FC Carl Zeiss Jena - SG Sonnenhof Großaspach

22.07.2018

Nachfolgend unsere Zahlen, Daten und Fakten vor dem 1. Spieltag der 3. Liga am Samstag, den 28. Juli 2018 (Anstoß 14.00 Uhr im Ernst-Abbe-Sportfeld) gegen die SG Sonnenhof Großaspach.

Ein paar Infos zum Gegner:

Vereinsname: Sportgemeinschaft Sonnenhof Großaspach e. V.

Gründungsdatum: 1920 / 25. August 1994

Vereinsfarben: rot-schwarz

Trainer: Sascha Hildmann (46 Jahre, Trainer seit 01.07.2017)

Homepage: http://www.sg94.de

Mitglieder: 700

Größte Erfolge: Meister der Oberliga Baden-Württemberg 2009, Landespokalsieger 2009, Meister der Regionalliga Südwest und Aufstieg in die 3. Liga 2014

Erfolgreichste Torschützen in der abgelaufenen Saison: Timo Röttger (10 Tore in 31 Spielen), Saliou Sané (8 Tore in 29 Spielen), Daniel Hägele, Pascal Sohm und Joseph-Claude Gyau (je 5 Tore)


68 Tage nach dem 5:0-Erfolg im Finale des Thüringer Landespokals beginnt für unseren FCC mit dem Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach am Samstag die Drittligasaison 2018/2019. Die abgelaufene Spielzeit beendete die Mannschaft von Cheftrainer Sascha Hildmann auf dem 14. Rang – 5 Punkte hinter unserem FCC auf Platz 11. Der personelle Aderlass der Sportgemeinschaft in der Sommerpause war mit einem ganzen Dutzend Spieler spürbar. Mit Saliou Sané (Karlsruher SC), Daniel Hägele (Würzburger Kickers), Pascal Sohm (Hallescher FC) und Joseph-Claude Gyau (MSV Duisburg) haben u.a. vier der fünf erfolgreichsten Torschützen der abgelaufenen Saison dem Drittligaaufsteiger von 2014 den Rücken gekehrt. Der Vereinsphilosophie als Aus- und Fortbildungsverein folgend, kann man die insgesamt zehn Neuzugänge weit überwiegend in die Kategorie jung, talentiert und entwicklungsfähig packen. Mit dem 28-jährigen Mittelfeldakteur Nicolas Jüllich vom liechtensteinischen, in der ersten schweizerischen Liga spielenden FC Vaduz fällt nur ein Akteur etwas aus dem Raster. Als zentraler Mittelfeldspieler war Jüllich bereits von 2013 bis 2017 für den selbsternannten Dorfklub aktiv, gehörte zu den Drittligaaufstiegshelden der Aspacher und absolvierte insgesamt 94 Pflichtspiele für die SG, in denen er zehn Tore erzielte und fünf weitere Treffer vorbereitete.

