FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen

02.12.2018

Nachfolgend unsere Zahlen, Daten und Fakten vor dem 18. Spieltag der 3. Liga am Freitag, den 7. Dezember 2018 (Anstoß 19.00 Uhr im Ernst-Abbe-Sportfeld) gegen den SV Meppen.

Ein paar Infos zum Gegner:

Vereinsname: Sportverein Meppen 1912 e. V.

Gründungsdatum: 29. November 1912

Vereinsfarben: blau-weiß

Trainer: Christian Neidhart (50 Jahre, Trainer seit 01.07.2013)

Homepage: http://www.svmeppen.de

Mitglieder: 1.300 (Stand: 01.09.2018)

Größte Erfolge: Niedersachsenmeister 1968, 1979 und 2011, Meister der Oberliga Nord 1987, Niedersachsenpokalsieger 1999, Meister der Regionalliga Nord und Aufstieg in die 3. Liga 2017

Erfolgreichste Torschützen: Nick Proschwitz (5 Tore in 6 Spielen, davon 1 Elfmeter), Nico Granatowski und Deniz Undav (je 3 Tore), Marius Kleinsorge und Thilo Leugers (je 2 Tore)

Durchschnittliche Anzahl der Auswärtsfahrer in der Saison 2018/2019: 596


Nach der deutlichen 2:5-Niederlage in Würzburg, steht für unseren FCC mit der Partie gegen den SV Meppen am Freitag (Anstoß: 19.00 Uhr) bereits das letzte Heimspiel des Jahres 2018 auf dem Programm. 102 lange Tage warten wir am Freitag bereits auf einen Dreier im heimischen Paradies - zuletzt gelang dieses Unterfangen am 27. August mit dem 2:1 gegen den FSV Zwickau. Beim Blick auf die Tabelle wird die sportliche Bedeutung der Partie zwischen unserem FCC auf Rang 17 und dem SV Meppen auf Platz 18 deutlich. Der SV Meppen gewann am Sonntag nach zuvor fünf sieglosen Partien in Serie in der heimischen Hänsch-Arena mit 3:0 gegen den SC Fortuna Köln. Meppen feierte damit im Kellerduell gegen die Domstädter einen auch für das Selbstvertrauen wichtigen Sieg. „Wir haben unsere Tugenden abgerufen und um jeden Ball gekämpft. Bei Standards waren mir mit Hassan Amin immer gefährlich. Ein perfekter Spieltag für uns. Mit solch einer Leistung bin ich zuversichtlich, dass wir vor Weihnachten über dem Strich in der Tabelle stehen“ zeigte sich Meppens Cheftrainer Christian Neidhart auf der Pressekonferenz nach dem Spiel optimistisch und wird bereits am Freitag in Jena alles daran setzen, den ersten Auswärtserfolg der Saison zu landen.

Der SV Meppen, der die Saison 2017/2018 in der 3. Liga als Aufsteiger auf dem starken 7. Rang beendete, musste in der Sommerpause den Abgang von Torjäger Benjamin Girth verkraften. Der 26-jährige Angreifer, der in der abgelaufenen Saison satte 19 Treffer für Meppen erzielte, schloss sich dem Zweitligisten Holstein Kiel an. Mitte Oktober wechselte Nick Proschwitz zum SV Meppen. Der 32-jährige, in Weißenfels geborene Angreifer, stand bis zum Ende der letzten Saison beim niederländischen Erstligisten Sparta Rotterdam unter Vertrag. Der 1,92 Meter große kopfballstarke Angreifer schlug direkt ein. Mit bereits fünf Treffern in sechs Partien für seinen neuen Club avancierte Proschwitz binnen kürzester Zeit zum erfolgreichsten Torschützen des SV Meppen. Nicht weniger als fünf der letzten acht Meppener Treffer erzielte Nick Proschwitz und erfüllte damit voll die Ankündigung als „Transfer-Coup mit Ausrufezeichen". Proschwitz wurde 2012 beim SC Paderborn Torschützenkönig der 2. Liga, wechselte anschließend zu Hull City in die zweite englische Liga und stieg mit dem Team in die Premier League auf.

