SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena

21.08.2019

Nachfolgend unsere Zahlen, Daten und Fakten vor 6. Spieltag der 3. Liga am Samstag, den 24. August 2019 (Anstoß 14.00 Uhr in der Hänsch-Arena) beim SV Meppen.

Ein paar Infos zum Gegner:

Vereinsname: Sportverein Meppen 1912 e. V.

Gründungsdatum: 29. November 1912

Vereinsfarben: blau-weiß

Trainer: Christian Neidhart (50 Jahre, Trainer seit 01.07.2013)

Homepage: http://www.svmeppen.de

Mitglieder: 1.526 (Stand: 14. Juni 2019)

Größte Erfolge: Niedersachsenmeister 1968, 1979 und 2011, Meister der Oberliga Nord 1987, Niedersachsenpokalsieger 1999, Meister der Regionalliga Nord 2017

Erfolgreichste Torschützen: Deniz Undav (2 Tore in 5 Spielen), Julius Düker und Marcus Piossek (je 1 Tor)

Stadion: Hänsch-Arena (Anschrift: Lathener Str. 15 a, 49716 Meppen): 13.815 Plätze, davon 4.600 überdachte Sitzplätze

Zuschauerschnitt in der Saison 2019/2020: 7.167


Am Samstag gastiert unser FCC am 6. Spieltag der Drittligasaison 2019/2020 beim SV Meppen und wird in der Hänsch-Arena einen neuen Anlauf unternehmen, um endlich die ersten Punkte in der laufenden Spielzeit einzufahren. Die letzten Erinnerungen an Meppen sind durchaus positiv. Sicherte sich unser FCC dort doch am 11. Mai und dem vorletzten Spieltag der abgelaufenen Saison dank eines Treffers von Maximilian Wolfram zuletzt einen Auswärtsdreier – es war der erste Sieg in Meppen nach mehr als 21 Jahren. Dieser brachte unseren Klub in die Situation, den Klassenerhalt im letzten Spiel in der eigenen Hand zu haben. Mit Nick Proschwitz (Eintracht Braunschweig) und Nico Granatowski (VfL Osnabrück) haben zwei Leistungsträger des SV Meppen den Club im Sommer verlassen. Als Ersatz für Proschwitz wurde Julius Düker (23) vom SC Paderborn verpflichtet. Mit Linksaußen Valdet Rama (31) wurde in dieser Woche ein Ersatz für Nico Granatowski an die Hänsch-Arena gelotst. Der Kosovo-Albaner stand zuletzt beim albanischen Erstligisten FK Kukësi unter Vertrag und kann auf zahlreiche Einsätze in der 1. und 2. Bundesliga sowie der ersten spanischen Liga verweisen.

Der SV Meppen hat aus bisher fünf Drittligapartien in der laufenden Saison einen Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen eingefahren. In der heimischen Hänsch-Arena gab es eine 0:2-Niederlage gegen Zwickau und eine 1:3-Niederlage gegen Magdeburg. Der bis dato einzige Saisonerfolg stammt vom 4:2-Sieg bei Aufsteiger Chemnitzer FC. Am letzten Wochenende holte Meppen beim TSV 1860 München ein torloses Remis, ein Ergebnis, mit dem der langjährige Cheftrainer Christian Neidhardt nicht unzufrieden war: „Wir fahren zufrieden nach Hause. Wir haben in der ersten Hälfte gute Umschaltmomente gehabt, haben aber die falschen Entscheidungen getroffen. Das Spiel von 1860 konnten wir nicht effektiv genug stören. Das haben wir nach der Halbzeit korrigiert. Zum Ende hatten wir gute Gelegenheiten hier den Sieg klarzumachen. Genauso hätte der TSV aber in der 92. Minute noch das Tor machen können. Sehr gut, dass wir den Punkt mitnehmen. Am nächsten Wochenende wollen wir zu Hause gegen Jena das hier vergolden.“

Die Gesamtbilanz unseres FCC gegen die Norddeutschen ist leicht positiv. Bei bisher insgesamt 14 direkten Duellen gab es fünf Jenaer Erfolge, sechs Unentschieden und drei Siege des SV Meppen.

