FC Würzburger Kickers - FC Carl Zeiss Jena

28.11.2018

Nachfolgend unsere Zahlen, Daten und Fakten vor dem 17. Spieltag der 3. Liga am Samstag, den 1. Dezember 2018 (Anstoß 14.00 Uhr in der FLYERALARM Arena) beim FC Würzburger Kickers.

Ein paar Infos zum Gegner:

Vereinsname: Fußball-Club Würzburger Kickers e. V.

Gründungsdatum: 17. November 1907

Vereinsfarben: rot-weiß

Trainer: Michael Schiele (40 Jahre, Trainer seit 23.10.2017)

Homepage: https://www.wuerzburger-kickers.de/

Mitglieder: 1.100 (Stand: 1. Juli 2017)

Größte Erfolge: Aufstieg in die 2. Bundesliga 1977 und 2016, Aufstieg in die 3. Liga 2015, Aufstieg in die Regionalliga Bayern 2012, Landespokalsieger 2014 und 2016

Erfolgreichste Torschützen: Orhan Ademi (4 Tore in 16 Spielen, davon 1 Elfmeter), Simon Skarlatidis (4 Tore in 16 Spielen), Dominic Baumann (3 Tore in 16 Spielen), Dave Gnaase und Patrick Göbel (je 2 Tore)

Stadion: FLYERALARM Arena (Adresse: Mittlerer Dallenbergweg 49, 97082 Würzburg). Kapazität: 13.090 Plätze, davon 10.208 Stehplätze und 2.882 Sitzplätze, davon 2.562 überdacht.

Heimzuschauerschnitt in der Saison 2018/2019: 4.997


Nach der spektakulären 4:5-Heimniederlage gegen die SpVgg Unterhaching, gastiert unser FCC am Samstag beim Tabellenzwölften, dem FC Würzburger Kickers. Die Unterfranken warten in der 3. Liga nach zwischenzeitlich fünf Siegen und einem Remis aus sechs Partien inzwischen seit sieben Spielen auf einen Sieg. Zuletzt gewann die Elf von Cheftrainer Michael Schiele, dessen Vertrag in Würzburg Anfang Oktober bis 2020 mit Option für eine weitere Spielzeit verlängert wurde, am 25. September. Damals erzielte Dave Gnaase, Neuzugang aus Heidenheim, in der vierten Minute der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer gegen den SV Meppen. Am letzten Samstag punkteten die Kickers nach zuvor vier Niederlagen beim torlosen Remis beim zuletzt ebenfalls kriselnden SC Fortuna Köln zumindest einfach. „Mit der ersten Halbzeit konnten wir nicht zufrieden sein. Wir haben ein paar Halbchancen und zum Ende des Durchgangs eine Großchance zugelassen, die Leon aber entschärfen konnte. Nach dem Seitenwechsel waren wir dann besser in der Partie. Wir haben zu keinem Zeitpunkt nachgelassen und wollten bis zum Schluss gewinnen, am Ende aber nehmen wir den Punkt mit“ sagte FWK-Cheftrainer Michael Schiele nach der Partie in der Domstadt, bei der Enes Küc, der im Sommer vom Berliner AK an den Main wechselte, sein Startelf-Debüt in der 3. Liga feierte.