In der letzten Saison kamen wir im Heimspiel gegen den SV Meppen am 16. September des Vorjahres zu einem 2:2, als Sören Eismann mit einem Doppelpack die 2:0-Pausenführung der Norddeutschen noch egalisierte. Beim Rückspiel in Meppen brachte Maximilian Wolfram unseren FCC in Führung. Durch Treffer von Marius Kleinsorge und Benjamin Girth siegte Meppen am Ende mit 2:1. Die Gesamtbilanz weist zwischen unserem FCC und dem SV Meppen bis dato zwölf Partien auf. Daraus resultieren vier Jenaer Siege, die Hälfte der Partien endete unentschieden und zweimal siegten die Norddeutschen.

Der SV Meppen geht auf den am 29. November 1912 ins Leben gerufenen "Fußballclub Amisia Meppen" zurück. Amisia ist der lateinische Name des Flusses Ems. Acht Jahre später fusionierte der FC Amisia mit dem Männer-Turnverein (MTV) Meppen zum Turn- und Sportverein Meppen 1912. Bereits ein Jahr später machte sich die Fußballabteilung des TuS Meppen selbstständig und ging unter dem Namen "SV Meppen 1912" fortan eigene sportliche Wege. Nach Ende des 2. Weltkriegs machte eine mit zahlreichen polnischen Spielern verstärkte Mannschaft mit der Qualifikation für die neu eingeführte Landesliga Weser/Ems erstmals überregional auf sich aufmerksam. 1957 gelang als souveräner Meister der Bezirksklasse Emsland der Sprung in die Amateurliga Niedersachsen. 1964 wurde der SV Meppen Meister der West-Staffel der Amateuroberliga Niedersachsen und vier Jahre später Meister der Niedersachsenliga. Die anschließende Aufstiegsrunde zur Regionalliga war jedoch in beiden Fällen nicht von Erfolg gekrönt. 1970 durfte Meppen als Tabellenfünfter erneut an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga teilnehmen und absolvierte diese diesmal erfolgreich. Nach nur einer Spielzeit in der damals zweithöchsten Spielklasse, der Regionalliga Staffel Nord, musste der SV Meppen allerdings den direkten Wiederabstieg verkraften. Doch die Norddeutschen kamen zurück und schafften die direkte Rückkehr in die Regionalliga, in der sie sich fortan etablieren konnten. Nach der Spielklassenreform im Jahr 1974 gehörte der SV Meppen - mit Ausnahme der Landesliga-Saison 1978/1979 - fast eineinhalb Jahrzehnte der dritthöchsten Klasse, der Amateuroberliga Nord, an. Im Sommer 1987, pünktlich zum 75-jährigen Vereinsjubiläum, gelang Meppen mit einer Mannschaft, die fast ausschließlich aus emsländischen Eigengewächsen bestand, der Gewinn des Norddeutschen Meistertitels. In der anschließenden Aufstiegsrunde wurde der Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt gemacht. Zwischen 1987 und 1998 spielte der Verein in der 2. Bundesliga und kam hierbei in den Heimspiel regelmäßig zu fünfstelligen Zuschauerzahlen. Er wurde in dieser Zeit über die Landesgrenzen hinaus zum Kultverein und zum Synonym für Zweitliga-Fußball. Als Tabellenletzter der Saison 1997/1998 musste der SV Meppen in die Regionalliga absteigen und verfehlte in der Folgesaison den angestrebten direkten Wiederaufstieg deutlich. Im Jahr 2000 verpasste man die Qualifikation für die zweigleisige Regionalliga und spielte fortan in der viertklassigen Oberliga Niedersachsen. Im Jahr 2003 musste der Verein aufgrund großer wirtschaftlicher Probleme gar Insolvenz anmelden. Als Meister der Oberliga Niedersachsen schaffte der SV Meppen am Ende der Saison 2010/2011 den Aufstieg in die Regionalliga Nord. Beginnend mit dem Amtsantritt des heutigen Cheftrainers Christian Neidhardt im Sommer 2013, der gleichzeitig als Sportdirektor fungiert, wurde die Entwicklung einer Mannschaft vorangetrieben. Auf dieser Basis fußt wesentlich die Meisterschaft in der Regionalliga Nord sowie die starke Premierensaison in der 3. Liga. Geschäftsführer des SV Meppen ist seit Sommer 2017 Ronald Maul (45). Der Jenenser, der für den FCC in der Zweitligasaison 2006/2007 24 Pflichtspiele absolvierte, „verfügt über ein unglaubliches Netzwerk“, so Andreas Kremer. Der Vorstandssprecher des SV Meppen kennt Maul, der wie der Vereinschef in Osnabrück wohnt, seit einigen Jahren. Mauls Hauptaufgabe in Emden sind die Bereiche Sponsoring und Vermarktung.

