TSV 1860 München - FC Carl Zeiss Jena

11.12.2018

Nachfolgend unsere Zahlen, Daten und Fakten vor dem 19. Spieltag der 3. Liga am Sonntag, den 16. Dezember 2018 (Anstoß 13.00 Uhr im Stadion an der Grünwalder Straße) beim TSV 1860 München.

Ein paar Infos zum Gegner:

Vereinsname: Turn- und Sportverein München von 1860 e. V.

Gründungsdatum: 17. Mai 1860

Vereinsfarben: Grün-Gold / Weiß-Blau (Fußballabteilung)

Trainer: Daniel Bierofka (39 Jahre, Cheftrainer seit 01.07.2017)

Homepage: https://www.tsv1860.de

Mitglieder: 22.727 (Stand: 1. November 2018)

Größte Erfolge: Deutscher Meister 1966, DFB-Pokalsieger 1942 und 1964, Süddeutscher Meister 1963 und 1979, DFB-Hallenpokalsieger 1996, Deutscher Vizemeister 1931 und 1967, UEFA-Pokal-Teilnehmer 1997 und 2000, Finalist im Europapokal der Pokalsieger 1965, Champions-League-Qualifikationsteilnehmer 2000

Erfolgreichste Torschützen: Adriano Grimaldi (5 Tore in 17 Spielen), Simon Lorenz, Sascha Mölders und Phillipp Steinhart (je 3 Tore)

Stadion: Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße (Adresse: Grünwalder Str. 4, 81547 München). Kapazität: 15.000 Plätze, davon 5.740 Sitzplätze

Heimzuschauerschnitt in der Saison 2018/2019: 15.000


Zum Abschluss der Hinrunde und dem vorletzten Spiel des Jahres 2018 gastiert unser FCC am Sonntag (Anstoß: 13.00 Uhr) beim TSV 1860 München, einem der Zuschauermagneten der 3. Liga. Alle neun bisherigen Heimspiele der Löwen in dieser Saison waren restlos ausverkauft. Mit 15.000 Zuschauern haben die Giesinger den dritthöchsten Zuschauerschnitt der Liga, direkt nach den Zweitligaabsteigern Kaiserslautern und Braunschweig. Das Gastspiel im Städtischen Stadion an der Grünwalder Straße ist die erste Partie von Lukas Kwasniok als neuer Cheftrainer unseres FCC. Am 5. Mai dieses Jahrs stand der 37-jährige Fußballlehrer zuletzt als verantwortlicher Übungsleiter an der Seitenlinie. Damals siegte unter seiner Leitung die U19 des Karlsruher SC mit 2:1 gegen die U19 des 1. FC Kaiserslautern.

Der TSV 1860 München rangiert als Aufsteiger derzeit mit einer ausgeglichen Bilanz auf dem 9. Tabellenrang. In den letzten sechs Drittligapartien gelang der Mannschaft von Cheftrainer Daniel Bierofka (39) nur ein Erfolg. Im letzten Heimspiel gewannen die Löwen gegen den FSV Zwickau mit 2:0. Am vorigenSamstag kamen die Münchner beim SC Fortuna Köln nicht über ein torloses Remis hinaus. Trotz einer 39-minütigen Überzahl aufgrund gelb-roter Karte gegen Kölns Kegel gelang gegen die zuletzt taumelnden Domstädter kein Sieg. "Die Chancenverwertung zieht sich durch die ganze Saison. Die Bissigkeit vor dem Tor müssen wir vielleicht im Training reinprügeln“ zeigte sich Daniel Bierofka hart in der Wortwahl und ergänzte: "Es hat heute die letzte Konsequenz gefehlt, der letzte Abschluss kam nicht. In der zweiten Halbzeit habe ich mehr Präsenz im Sechzehner erwartet. Der letzte Biss, den Gegner mit ins Tor zu schießen, hat gefehlt." Biss, den nicht zuletzt Bierofka im Alltag zeigen muss. Steht er doch nicht nur als Cheftrainer des TSV 1860 in der sportlichen Verantwortung, sondern absolviert nebenher auch den Lehrgang für die Fußballlehrer-Lizenz beim DFB. "Momentan ist es schon extrem", sagte Bierofka im Oktober: "Ich muss einfach funktionieren - Augen zu und durch." Nach dem Gastspiel in Köln hatte der Ex-Bundesligaprofi keinen freien Tag wie seine Mannschaft, sondern blieb gleich am Rhein für den nächsten Lehrgang.