Heimspielstätte des FC Würzburger Kickers ist das Stadion am Dallenberg, das seit März 2013 den Namen FLYERALARM Arena (eine Online-Druckerei mit Sitz in Würzburg) trägt. Es hat eine Kapazität von 13.090 Plätzen, davon 10.208 Stehplätze und 2.882 Sitzplätze. Das ursprüngliche Stadion wurde ab Mitte der 60er Jahre errichtet und war während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 Trainingsgelände der Nationalmannschaft Ghanas. Damit das Stadion zweitligatauglich wurde, waren 2016 umfangreiche Bau- und Erweiterungsmaßnahmen nötig. So wurde beispielsweise die Kapazität der Gegengerade durch Stahlrohrtribünen von 5.000 auf 7.000 Stehplätze angehoben. Neu hinzu kam ebenfalls ein VIP-Gebäude für 500 Personen. Die neuen Anlagen waren allesamt ohne die notwendige rechtskräftige Baugenehmigung in Betrieb gegangen. Nach Klagen und einer Rechtsaufsichtsbeschwerde von Anwohnern bei der Regierung von Unterfranken, die aufgrund der Lärmbelästigung vereinzelt Entschädigungsforderungen in Millionenhöhe geltend machten, wurden die Kickers in der letzten Saison u.a. verpflichtet, nicht mehr als 10.006 Tickets zu verkaufen, das VIP-Zelt direkt nach Abpfiff zu schließen und es wurde untersagt, Partien nach 19.30 Uhr anzupfeifen. Inzwischen hat die Stadt Würzburg zumindest die Erweiterung mit einer Baugenehmigung nachträglich legalisiert, so dass wieder die volle Kapazität des Stadions in den Ticketverkauf gehen kann.

Der FC Würzburger Kickers wurde am 17. November 1907 gegründet. Es entwickelte sich sehr schnell eine erfolgreiche Mannschaft, die zusammen mit dem drei Jahre älteren Lokalrivalen FV 04 Würzburg den Fußball im Nordwesten Bayerns dominierte. Nach dem 2. Weltkrieg schloss sich der TSV Würzburg dem FC Würzburger Kickers an und der Verein trat fortan als SC Würzburger Kickers auf. Von 1950 an nahm der Verein ununterbrochen 27 Jahre lang am Spielbetrieb in der drittklassigen Bayernliga teil. Ab dem Jahr 1956 trat der Verein hierbei wieder als FC Würzburger Kickers auf.1977 gelang der Aufstieg in die 2. Bundesliga, dem jedoch als Tabellenneunzehnter nach nur einer Saison der direkte Wiederabstieg in die Bayernliga folgte. 1983 mussten die Kickers dann gar in die viertklassige Landesliga absteigen. In den Spielzeiten 1990/1991, 1997/1998 sowie 2008/2009 gelang jeweils für eine Saison der Sprung von der Landes- in die Bayernliga. Es folgte jedoch jeweils der direkte Wiederabstieg. Der sportliche Niedergang folgte in der Saison 2001/2002 sowie 2002/2003, als innerhalb von 2 Jahren die Abstiege bis in die Bezirksoberliga und schließlich die Bezirksliga Unterfranken Mitte (7. Liga) angetreten werden mussten. Durch die sportliche Talfahrt stand der Verein zu dieser Zeit zudem kurz vor der Insolvenz und damit neben dem sportlichen auch vor dem finanziellen Absturz. Durch den Meistertitel in der Landesliga Nord 2012 waren die Würzburger Kickers zur Teilnahme an der Relegation zur neuen fünfgleisigen Regionalliga berechtigt. Hierbei konnten sich die Unterfranken durchsetzen, somit die fünftklassige Bayernliga überspringen und ab der Spielzeit 2012/2013 in der viertklassigen Regionalliga Bayern an den Start gehen. Nach den Plätzen 10 und 11 beschloss der Vorstand vor Ende der Saison 2013/2014, den Aufstieg in die 3. Liga innerhalb der folgenden drei Jahre anzustreben. Hierzu wurden der Slogan „Würzburg braucht Profis!“ und das Projekt „3x3“ - In drei Jahren in die 3. Liga ins Leben gerufen. Unter dem ehemaligen Profi und neuen Cheftrainer Bernd Hollerbach wurde der Kader dank eines finanzkräftigen Budgets zu großen Teilen neu zusammengestellt. Am Ende erreichten die Würzburger Kickers die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern und qualifizierten sich damit für die Relegation um den Aufstieg in die 3. Liga. Beim 1. FC Saarbrücken (Zweitplatzierter der Regionalliga Südwest) gewann Würzburg das Hinspiel mit 1:0. Saarbrücken siegte seinerseits in Unterfranken mit 1:0. Die Entscheidung fiel folglich im Elfmeterschießen, in dem Würzburg die Oberhand behielt und bereits nach einer Saison das Vorhaben des Aufstiegs erfüllte. Im Januar 2016 stellten die Würzburger Kickers das Projekt „3x2 – Würzburg kann mehr!“ vor. Ziel war es nun, innerhalb von drei Jahren in die 2. Fußball-Bundesliga aufzusteigen. Als Tabellendritter der Drittligasaison 2015/2016 bestritt Würzburg gegen den MSV Duisburg (16. der 2. Bundesliga) die Relegation und siegte mit 2:0 in Würzburg sowie 2:1 in Duisburg. Die Würzburger Kickers waren damit nach Einführung der 3. Liga im Jahr 2008 erst das zweite Team nach RB Leipzig, das den direkten Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Bundesliga meisterte. Anders als für das Marketingkonstrukt aus der Messestadt führte der Weg der Würzburger nach der Saison 2016/2017 allerdings wieder nach unten. Während man nach der Hinrunde 27 Punkte aus 17 Spielen auf dem Konto hatte, gelang den Unterfranken in der Rückserie bei 7 Unentschieden kein einziger Sieg. Mit 37 Punkten endete die Saison auf Tabellenrang 17, der den direkten Wiederabstieg in Liga 3 bedeutete. Die abgelaufene Spielzeit in der 3. Liga beendete Würzburg mit 61 Punkten auf Rang 5.

