SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena

03.04.2018

Nachfolgend unsere Zahlen, Daten und Fakten vor dem Nachholspiel des 27. Spieltags der 3. Liga am Mittwoch, den 4. April 2018 (Anstoß 19.00 Uhr in der Hänsch-Arena) beim SV Meppen.

Ein paar Infos zum Gegner:

Vereinsname: Sportverein Meppen 1912 e. V.

Gründungsdatum: 29. November 1912

Vereinsfarben: blau-weiß

Trainer: Christian Neidhart (49 Jahre, Trainer seit 01.07.2013)

Homepage: http://www.svmeppen.de

Mitglieder: 1000

Größte Erfolge: Niedersachsenmeister 1968, 1979 und 2011, Meister der Oberliga Nord 1987, Niedersachsenpokalsieger 1999, Meister der Regionalliga Nord 2017

Erfolgreichste Torschützen: Benjamin Girth (16 Treffer in 30 Spielen), Marius Kleinsorge (6 Treffer in 27 Spielen), Thilo Leugers (3 Treffer in 28 Spielen, davon 3 Elfmeter), Martin Wagner (3 Treffer in 30 Spielen)

Stadion: Hänsch-Arena (Anschrift: Lathener Str. 15 a, 49716 Meppen): 13.815 Plätze, davon 4.600 überdachte Sitzplätze

Zuschauerschnitt in der Saison 2017/2018: 7.016


Mit gleich 7 Pflichtspielen, davon 5 aus des Gegners Platz, sieht der Spielplan für unseren FCC im Monat April ein straffes Programm vor. Los geht es am Mittwoch mit dem Nachholspiel des 27. Spieltags beim Tabellenelften SV Meppen. Mit über 500 Kilometern zwischen dem heimischen Ernst-Abbe-Sportfeld und der Hänsch-Arena liegt damit zugleich die längste Auswärtsfahrt der Saison vor dem Team. Am ursprünglichen Spieltermin, dem 3. März, konnte die Partie nicht stattfinden. Der Platz in der Hänsch-Arena, der über keine Rasenheizung verfügt und aufgrund einer Übergangsregelung für Aufsteiger in dieser Spielzeit auch noch nicht verfügen muss, war damals tiefgefroren. Nach dem Aufsteigerduell am Mittwoch wird unser FCC gar nicht erst nach Thüringen zurückreisen, sondern sich in Niedersachsen auf das dann folgende Auswärtsspiel im 200 Kilometer entfernten Paderborn vorbereiten.

Der SV Meppen spielt als Aufsteiger eine souveräne Saison. Mit Ausnahme weniger Spieltage rangierte die Mannschaft von Cheftrainer Christian Neidhardt konstant in der ersten Tabellenhälfte. Echte Abstiegssorgen kamen so in Niedersachsen kaum auf. Der SV Meppen hat mit durchschnittlich mehr als 7.000 Zuschauern den sechstbesten Zuschauerschnitt der 3. Liga und durfte in der laufenden Spielzeit in Summe bereits mehr als 100.000 Zuschauer in der heimischen Hänsch-Arena begrüßen. Mit Benjamin Girth steht der drittbeste Torschütze der 3. Liga in Reihen der Blau-Weißen. Ganze 16-mal netzte der 26-jährige kopfballstarke Angreifer bereits. Und aufgepasst! Der gebürtige Magdeburger weiß, wie man gegen unseren FCC Tore erzielt. Im Trikot des VFC Plauen erzielte er beim 4:2-Heimsieg unseres FCC gegen die Vogtländer am 11. August 2013 beide Treffer für die Spitzenstädter. Girth ist der herausragende Akteur in einer sehr stabilen und äußerst unbequem zu bespielenden Mannschaft. Am Samstag gastierte der SV Meppen beim Tabellenfünften SC Fortuna Köln. Nach dem 0:0 gegen Tabellenführer SC Paderborn in der Vorwoche, gelang nach zuvor insgesamt sechs sieglosen Partien in Serie gegen die Kölner der zehnte Saisonerfolg. Benjamin Girth und Luka Tankulic steuerten beim 2:0-Auswärtssieg die Meppener Treffer bei. Mit einem Heimerfolg gegen unseren FCC könnte der SV Meppen auch die letzten rechnerischen Zweifel am Klassenerhalt in Liga 3 beseitigen. Der SV Meppen hat im Vorverkauf rund 3.500 Karten für das Nachholspiel am Mittwoch abgesetzt. Er erwartet etwa 5.000 Zuschauer.