Nach dem Trainingsauftakt am 21. Juni gelang der SG Sonnenhof Großaspach zum Auftakt der Testspielreihe gegen den Bezirksligisten SG Schorndorf ein klarer 6:0-Erfolg (Torschützen: 3 x Stephane Mvibudulu, Timo Röttger, Philipp Hercher, Shqiprim Binakaj). Es folgten ein 2:1-Erfolg gegen den Regionalligisten FC-Astoria Walldorf und ein torloses Remis gegen den ebenfalls viertklassigen SV Elversberg. Im Trainingslager am Schliersee wurde zunächst eine Fußballer-Auswahl aus der Schliersee-Region mit 8:1 (Torschützen: Sebastian Bösel, 3 x Mike Owusu, Rudi Baku, 2 x Philipp Hercher, Jonas Meiser) und schließlich der österreichische Zweitligist WSG Wattens mit 3:0 besiegt (Torschützen: Philipp Hercher, Mike Owusu, Shqiprim Binakaj). Wieder in heimischen Gefilden angelangt, setzte die SG Sonnenhof ihre Serie von Vorbereitungsspielen erfolgreich fort und gewann gegen den Oberligameister und Regionalligaaufsteiger TSG Balingen klar mit 5:0 (Torschützen: Shqiprim Binakaj, Mike Owusu, Jonas Meiser, 2 x Eigentor). Die Generalprobe für den Saisonstart am Samstag bestritten die Aspacher aufgrund von notwendigen Umbauarbeiten im Robert-Schlienz-Stadion in Bad Cannstatt unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen den Bundesligisten VfB Stuttgart. Trotz einer 1:3-Niederlage - der einzigen verlorenen Partie in der Saisonvorbereitung - durfte Cheftrainer Sascha Hildmann mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden sein. Nach einem mutigen und offensiven Start in die Partie, drehte der Bundesligist auf und ging durch Tore von Holger Badstuber per Kopf (23.) und Erik Thommy (27.) mit 2:0 in Führung. Kurz vor der Pause verkürzte Joel Gerezgiher für Großaspach im Anschluss an eine gelungene Kombination auf 1:2. Im Verlaufe der zweiten Halbzeit kam der Erstligist zu einem weiteren Treffer zum am Ende standesgemäßen 3:1. Mit Innenverteidiger Korbinian Burger, Außenverteidiger Patrick Choroba, dem linken Mittelfeldspieler Philipp Hercher und OffensivspielerJoel Gerezgiher standen beim Test gegen den VfB Stuttgart vier Neuzugänge in der Startelf der SGS.

Angesprochen auf den Saisonauftakt am Samstag, die beiden torlosen Remis zwischen Jena und Großaspach in der Vorsaison und die Frage, ob er mit einem 0:0 in Jena leben könnte, sagte SGS-Coach Sascha Hildmann gegenüber liga-drei.de: „Wenn man die ersten Spiele nicht verliert, ist man erstmal zufrieden. Ich warte aber gerne das Spiel ab, denn je nachdem wie es läuft, kannst du glücklich sein über diesen Punkt, oder dich ärgern. Ich erinnere mich noch, dass wir letztes Jahr in Jena kurz vor Schluss durch Saliou Sané die große Chance auf den Siegtreffer hatten und er am freien Tor vorbeischoss. Im Rückspiel hatte dann Jena die Gelegenheit, das Spiel zu entscheiden. Am ersten Spieltag ist es noch schwieriger einzuschätzen, weil du die Mannschaft nicht kennst. Die 3. Liga ist brutal und wir sind demütig genug, uns über jeden Punkt zu freuen. Trotzdem wollen wir abwarten, was da auf uns zukommt.“ Im Hinblick auf den Entwicklungsstand seiner in größeren Teilen neuen Mannschaft sagte der Fußballlehrer: „Wir sind auf einem sehr guten Weg. Was mir an dieser Mannschaft gefällt ist, dass sie eine sehr gute Mentalität hat. Die Jungs sind sehr offen, gehen aufeinander zu und versuchen sich zu finden. Sie unternehmen auch zusammen viel. Im Trainingslager haben wir vor allem Spielformen gemacht, damit die Automatismen schnell greifen. Jetzt muss das alles zusammenwachsen. Wir werden in dieser Saison überall der Underdog sein, deshalb müssen wir uns über diese mannschaftliche Geschlossenheit von anderen Mannschaften absetzen.“

Der selbst ernannte „Dorfklub“ mit Wohlfühlatmosphäre macht erst seit 2009 überregional auf sich aufmerksam. Damals gelang als Meister der Oberliga Baden-Württemberg der Aufstieg in die viertklassige Regionalliga Süd. Die Rot-Schwarzen absolvieren nach dem Aufstieg 2014 bereits ihre fünfte Saison in der 3. Liga. Seit Beginn der letzten Saison ist Sascha Hildmann Cheftrainer in Großaspach. Der 46-jährige Fußballlehrer kam aus dem Nachwuchsleistungszentrum des 1. FSV Mainz 05 und löste Oliver Zapel (50) als Chefcoach ab. Hildmann absolvierte als Aktiver u.a. 36 Spiele in der 2. Bundesliga.