In Würzburg geboren wurden mit Mathis Böhler (23) und Manuel Endres (39) zwei Kicker mit Jenaer Vergangenheit. Böhler wechselte 2010 vom 1. FC Schweinfurt 05 zur U17 unseres FCC. Er durchlief die Jugendabteilungen und absolvierte insgesamt zwölf Pflichtspiele (1 Tor) für unsere 1. Mannschaft. Nach einer Saison beim ZFC Meuselwitz (2016/2017) wechselte der Angreifer zum Oberligisten SV Merseburg 99 und schloss sich nach nur einem halben Jahr dem SG Union Sandersdorf an. Von Anfang 2005 bis Anfang 2006 absolvierte Manuel Endres 27 Pflichtspiele für unseren FCC und erzielte hierbei beachtliche 20 Treffer. Seit Ende seiner aktiven Karriere ist Endres beruflich als Fahrlehrer in der Fahrschule seines Vaters Werner in Würzburg tätig. Werner Endres spielte in den 70er Jahren in der 2. Bundesliga für den Lokalrivalen der Kickers, den FV 04 Würzburg.

Aktuell wegen Verletzungen noch nicht wieder (voll) am Trainingsbetrieb teilnehmen können Florian Brügmann (Bänderriss im Knöchel) und Justin Schau (Kapselverletzung Knöchel). Niclas Erlbeck und Manfred Starke sind beide noch krank und nehmen derzeit nicht am Mannschaftstraining teil, so dass ein Einsatz am Samstag aktuell unwahrscheinlich ist. Kevin Pannewitz und Guillaume Cros sind aktuell mit jeweils 4 Gelben Karten vorbelastet und müssten somit im Falle einer weiteren Verwarnung beim kommenden Heimspiel gegen Meppen am 7. Dezember pausieren. Auf Seiten der Würzburger Kickers standen in Köln Patrick Drewes und Patrick Göbel aufgrund eines Magen-Darm-Virus nicht zur Verfügung. Die etatmäßige Nummer 1 der Kickers, Patrick Drewes, hat seine hartnäckige Muskelverletzung im Oberschenkel auskuriert und könnte damit am Samstag im Falle der Genesung vom Magen-Darm-Virus nach mehr als 2 Monaten Pause zwischen die Pfosten der Unterfranken zurückkehren.