Der SV Meppen geht auf den am 29. November 1912 ins Leben gerufenen "Fußballclub Amisia Meppen" zurück. Amisia ist der lateinische Name des Flusses Ems. Acht Jahre später fusionierte der FC Amisia mit dem Männer-Turnverein (MTV) Meppen zum Turn- und Sportverein Meppen 1912. Bereits ein Jahr später machte sich die Fußballabteilung des TuS Meppen selbstständig und ging unter dem Namen "SV Meppen 1912" fortan eigene sportliche Wege. Nach Ende des 2. Weltkriegs machte eine mit zahlreichen polnischen Spielern verstärkte Mannschaft mit der Qualifikation für die neu eingeführte Landesliga Weser/Ems erstmals überregional auf sich aufmerksam. 1957 gelang als souveräner Meister der Bezirksklasse Emsland der Sprung in die Amateurliga Niedersachsen. 1964 wurde der SV Meppen Meister der West-Staffel der Amateuroberliga Niedersachsen und vier Jahre später Meister der Niedersachsenliga. Die anschließende Aufstiegsrunde zur Regionalliga war jedoch in beiden Fällen nicht von Erfolg gekrönt. 1970 durfte Meppen als Tabellenfünfter erneut an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga teilnehmen und absolvierte diese diesmal erfolgreich. Nach nur einer Spielzeit in der damals zweithöchsten Spielklasse, der Regionalliga Staffel Nord, musste der SV Meppen allerdings den direkten Wiederabstieg verkraften. Doch die Norddeutschen kamen zurück und schafften die direkte Rückkehr in die Regionalliga, in der sie sich fortan etablieren konnten. Nach der Spielklassenreform im Jahr 1974 gehörte der SV Meppen - mit Ausnahme der Landesliga-Saison 1978/1979 - fast eineinhalb Jahrzehnte der dritthöchsten Klasse, der Amateuroberliga Nord, an. Im Sommer 1987, pünktlich zum 75-jährigen Vereinsjubiläum, gelang Meppen mit einer Mannschaft, die fast ausschließlich aus emsländischen Eigengewächsen bestand, der Gewinn des Norddeutschen Meistertitels. In der anschließenden Aufstiegsrunde wurde der Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt gemacht. Zwischen 1987 und 1998 spielte der Verein in der 2. Bundesliga und kam hierbei in den Heimspiel regelmäßig zu fünfstelligen Zuschauerzahlen. Er wurde in dieser Zeit über die Landesgrenzen hinaus zum Kultverein und zum Synonym für Zweitliga-Fußball. Als Tabellenletzter der Saison 1997/1998 musste der SV Meppen in die Regionalliga absteigen und verfehlte in der Folgesaison den angestrebten direkten Wiederaufstieg deutlich. Im Jahr 2000 verpasste man die Qualifikation für die zweigleisige Regionalliga und spielte fortan in der viertklassigen Oberliga Niedersachsen. Im Jahr 2003 musste der Verein aufgrund großer wirtschaftlicher Probleme gar Insolvenz anmelden. Als Meister der Oberliga Niedersachsen schaffte der SV Meppen am Ende der Saison 2010/2011 den Aufstieg in die Regionalliga Nord. Beginnend mit dem Amtsantritt des heutigen Cheftrainers Christian Neidhardt im Sommer 2013, der gleichzeitig als Sportdirektor fungiert, wurde die Entwicklung einer Mannschaft vorangetrieben. Auf dieser Basis fußt wesentlich die Meisterschaft in der Regionalliga Nord 2017 und der damit verbundene Aufstieg in die 3. Liga. Geschäftsführer des SV Meppen ist seit Sommer 2017 Ronald Maul (46). Der Jenenser, der für unseren FCC in der Zweitligasaison 2006/2007 24 Pflichtspiele absolvierte, „verfügt über ein unglaubliches Netzwerk“, so Andreas Kremer. Der Vorstandssprecher des SV Meppen kennt Maul, der wie der Vereinschef in Osnabrück wohnt, seit einigen Jahren. Mauls Hauptaufgabe in Emden sind die Bereiche Sponsoring und Vermarktung.

Auf Seiten unseres FCC fehlen am Samstag weiterhin Justin Schau (Riss des vorderen und mittleren Außenbandes im linken Knöchel) und Matthias Kühne (Rekonvaleszenz nach Kreuzbandriss im rechten Knie). Patrick Schorr könnte nach seinem Muskelfaserriss ebenso wie Jannis Kübler (Innenbanddehnung im rechten Knie) in den Kader zurückkehren. Maximilian Rohr ist nach seiner roten Karte aus dem Spiel in Zwickau wieder spielberechtigt. Auf Seiten des SV Meppen fehlten am letzten Wochenende Thilo Leugers (Fersenprobleme), Florian Egerer (private Gründe), Hassan Amin (krank), Leonard Bredol (leichte Zerrung im Adduktorenbereich) und Marius Kleinsorge (Probleme mit der Bauchmuskulatur).