Mark Zimmermann muss am Freitag gegen Meppen auf Kevin Pannewitz und Guillaume Cros verzichten, die beide in Würzburg jeweils ihre fünfte gelbe Karte sahen und damit gesperrt sind. Aktuell wegen Verletzungen noch nicht wieder (voll) am Trainingsbetrieb teilnehmen können Florian Brügmann (Bänderriss im Knöchel) und Justin Schau (Kapselverletzung Knöchel). Niclas Erlbeck und Manfred Starke könnten nach auskurierten Erkältungskrankheiten am Freitag wieder in den Kader zurückkehren. René Eckardt ist aktuell mit 4 Gelben Karten vorbelastet und müsste somit im Falle einer weiteren Verwarnung beim kommenden Auswärtsspiel beim TSV 1860 München pausieren. Thilo Leugers fiel gegen Fortuna Köln kurzfristig aufgrund muskulärer Probleme aus - er hatte sich beim Aufwärmen verletzt. Daneben stehen Marcel Gebers (Hüftverletzung), Fabian Senninger (Kreuzbandriss), Steffen Puttkammer (Muskelfaserriss), Patrick Posipal (Adduktorenverletzung) und Mirco Born (Bänderriss) bereits seit längerer Zeit verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.

Die bisherigen Partien zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem SV Meppen – mit Angabe d. Torschützen in Klammern:
Saison 1992/1993 (2. Bundesliga):
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 0:1 (Robert Thoben)
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 1:2 (Andreas Helmer – 2 x Heiko Weber)

Saison 1993/1994 (2. Bundesliga):
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 0:0
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 1:1 (Andreas Helmer – Jonathan Akpoborie)

Saison 1995/1996 (2. Bundesliga):
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 1:1 (Damir Bujan – Heiko Cramer)
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 2:2 (Karsten Hutwelker, Heiko Weber - Lamin Conteh, Stefan Brasas)

Saison 1996/1997 (2. Bundesliga):
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 0:0
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 2:1 (Andreas Helmer (Eigentor), Heiko Cramer - Robert Thoben)

Saison 1997/1998 (2. Bundesliga):
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 2:1 (Daniel Bärwolf, Mark Zimmermann - Carsten Marell)
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 0:2 (Thomas Gerstner (Foulelfmeter), Robert Kocis)

Saison 2017/2018 (3. Liga):
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 2:2 (Marius Kleinsorge, Jovan Vidovic - 2 x Sören Eismann)
SV Meppen – FC Carl Zeiss Jena 2:1 (Marius Kleinsorge, Benjamin Girth - Maximilian Wolfram)

Gesamtbilanz aus Sicht des FCC:
12 Spiele: 4 Siege, 6 Unentschieden, 2 Niederlagen