Die SG Sonnenhof Großaspach geht zurück auf den 1920 gegründeten Turnverein Großaspach. Am 1. März 1936 wurde in diesem eine Fußballabteilung ins Leben gerufen. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs wurde die Sportvereinigung Großaspach gegründet. Diese fusionierte am 25. August 1994 mit dem FC Sonnenhof Kleinaspach zur heutigen Sportgemeinschaft Sonnenhof Großaspach. Der FC Sonnenhof Kleinaspach geht wiederum zurück auf eine 1976 von Uli Ferber, dem damaligen Juniorchef und heutigen Inhaber des Kleinaspacher Erlebnishotels Sonnenhof, gegründete Stammtischmannschaft. Ferber hat sich seit Ende der 90er Jahre einen Namen als Spielerberater gemacht und u.a. den Transfer von Mario Gomez vom VfB Stuttgart zum FC Bayern München (Ablösesumme: 35 Mio. Euro) eingefädelt. Ferbers Ehefrau ist die Schlagersängerin Andrea Berg, die im Hotel regelmäßig Hauskonzerte gibt. Mitglieder dieser von Uli Ferber ins Leben gerufenen Thekenmannschaft gründeten wiederum 1982 den FC Sonnenhof Kleinaspach. Der Verein spielte zunächst erfolgreich in der Freizeitliga und nahm ab der Saison 1987/1988 am regulären Spielbetrieb des württembergischen Fußballverbandes teil. Anfang der 90er Jahre absolvierte auch Ralf Rangnick, der heutige Cheftrainer von RB Leipzig, ein paar Spiele für den FC Sonnenhof Kleinaspach. Im Jahr 1994, unmittelbar vor der Fusion mit der Sportvereinigung Großaspach, stieg der FC Sonnenhof Kleinaspach als Meister der Bezirksliga Rems/Murr in die Landesliga Württemberg auf. In dieser zählte die nunmehrige SG Sonnenhof Großaspach über Jahre hinweg zu den Spitzenteams und wurde u.a. 1996, 1998, 1999 und 2001 viermal Vizemeister. Im Jahr 2002 wurde die SG Sonnenhof schließlich Meister der Landesliga Württemberg und stieg in die Verbandsliga Württemberg auf. Nach zwei achten Plätzen konnte man am Ende der Saison 2004/2005 den Meistertitel und den damit verbundenen Aufstieg in die damals viertklassige Oberliga Baden-Württemberg feiern. Nach zwei Spielzeiten gegen den Abstieg übernahm der ehemalige Cheftrainer des Hamburger SV, Markus Gisdol, den Trainerposten bei der SG Sonnenhof Großaspach. Nach einem starken Saisonstart, der Großaspach bis an die Tabellenspitze führte, trat Gisdol im November 2007 aufgrund einer Auseinandersetzung mit der Vereinsspitze von seinem Amt zurück. Nach einem kurzen Intermezzo von Hans-Jürgen Boysen übernahm Anfang 2008 Thomas Letsch, der derzeit Austria Wien trainert, das Traineramt bei der SG Sonnenhof. Unter seiner Leitung landete Großaspach am Saisonende auf Rang 10. In der Saison 2008/2009 wurde die SG Sonnenhof unter Trainer Thomas Letsch Meister der Oberliga Baden-Württemberg und sicherte sich damit den Aufstieg in die Regionalliga Süd. Zudem gewann die Mannschaft den Landespokal und zog in den DFB-Pokal ein. Dort unterlag man nach 1:0-Halbzeitführung gegen den VfB Stuttgart am Ende mit 1:4. In den Spielzeiten 2010/2011 und 2011/2012 wurde die SG Sonnenhof Großaspach von Alexander Zorniger betreut, der nach Engagements bei RB Leipzig und dem VfB Stuttgart aktuell Trainer von Brøndby IF ist. Nachdem dieser zur Saison 2012/2013 zu RB Leipzig wechselte, übernahm Rüdiger Rehm den Posten des Cheftrainers. In der zweiten Saison unter Rehm wurde Großaspach Meister der Regionalliga Südwest. In den Aufstiegsspielen zur 3. Liga setzte man sich gegen die Zweitvertretung des VfL Wolfsburg nach einem 0:0 in Großaspach dank eines 1:0 in Wolfsburg durch und stieg somit 2014 in die 3. Liga auf. Im Laufe der ersten Saison in Liga 3 ließ Rüdiger Rehm sein Traineramt ruhen, um sich auf den Fußballlehrer-Lehrgang beim DFB konzentrieren zu können. Da jedoch unter seinem Vertreter Uwe Rapolder der Start in die Rückrunde enttäuschend verlief, übernahm Rehm vorzeitig wieder das Ruder und sicherte mit Tabellenrang 15 den Klassenerhalt. In der zweiten Drittligasaison 2015/2016 wurde Großaspach Vize-Herbstmeister. Aufgrund einer vor allem schwachen Punktausbeute in den Heimspielen konnte man die Position allerdings nicht halten und verpasste am letzten Spieltag auch noch Platz 4, der die Qualifikation für den DFB-Pokal bedeutet hätte. Zu Beginn der vorletzten Saison verließ Rüdiger Rehm (aktuell Coach des SV Wehen Wiesbaden) nach acht Jahren als Spieler und (Co-)Trainer den Verein. Unter seinem Nachfolger Oliver Zapel landete Großaspach am Ende der Saison 2016/2017 auf dem 10. Rang. Finanziell getragen wird die SG Sonnenhof Großaspach von einer Investorengruppe aus der Region, die überwiegend aus zumeist kleinen bis mittelständischen Unternehmen besteht.