Nur noch wenige Zeiss-Fans dürften sich an das letzte Gastspiel in Meppen erinnern. Fast 20 Jahre sind seit dem letzten Duell am 19. April 1998 vergangen. Unser FCC siegte damals vor 5.500 Zuschauern im Emslandstadion durch Tore von Thomas Gerstner per Foulelfmeter und Robert Kocis mit 2:0. Kocis war 10 Minuten vor dem Ende der Partie für den heutigen Coach und damaligen Stürmer Mark Zimmermann eingewechselt worden. Die Bilanz unseres FCC gegen die Norddeutschen ist insgesamt sehr positiv. Nur die Premierenpartie beider Vereine am 18. September 1992 im Ernst-Abbe-Sportfeld konnte Meppen mit 1:0 für sich entscheiden. Es folgten bis dato vier Jenaer Siege und sechs Unentschieden. Ein Remis gab es auch beim Hinspiel am 16. September des Vorjahres, als Sören Eismann mit einem Doppelpack die 2:0-Pausenführung der Norddeutschen noch egalisierte.

Der SV Meppen geht auf den am 29. November 1912 ins Leben gerufenen "Fußballclub Amisia Meppen" zurück. Amisia ist der lateinische Name des Flusses Ems. Acht Jahre später fusionierte der FC Amisia mit dem Männer-Turnverein (MTV) Meppen zum Turn- und Sportverein Meppen 1912. Bereits ein Jahr später machte sich die Fußballabteilung des TuS Meppen selbstständig und ging unter dem Namen "SV Meppen 1912" fortan eigene sportliche Wege. Nach Ende des 2. Weltkriegs machte eine mit zahlreichen polnischen Spielern verstärkte Mannschaft mit der Qualifikation für die neu eingeführte Landesliga Weser/Ems erstmals überregional auf sich aufmerksam. 1957 gelang als souveräner Meister der Bezirksklasse Emsland der Sprung in die Amateurliga Niedersachsen. 1964 wurde der SV Meppen Meister der West-Staffel der Amateuroberliga Niedersachsen und vier Jahre später Meister der Niedersachsenliga. Die anschließende Aufstiegsrunde zur Regionalliga war jedoch in beiden Fällen nicht von Erfolg gekrönt. 1970 durfte Meppen als Tabellenfünfter erneut an der Aufstiegsrunde zur Regionalliga teilnehmen und absolvierte diese diesmal erfolgreich. Nach nur einer Spielzeit in der damals zweithöchsten Spielklasse, der Regionalliga Staffel Nord, musste der SV Meppen allerdings den direkten Wiederabstieg verkraften. Doch die Norddeutschen kamen zurück und schafften die direkte Rückkehr in die Regionalliga, in der sie sich fortan etablieren konnten. Nach der Spielklassenreform im Jahr 1974 gehörte der SV Meppen - mit Ausnahme der Landesliga-Saison 1978/1979 - fast eineinhalb Jahrzehnte der dritthöchsten Klasse, der Amateuroberliga Nord, an. Im Sommer 1987, pünktlich zum 75-jährigen Vereinsjubiläum, gelang Meppen mit einer Mannschaft, die fast ausschließlich aus emsländischen Eigengewächsen bestand, der Gewinn des Norddeutschen Meistertitels. In der anschließenden Aufstiegsrunde wurde der Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt gemacht. Zwischen 1987 und 1998 spielte der Verein in der 2. Bundesliga und kam hierbei in den Heimspiel regelmäßig zu fünfstelligen Zuschauerzahlen. Er wurde in dieser Zeit über die Landesgrenzen hinaus zum Kultverein und zum Synonym für Zweitliga-Fußball. Als Tabellenletzter der Saison 1997/1998 musste der SV Meppen in die Regionalliga absteigen und verfehlte in der Folgesaison den angestrebten direkten Wiederaufstieg deutlich. Im Jahr 2000 verpasste man die Qualifikation für die zweigleisige Regionalliga und spielte fortan in der viertklassigen Oberliga Niedersachsen. Im Jahr 2003 musste der Verein aufgrund großer wirtschaftlicher Probleme gar Insolvenz anmelden. Als Meister der Oberliga Niedersachsen schaffte der SV Meppen am Ende der Saison 2010/2011 den Aufstieg in die Regionalliga Nord. Beginnend mit dem Amtsantritt des heutigen Cheftrainers Christian Neidhardt im Sommer 2013, der gleichzeitig als Sportdirektor fungiert, wurde die Entwicklung einer Mannschaft vorangetrieben. Auf dieser Basis fußt wesentlich die letztjährige Meisterschaft in der Regionalliga Nord sowie der positive Verlauf der aktuellen Drittligasaison. Geschäftsführer des SV Meppen ist seit Sommer 2017 Ronald Maul (45). Der Jenenser, der für den FCC in der Zweitligasaison 2006/2007 24 Pflichtspiele absolvierte, „verfügt über ein unglaubliches Netzwerk“, so Andreas Kremer. Der Vorstandssprecher des SV Meppen kennt Maul, der wie der Vereinschef in Osnabrück wohnt, seit einigen Jahren. Mauls Hauptaufgabe in Emden sind die Bereiche Sponsoring und Vermarktung.