Gesamtheimbilanz aus Sicht des FCC:
6 Heimspiele: 2 Siege, 3 Unentschieden, 1 Niederlage

Die bisherigen Saisonergebnisse in der 3. Liga – mit Angabe d. jeweiligen Torschützen für den SV Meppen in Klammern:
Sportfreunde Lotte A 0:0
VfL Osnabrück H 0:2
KFC Uerdingen 05 A 2:3 (Christian Dorda (Eigentor), Nico Granatowski)
VfR Aalen H 1:0 (Thilo Leugers)
Energie Cottbus A 1:1 (Nico Granatowski)
Hansa Rostock H 1:3 (Kai Bülow (Eigentor))
SV Wehen Wiesbaden A 0:3
SpVgg Unterhaching H 3:3 (Jovan Vidovic, Deniz Undav, Julian von Haacke)
Würzburger Kickers A 1:2 (Deniz Undav)
Eintracht Braunschweig H 4:2 (Thilo Leugers, Nico Granatowski, Deniz Undav, Martin Wagner)
1860 München H 1:0 (Hassan Amin)
SG Sonnenhof Großaspach A 0:1
Preußen Münster H 1:2 (Nick Proschwitz)
Hallescher FC A 1:2 (Nick Proschwitz)
Karlsruher SC H 2:3 (Nick Proschwitz (Handelfmeter), Marius Kleinsorge)
FSV Zwickau A 1:1 (Nick Proschwitz)
Fortuna Köln H 3:0 (Nico Brandenburger (Eigentor), Marius Kleinsorge, Nick Proschwitz)

Die Aufstellung des SV Meppen aus dem letzten Spiel gegen den SC Fortuna Köln:
------------------------------------ Erik Domaschke -----------------------------------
Janik Jesgarzewski - Jovan Vidovic - Marco Komenda - Hassan Amin
----------------- Markus Ballmert ---------------- Luka Tankulic ------------------
Marius Kleinsorge ----------- Martin Wagner ------------ Nico Granatowski
------------------------------------ Nick Proschwitz ------------------------------------

In der Tabelle rangiert der SV Meppen mit vier Siegen, vier Unentschieden und neun Niederlagen aus bisher 17 Spielen derzeit mit 16 Punkten und einem Torverhältnis von 22:28 auf dem 18. Rang. In der reinen Auswärtstabelle belegt Meppen mit drei Unentschieden und fünf Niederlagen aus acht Spielen auf des Gegners Platz sowie daraus resultierenden 3 Punkten (Torverhältnis: 6:13) aktuell sieglos den 19. Platz.

Schiedsrichterin am Freitag gegen Meppen ist Katrin Rafalski (36 Jahre, Röntgentechnische Assistentin, Bad Zwesten/Hessen), ihre Assistenten sind Michael Kimmeyer (27 Jahre, Aystetten/Bayern) und Joshua Herbert (24 Jahre, Nüsttal/Hessen). Die für den TSV Besse pfeifende Katrin Rafalski leitet bereits seit 2007 Spiele in der Frauen Bundesliga und ist seit 2010 FIFA-Schiedsrichter-Assistentin. In dieser Rolle kam sie bei der WM 2011 in Deutschland und 2015 in Kanada zum Einsatz. Die Hessin wurde als Schiedsrichterin des Jahres 2014/2015 ausgezeichnet. Im Männerbereich pfeift Rafalski seit dieser Saison in der 3. Liga und ist seit 2016 Assistentin in der 2. Fußball-Bundesliga und damit als vierte Frau nach Gertrud Regus, Bibiana Steinhaus und Nicole Schumacher als Schiedsrichterin in den beiden Bundesligen aktiv.

In der aktuellen Drittligaspielzeit standen bisher drei Partien unter der Leitung von Katrin Rafalski (11 gelbe Karten, kein Elfmeter, kicker-Durchschnittsnote: 3,00). Eine Partie unseres FCC hat Rafalski bis dato nicht gepfiffen.

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