Justin Gerlach steht Mark Zimmermann am Samstag aufgrund eines Haarrisses im Wadenbein nicht zur Verfügung. Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Neuzugang Felix Brügmann, der sich im Test gegen den Chemnitzer FC eine muskuläre Verletzung zugezogen hat. Auf Seiten der SG Sonnenhof Großaspach fehlen beim Saisonauftakt Nicolas Jüllich (OP im Adduktorenbereich) und Jannes Hoffmann (Kapselverletzung)

Die bisherigen Partien zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und der SG Sonnenhof Großaspach – mit Angabe d. Torschützen in Klammern:
Saison 2017/2018 (3. Liga):
FC Carl Zeiss Jena – SG Sonnenhof Großaspach 0:0
SG Sonnenhof Großaspach - FC Carl Zeiss Jena 0:0

Gesamtbilanz aus Sicht des FCC:
2 Spiele: 2 Unentschieden

Die Aufstellung der SG Sonnenhof Großaspach aus dem letzten Testspiel beim VfB Stuttgart:
------------------------------------- Kevin Broll ---------------------------------------
Yannick Thermann - Kai Gehring - Korbinian Burger - Patrick Choroba
-------------- Sebastian Bösel ---------------- Dominik Pelivan ----------------
Shqiprim Binakaj ----------------------------------------------- Philipp Hercher
-------------- Joel Gerezgiher ----------------- Timo Röttger --------------------

Schiedsrichter gegen Großaspach ist Robert Schröder (32 Jahre, Sportfachwirt, Hannover), seine Assistenten sind André Schönheit (30 Jahre, Niedersachsen) und Christian Meermann (27 Jahre, Vechta/Niedersachsen).

Schröder, dessen Heimatverein der HSC Hannover ist, wurde zur Saison 2018/2019 vom DFB als Schiedsrichter für die 1. Bundesliga nominiert, in der er als Schiedsrichterassistent bereits seit der Saison 2015/2016 zum Einsatz kommt. Der Niedersache pfeift seit der Spielzeit 2013/2014 Spiele in der 3. Liga und stieg 2 Jahre später in die 2. Bundesliga auf.

Robert Schröder hat bisher erst eine Partie unseres FCC gepfiffen, an die wir trotz der Niederlage äußerst positive Erinnerungen haben. Er war Spielleiter bei der 0:1-Heimniederlage gegen den FC Viktoria Köln, die den Aufstieg in die 3. Liga brachte. Schröder hatte in der zurückliegenden Zweitligasaison eine kicker-Durchschnittsnote von 2,50. In neun Partien zeigte er hierbei 43 gelbe und eine rote Karte. Auf Elfmeter entschied Schröder in den neun Partien nur einmal.

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