Auf Seiten unseres FCC kehrt Florian Brügmann gegen Meppen nach abgesessener Gelbsperre in den Kader zurück. Verzichten muss Mark Zimmermann auf Justin Gerlach („kleiner“ Muskelfaserriss), Matthias Kühne (Rückenprobleme), Niclas Erlbeck (grippaler Infekt) und Maximilian Schlegel (Pfeiffersches Drüsenfieber). Raphael Koczor, Dennis Slamar, Timmy Thiele, Kevin Pannewitz und Jan Löhmannsröben sind vor der Nachholpartie in Meppen aktuell mit jeweils 4 Gelben Karten vorbelastet und müssten somit im Falle einer weiteren Verwarnung beim Auswärtsspiel in Paderborn am 7. April pausieren. Auf Seiten des SV Meppen laboriert Stammkeeper Erik Domaschke an Rückenbeschwerden und muss gegen unseren FCC vermutlich der aus der Werder-Jugend stammenden Nummer 2 Jeroen Gies (23) den Vorzug geben.

Die bisherigen Partien zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem SV Meppen – mit Angabe d. Torschützen in Klammern:
Saison 1992/1993 (2. Bundesliga):
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 0:1 (Robert Thoben)
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 1:2 (Andreas Helmer – 2 x Heiko Weber)

Saison 1993/1994 (2. Bundesliga):
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 0:0
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 1:1 (Andreas Helmer – Jonathan Akpoborie)

Saison 1995/1996 (2. Bundesliga):
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 1:1 (Damir Bujan – Heiko Cramer)
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 2:2 (Karsten Hutwelker, Heiko Weber - Lamin Conteh, Stefan Brasas)

Saison 1996/1997 (2. Bundesliga):
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 0:0
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 2:1 (Andreas Helmer (Eigentor), Heiko Cramer - Robert Thoben)

Saison 1997/1998 (2. Bundesliga):
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 2:1 (Daniel Bärwolf, Mark Zimmermann - Carsten Marell)
SV Meppen - FC Carl Zeiss Jena 0:2 (Thomas Gerstner (Foulelfmeter), Robert Kocis)

Saison 2017/2018 (3. Liga):
FC Carl Zeiss Jena - SV Meppen 2:2 (Marius Kleinsorge, Jovan Vidovic - 2 x Sören Eismann)

Gesamtbilanz aus Sicht des FCC:
11 Spiele: 4 Siege, 6 Unentschieden, 1 Niederlage

Gesamtauswärtsbilanz aus Sicht des FCC:
5 Auswärtsspiele: 2 Siege, 3 Unentschieden