Am Montag sorgten die Vereinslegenden Michael Hofmann, Benny Lauth und Bernhard Winkler für Aufsehen. Im „Kicker“ thematisierten sie u.a. die Spaltung zwischen Vereinsbossen und Investor Hasan Ismaik. "Es ist ein gefühltes Jeder-gegen-Jeden. In der Führungsetage ist man gespalten, obwohl klar sein müsste, dass es nur miteinander geht." Das Grünwalder Stadion sei "mit seinem jetzigen Fassungsvermögen gewiss keine zukunftsorientierte Lösung für 1860" sagte der ehemalige Bundesliga-Torhüter Hofmann. Benny Lauth fürchtet, dass 1860 "in der Jugendarbeit den Anschluss" verliert. Mangels Perspektive im Grünwalder Stadion "sollte man vielleicht mal über das Olympiastadion nachdenken. Der Standort wäre top, man müsste es halt zu einem Fußballstadion umfunktionieren (dürfen)". Präsident Robert Reisinger hatte zuletzt Spekulationen über einen Umzug ins Olympiastadion entfacht, auch wenn er relativ schnell relativierte und sie als Gedankenspiele einsortierte. „Wir sehen Sechzigs Zukunft im Grünwalder Stadion." Dort werde man zuallererst - neben dem derzeit laufenden Antrag einer Erhöhung der Kapazität auf 18.600 Zuschauer - auch zusätzliche und fortführende Maßnahmen prüfen, um das Stadion zweitligatauglich und rentabler zu machen.

Und auch die wirtschaftliche Situation in Zusammenhang mit der Gesellschafterstruktur beherbergt in Giesing große Probleme - auch wenn die Zwischenlizenzierung des DFB jüngst erfolgreich durchlaufen wurde. "Normalerweise müsste ein Präsidium an einer gemeinsamen Lösung und einem Miteinander arbeiten. Aber die jetzige Vorstandschaft würde sich vermutlich gern von Hasan Ismaik trennen, was unweigerlich zu weiteren Problemen führen würde“ schätzt Bernhard Winkler, früherer Aufstiegsheld und Identifikationsfaktor der Sechzger ein. Er war bei der letzten Mitgliederversammlung im Juli als Gesicht des "Team Profifußball" angetreten, um in den Verwaltungsrat einzuziehen und die Vereinspolitik dahingehend zu beeinflussen, wieder näher mit dem jordanischen Investor Hasan Ismaik zusammenzuarbeiten. Der frühere Stürmer wurde dabei nicht nur wie seine Mitstreiter abgelehnt, er wurde auch beschimpft und beleidigt. Und als hätte es eines Beweises bezüglich des äußerst schwierigen Verhältnisses zu Investor Hasan Ismaik bedurft, erklärte Vereinspräsident Robert Reisinger am Dienstag völlig überraschend seinen Rücktritt als Aufsichtsrat der KGaA. Der 1860-Präsident begründet diesen drastischen Schritt auf der Homepage des TSV 1860 München e.V. mit dem jüngsten Verhalten von Mehrheitseigner Hasan Ismaik. „Die Umstände, der zeitliche Verlauf und die Pressemitteilung um die Auszahlung der versprochenen finanziellen Mittel zur Stärkung des Etats der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA durch den Mitgesellschafter HAM International Limited haben mich über meine Rolle als Aufsichtsrat nachdenken lassen. Zunächst bin ich erleichtert, dass die Zahlung der von HAM International Limited lange versprochenen Gelder in einer ersten Tranche doch noch erfolgt ist, ehe der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA schwerwiegende Konsequenzen erwachsen wären. Für diese Maßnahme danke ich der Familie Ismaik ausdrücklich. Niemand hat unseren Mitgesellschafter jedoch gezwungen, ein „zusätzliches Budget“ für die Saison auszurufen. Er hat dies freiwillig getan, um selbst wieder Teil der Erfolgsgeschichte des TSV 1860 München sein zu können. Das konnte ich im vergangenen Sommer gut nachvollziehen. Nicht nachvollziehen kann ich hingegen die Form der Umsetzung dieser Maßnahme und das erneute Zögern bis auf den letzten Drücker. Ich habe mein Unverständnis darüber gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden zum Ausdruck gebracht. Es ist nach Ansicht des Präsidiums der Geschäftsführung der GmbH & Co. KGaA nicht mehr zumutbar, einen wirtschaftlichen Balanceakt mit persönlichem Risiko zu vollführen, weil ein Gesellschafter hoch pokert. Wir haben deshalb in unserer Eigenschaft als alleiniger Gesellschafter der Geschäftsführungs-GmbH und unter Verweis auf die 50+1-Regelung der Geschäftsleitung der KGaA die Weisung erteilt, Planungen für den Profifußball nur noch mit nachgewiesenen und tatsächlich eingegangenen Mitteln zu führen", erklärte Reisinger: "Genussscheine, Darlehen und vergleichbare Finanzierungsformen können auf Grund der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens künftig nicht mehr akzeptiert werden. Meine Doppelrolle als Aufsichtsrat der GmbH & Co. KGaA und als Präsident des TSV München von 1860 e.V. hat es mir erschwert, die Gesellschafterinteressen des Vereins in solchen Fragen auch nach außen hin immer in der gebotenen Klarheit zu artikulieren. Das will ich künftig ändern.“