Die bisherigen Partien zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem SV Meppen – mit Angabe d. Torschützen in Klammern:
Saison 1992/1993 (2. Bundesliga):
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 0:1 (Robert Thoben)
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 1:2 (Andreas Helmer – 2 x Heiko Weber)

Saison 1993/1994 (2. Bundesliga):
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 0:0
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 1:1 (Andreas Helmer – Jonathan Akpoborie)

Saison 1995/1996 (2. Bundesliga):
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 1:1 (Damir Bujan – Heiko Cramer)
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 2:2 (Karsten Hutwelker, Heiko Weber - Lamin Conteh, Stefan Brasas)

Saison 1996/1997 (2. Bundesliga):
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 0:0
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 2:1 (Andreas Helmer (Eigentor), Heiko Cramer - Robert Thoben)

Saison 1997/1998 (2. Bundesliga):
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 2:1 (Daniel Bärwolf, Mark Zimmermann - Carsten Marell)
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 0:2 (Thomas Gerstner (Foulelfmeter), Robert Kocis)

Saison 2017/2018 (3. Liga):
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 2:2 (Marius Kleinsorge, Jovan Vidovic - 2 x Sören Eismann)
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 2:1 (Marius Kleinsorge, Benjamin Girth – Maximilian Wolfram)

Saison 2018/2019 (3. Liga):
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 1:2 (Julian Günther-Schmidt - Deniz Undav, Marius Kleinsorge)
SV Meppen – FC Carl Zeiss Jena 0:1 (Maximilian Wolfram)

Gesamtbilanz aus Sicht des FCC:
14 Spiele: 5 Siege, 6 Unentschieden, 3 Niederlagen

Gesamtauswärtsbilanz aus Sicht des FCC:
7 Auswärtsspiele: 3 Siege, 3 Unentschieden, 1 Niederlage

Die bisherigen Saisonergebnisse in der 3. Liga – mit Angabe d. jeweiligen Torschützen für den SV Meppen in Klammern:
FSV Zwickau H 0:2
SV Waldhof Mannheim A 0:0
Chemnitzer FC A 4:2 (2 x Deniz Undav, Nils Blumberg (Eigentor), Marcus Piossek)
1. FC Magdeburg H 1:3 (Julius Düker)
TSV 1860 München A 0:0

Die Aufstellung des SV Meppen aus dem letzten Spiel beim TSV 1860 München:
------------------------------------- Erik Domaschke -------------------------------------
Markus Ballmert - Yannick Osée - Steffen Puttkammer - Marco Komenda
---------------------- Marcus Piossek ------------ Willi Evseev -----------------------
Max Kremer --------------------- Deniz Undav ------------------------ René Guder
---------------------------------------- Julius Düker -----------------------------------------

In der Tabelle rangiert der SV Meppen mit einem Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen aus bisher fünf Spielen derzeit mit 5 Punkten und einem Torverhältnis von 5:7 auf dem 15. Rang. In der reinen Heimtabelle belegt Meppen punktlos mit zwei Niederlagen aus ebenso vielen Spielen in der heimischen Hänsch-Arena (Torverhältnis: 1:5) den 20. und letzten Platz.

Schiedsrichter am Samstag in Meppen ist Tobias Schultes (28 Jahre, Betzigau/Bayern), seine Assistenten sind Andreas Hummel (29 Jahre, Betzigau/Bayern) und Christopher Schwarzmann (31 Jahre, Scheßlitz/Bayern). Tobias Schultes kommt seit der letzten Saison als Schiedsrichter in der 3. Liga zum Einsatz, in der er bereits zuvor für 2 Spielzeiten als Schiedsrichterassistent aktiv war. Daneben ist er seit der letzten Saison Assistent in der 2. Bundesliga. Der für den TSV Betzigau pfeifende Unparteiische hat in der letzten Spielzeit insgesamt 10 Drittligapartien gepfiffen (49 gelbe Karten, 2 Elfmeter), darunter unser torloses Remis gegen den VfL Osnabrück am 10. Spieltag (3 gelbe Karten).

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