimspiel verloren. In der letzten Saison trotzten wir dem KSC beim Hinspiel im Ernst-Abbe-Sportfeld ein 0:0 ab. Beim Hinspiel in Baden am 10. August des Vorjahres brachte Dominik Bock den FCC fünf Minuten vor dem Ende der Partie in Führung. Doch nur 120 Sekunden später glich Manuel Stiefler aus und sorgte am Ende für eine gerechte Punkteteilung.

René Eckardt ist aktuell mit 4 Gelben Karten vorbelastet und müsste somit im Falle einer weiteren Verwarnung beim Auswärtsspiel in Zwickau am 17. Februar pausieren. Ob Julian Günther-Schmidt (Leistenprobleme) und Michael Schüler (Schambeinprobleme) am Samstag in den Kader zurückkehren, entscheidet sich kurzfristig.

Die bisherigen Partien zwischen dem FCC und dem Karlsruher SC – mit Angabe d. jeweiligen Torschützen in Klammern:
Saison 2000/2001 (Regionalliga Süd):
FC Carl Zeiss Jena - Karlsruher SC 0:1 (Vitus Nagorny)
Karlsruher SC - FC Carl Zeiss Jena 1:3 (Carsten Rothenbach – Dirk Böcker, 2 x Miroslav Jovic)

Saison 2006/2007 (2. Bundesliga):
Karlsruher SC - FC Carl Zeiss Jena 4:1 (2 x Sebastian Freis, Edmond Kapllani, Bradley Carnell – Christian Fröhlich (Foulelfmeter))
FC Carl Zeiss Jena - Karlsruher SC 1:3 (Mark Zimmermann - Giovanni Federico, Edmond Kapllani, Bradley Carnell)

Saison 2017/2018 (3. Liga):
FC Carl Zeiss Jena - Karlsruher SC 0:0
Karlsruher SC - FC Carl Zeiss Jena 2:3 (Marvin Pourié, Marvin Wanitzek (Foulelfmeter) - Timmy Thiele, Julian Günther-Schmidt, Dominik Bock)

Saison 2018/2019 (3. Liga):
Karlsruher SC - FC Carl Zeiss Jena 1:1 (Manuel Stiefler - Dominik Bock)

Gesamtbilanz aus Sicht des FCC:
7 Spiele: 2 Siege, 2 Unentschieden, 3 Niederlagen

Gesamtheimbilanz aus Sicht des FCC:
3 Heimspiele: 1 Unentschieden, 2 Niederlagen

Die bisherigen Saisonergebnisse in der 3. Liga – mit Angabe d. jeweiligen Torschützen für den Karlsruher SC in Klammern:
Eintracht Braunschweig A 1:1 (Marvin Wanitzek)
FSV Zwickau H 1:1 (Anton Fink)
Fortuna Köln A 1:0 (Florent Muslija)
FC Carl Zeiss Jena H 1:1 (Manuel Stiefler)
1. FC Kaiserslautern A 0:0
Sportfreunde Lotte H 1:3 (Justin Möbius)
VfL Osnabrück A 1:0 (Anton Fink)
KFC Uerdingen 05 H 2:0 (Daniel Gordon, Marvin Pourié)
VfR Aalen A 3:1 (Anton Fink, Marc Lorenz, Marvin Pourié)
Energie Cottbus H 2:0 (Marvin Pourié, Anton Fink)
Hansa Rostock A 0:1
SV Wehen Wiesbaden H 2:5 (Anton Fink (Handelfmeter), Marvin Pourié)
SpVgg Unterhaching A 0:0
Würzburger Kickers H 2:1 (2 x Marvin Pourié)
SV Meppen A 3:2 (Marvin Pourié, Marvin Wanitzek, Marc Lorenz)
1860 München H 3:2 (Anton Fink, Marvin Pourié, David Pisot)
SG Sonnenhof Großaspach A 2:1 (Manuel Stiefler, Marvin Pourié)
Preußen Münster H 5:0 (Anton Fink, Marc Lorenz, 2 x Burak Camoglu, Marvin Pourié)
Hallescher FC A 3:0 (2 x Anton Fink, davon 1 x per Foulelfmeter, Marvin Pourié)
Eintracht Braunschweig H 1:1 (Marvin Wanitzek)
Fortuna Köln H 3:1 (Damian Roßbach, Marvin Wanitzek, Anton Fink)

Die Aufstellung des Karlsruher SC aus dem letzten Spiel gegen den SC Fortuna Köln:
------------------------------ Benjamin Uphoff -------------------------------
Marco Thiede - Daniel Gordon - David Pisot - Damian Roßbach
----------------- Manuel Stiefler ----- Marvin Wanitzek -----------------
Burak Camoglu ----------------------------------------------- Marc Lorenz
--------------- Anton Fink ------------- Marvin Pourié ------------------

In der Tabelle rangiert der Karlsruher SC mit zwölf Siegen, sechs Unentschieden und drei Niederlagen aus bisher 21 Spielen derzeit mit 42 Punkten und einem Torverhältnis von 37:21 auf dem 2. Rang. In der reinen Auswärtstabelle rangieren die Badener mit sechs Siegen, drei Unentschieden und erst einer Niederlage aus zehn Partien auf des Gegners Platz aktuell mit 21 Punkten und einem Torverhältnis von 14:6 auf dem 3. Platz.

Schiedsrichter am Samstag gegen den Karlsruher SC ist Patrick Hanslbauer (28 Jahre, Fürth), seine Assistenten sind Steffen Grimmeißen (29 Jahre, Löpsingen/Bayern) und Martin Speckner (23 Jahre, Schloßbach/Bayern). Patrick Hanslbauer kommt erst seit der aktuellen Saison als Schiedsrichter in der 3. Liga zum Einsatz, in der er bereits zuvor seit 2012 als Schiedsrichterassistent aktiv war. Der für den TSV Altenberg pfeifende Unparteiische hat unseren FCC bisher erst einmal gepfiffen - beim 0:0 gegen den VfR Aalen am 19. Oktober des Vorjahres (2 gelbe Karten, kicker-Note: 3,0). In seinen bisher vier Drittligaeinsätzen in der laufenden Drittligasaison entschied Hanslbauer zweimal auf Elfmeter.

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