Die bisherigen Saisonergebnisse in der 3. Liga – mit Angabe d. jeweiligen Torschützen für den SV Meppen in Klammern:
Würzburger Kickers H 2:2 (Martin Wagner, Benjamin Girth)
Preußen Münster A 0:3
1. FC Magdeburg H 1:2 (Benjamin Girth)
Hansa Rostock A 2:1 (Benjamin Girth, Nico Granatowski)
FSV Zwickau H 4:0 (Thilo Leugers (Handelfmeter), 2 x Benjamin Girth, Max Kremer)
SC Paderborn 07 A 0:1
VfR Aalen H 1:1 (Marius Kleinsorge)
FC Carl Zeiss Jena A 2:2 (Marius Kleinsorge, Jovan Vidovic)
VfL Osnabrück H 1:0 (Nico Granatowski)
SpVgg Unterhaching A 0:4
Karlsruher SC H 2:0 (Benjamin Girth, Marius Kleinsorge)
SV Wehen Wiesbaden A 1:0 (Benjamin Girth)
Fortuna Köln H 1:0 (Thilo Leugers (Foulelfmeter))
Hallescher FC A 0:2
Chemnitzer FC H 3:2 (3 x Benjamin Girth)
Sportfreunde Lotte A 2:2 (2 x Marius Kleinsorge)
SG Sonnenhof Großaspach H 1:1 (Benjamin Girth)
Rot-Weiß Erfurt A 0:0
Werder Bremen II H 2:2 (Marius Kleinsorge, Martin Wagner)
Würzburger Kickers A 0:2
Preußen Münster H 2:0 (Marius Kleinsorge, Thilo Leugers (Foulelfmeter))
1. FC Magdeburg A 0:0
Hansa Rostock H 0:2
FSV Zwickau A 1:0 (Benjamin Girth)
VfR Aalen A 1:1 (Marcel Gebers)
VfL Osnabrück A 2:2 (Benjamin Girth, Marcel Gebers)
SpVgg Unterhaching H 1:1 (Benjamin Girth)
Karlsruher SC A 0:2
SV Wehen Wiesbaden H 1:3 (Benjamin Girth)
SC Paderborn 07 H 0:0
Fortuna Köln A 2:0 (Benjamin Girth, Luka Tankulic)

Die Aufstellung des SV Meppen aus dem letzten Spiel beim SC Fortuna Köln:
--------------------------------------- Erik Domaschke ----------------------------------------
Janik Jesgarzewski - Marcel Gebers - Steffen Puttkammer - Fabian Senninger
----------------------------- Thilo Leugers --------- Patrick Posipal ------------------------
Max Kremer ---------------- Mike-Steven Bähre ------------------- Nico Granatowski
---------------------------------------- Benjamin Girth ------------------------------------------

In der Tabelle rangiert der SV Meppen mit 10 Siegen, 12 Unentschieden und 9 Niederlagen aus bisher 31 Spielen derzeit mit 42 Punkten und einem Torverhältnis von 35:38 auf dem 11. Rang. In der reinen Heimtabelle belegt Meppen mit 6 Siegen, 6 Unentschieden und 3 Niederlagen aus 15 Spielen in der heimischen Hänsch-Arena sowie daraus resultierenden 24 Punkten (Torverhältnis: 22:16) den 14. Platz.

Schiedsrichter am Mittwoch in Meppen ist Bastian Börner (31 Jahre, Dortmund), seine Assistenten sind Alexander Ernst (25 Jahre, Schwerte) und Jörn Schäfer (26 Jahre, Herten). Der für den BSV Lendringsen pfeifende Bastian Börner leitet seit der Saison 2015/2016 Partien in der 3. Liga. Ebenfalls seit 2015 kommt der Unparteiische als Schiedsrichterassistent in der 2. Bundesliga zum Einsatz. In der laufenden Drittligaspielzeit standen bisher sieben Partien unter der Leitung Börners (36 gelbe Karten, 1 rote Karte, 3 Elfmeter, kicker-Durchschnittsnote: 3,93). Dabei gab es bei vier Unentschieden und drei Auswärtssiegen noch keinen Heimerfolg. Unseren FCC leitete Börner erst- und zugleich letztmals am 19. Spieltag beim torlosen Remis gegen den Karlsruher SC (5 gelbe Karten).

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