Die bisherigen Partien zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Würzburger Kickers – mit Angabe d. Torschützen in Klammern:
Saison 2017/2018 (3. Liga):
FC Würzburger Kickers - FC Carl Zeiss Jena 2:2 (Orhan Ademi (Foulelfmeter), Dennis Slamar (Eigentor) - René Eckardt, Julian Günther-Schmidt)
FC Carl Zeiss Jena - FC Würzburger Kickers 1:2 (Kevin Pannewitz - Patrick Göbel, Dominic Baumann)

Gesamtbilanz aus Sicht des FCC:
2 Spiele: 1 Unentschieden, 1 Niederlage

Die bisherigen Saisonergebnisse in der 3. Liga - mit Angabe d. jeweiligen Torschützen für die Würzburger Kickers in Klammern:
VfL Osnabrück A 1:2 (Dave Gnaase)
KFC Uerdingen 05 H 0:2
VfR Aalen A 2:3 (Dennis Mast, Simon Skarlatidis)
Energie Cottbus H 3:1 (Orhan Ademi, Simon Skarlatidis, Dominic Baumann)
Hansa Rostock A 4:0 (Hendrik Hansen, Simon Skarlatidis, Janik Bachmann, Orhan Ademi)
SV Wehen Wiesbaden H 3:1 (Patrick Göbel, Dominic Baumann, Fabio Kaufmann)
SpVgg Unterhaching A 1:0 (Dominic Baumann)
Eintracht Braunschweig H 1:1 (Gustav Valsvik)
SV Meppen H 2:1 (Orhan Ademi, Dave Gnaase)
1860 München A 1:1 (Simon Skarlatidis)
SG Sonnenhof Großaspach H 0:0
Preußen Münster A 0:1
Hallescher FC H 1:2 (Orhan Ademi (Foulelfmeter))
Karlsruher SC A 1:2 (Patrick Göbel)
FSV Zwickau H 0:2
Fortuna Köln A 0:0

Die Aufstellung der Würzburger Kickers aus dem letzten Spiel beim SC Fortuna Köln:
----------------------------------------------- Leon Bätge -----------------------------------------
Maximilian Ahlschwede - Hendrik Hansen - Sebastian Schuppan - Kai Wagner
---------------------- Dave Gnaase -------------------- Daniel Hägele ----------------------
Fabio Kaufmann -------------------------------------------------------------------- Enes Küc
----------------------- Orhan Ademi ---------------- Patrick Breitkreuz ----------------------

In der Tabelle rangieren die Würzburger Kickers mit fünf Siegen, vier Unentschieden und sieben Niederlagen aus bisher 16 Spielen derzeit mit 19 Punkten und einem Torverhältnis von 20:19 auf dem 12. Platz. In der reinen Heimtabelle belegen die Unterfranken mit drei Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen in der heimischen FLYERALARM Arena aktuell mit 11 Punkten (Torverhältnis: 10:10) den 14. Rang.

Schiedsrichter am Samstag in Würzburg ist Jonas Weickenmeier (29 Jahre, Frankfurt/Main), seine Assistenten sind Timo Wlodarczak (30 Jahre, Bebra-Weiterode/Hessen) und Dennis Meinhardt (26 Jahre, Fulda/Hessen). Der für den TSV Lämmerspiel pfeifende Jonas Weickenmeier leitet seit der letzten Saison wieder Partien in der 3. Liga, nachdem er dort bereits in den Spielzeiten 2012/2013 und 2013/2014 als Unparteiischer zum Einsatz kam. Als Schiedsrichterassistent ist Weickenmeier bereits seit der Saison 2012/2013 in der 2. Bundesliga aktiv.

Jonas Weickenmeier leitete in der letzten Spielzeit das 2:2 unseres FCC im Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte am 24. Spieltag. In der aktuellen Drittligaspielzeit standen bisher drei Partien unter der Leitung von Jonas Weickenmeier (16 gelbe Karten, ein Elfmeter, kicker-Durchschnittsnote: 2,67).

Die bisherigen Partien unseres FCC unter der Leitung von Schiedsrichter Jonas Weickenmeier:
2017/2018 Sportfreunde Lotte H 2:2 (7 gelbe Karten)

Gesamtbilanz unseres FCC unter der Leitung von Schiedsrichter Jonas Weickenmeier:
1 Spiel: 1 Unentschieden

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