Das Duell TSV 1860 München gegen FC Carl Zeiss Jena gab es bis dato achtmal. Die Gesamtbilanz hieraus ist mit jeweils drei Siegen für beide Teams und zwei Remis ausgeglichen. Von bisher vier Gastspielen beim TSV 1860 München konnten wir erst eines gewinnen, ein Aufeinandertreffen in der bayerischen Landeshauptstadt endete unentschieden und zweimal zogen wir den Kürzeren. Im Grünwalder Stadion, in dem die ersten beiden Gastspiele beim TSV 1860 München über die Bühne gingen, sind wir gegen die Löwen nach einem 0:0 und einem 0:2 noch ohne Treffer. Die letzten beiden Duelle fanden in der Allianz Arena statt. Dort feierten wir am 30. März 2008 beim bis dato letzten Spiel gegen den TSV 1860 München den ersten und zugleich bisher einzigen Auswärtssieg. Tobias Werner und Marcel Schied erzielten damals für die von Henning Bürger trainierte Zeiss-Elf die Treffer. Für die Münchner Löwen schoss Berkant Göktan vor 38.100 Zuschauern den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Lukas Kwasniok kann bei seinem Debüt am Sonntag auch auf die Dienste von Kevin Pannewitz und Guillaume Cros zurückgreifen, die ihre Gelbsperre gegen Meppen jeweils abgesessen haben. René Eckardt ist aktuell mit 4 Gelben Karten vorbelastet und müsste somit im Falle einer weiteren Verwarnung beim letzten Auswärtsspiel des Jahres bei der SG Sonnenhof Großaspach pausieren. Auf Seiten des TSV 1860 München fehlt am Sonntag Phillipp Steinhart aufgrund seiner 5. Gelben Karte. Verletzungsbedingt standen bei den Löwen zuletzt Jan Mauersberger (Aufbau nach Gesichtsfraktur), Simon Seferings (Aufbau nach Muskelfaserriss), Nicholas Helmbrecht (Aufbau nach Patellasehnenspitzensyndrom), Ugur Mustafa Türk (Knieprobleme), Kodjovi Koussou (Aufbau nach Oberschenkelzerrung), Noel Niemann (Aufbautraining nach Kreuzband- und Meniskusriss) und Hendrik Bonmann (Narbeneinriss im Knie) nicht zur Verfügung.

Die bisherigen Partien zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem TSV 1860 München – mit Angabe d. Torschützen in Klammern:
Saison 1991/1992 (2. Bundesliga)
FC Carl Zeiss Jena - TSV 1860 München 2:1 (2 x Olaf Schreiber - Walter Hainer)
TSV 1860 München - FC Carl Zeiss Jena 0:0

Saison 1993/1994 (2. Bundesliga)
TSV 1860 München - FC Carl Zeiss Jena 2:0 (Peter Pacult, Bernhard Winkler)
FC Carl Zeiss Jena - TSV 1860 München 1:1 (Jonathan Akpoborie - Bernhard Winkler)

Saison 2006/2007 (2. Bundesliga)
TSV 1860 München - FC Carl Zeiss Jena 2:0 (Daniel Baier, Björn Ziegenbein)
FC Carl Zeiss Jena - TSV 1860 München 3:1 (Filip Tapalovic, 2 x Mikheil Ashvetia - Nemanja Vučićević)

Saison 2007/2008 (2. Bundesliga)
FC Carl Zeiss Jena - TSV 1860 München 0:2 (Daniel Bierofka, Berkant Göktan)
TSV 1860 München - FC Carl Zeiss Jena 1:2 (Berkant Göktan - Tobias Werner, Marcel Schied)

Gesamtbilanz aus Sicht des FCC:
8 Spiele: 3 Siege, 2 Unentschieden, 3 Niederlagen

Gesamtauswärtsbilanz aus Sicht des FCC:
4 Auswärtsspiele: 1 Sieg, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen

Die bisherigen Saisonergebnisse in der 3. Liga - mit Angabe d. jeweiligen Torschützen für den TSV 1860 München in Klammern:
1. FC Kaiserslautern A 0:1
Sportfreunde Lotte H 5:1 (Simon Lorenz, Adriano Grimaldi, Sascha Mölders, Felix Weber, Stefan Lex)
VfL Osnabrück A 2:2 (Adriano Grimaldi, Simon Lorenz)
KFC Uerdingen 05 H 0:1
VfR Aalen A 4:1 (Nico Krager, 2 x Alessandro Abruscia, Efkan Bekiroglu)
Energie Cottbus H 2:0 (Daniel Stanese (Eigentor), Nico Karger)
Hansa Rostock A 2:2 (Herbert Paul, Phillipp Steinhart (Foulelfmeter))
SV Wehen Wiesbaden H 1:2 (Herbert Paul)
SpVgg Unterhaching A 1:1 (Adriano Grimaldi)
Würzburger Kickers H 1:1 (Adriano Grimaldi)
SV Meppen A 0:1
Eintracht Braunschweig H 2:0 (Efkan Bekiroglu, Benjamin Kindsvater)
SG Sonnenhof Großaspach H 2:2 (2 x Sascha Mölders)
Preußen Münster A 0:0
Hallescher FC H 1:1 (Phillipp Steinhart (Foulelfmeter))
Karlsruher SC A 2:3 (Simon Lorenz, Adriano Grimaldi)
FSV Zwickau H 2:0 (Stefan Lex, Phillipp Steinhart (Handelfmeter))
Fortuna Köln A 0:0

Die Aufstellung des TSV 1860 München aus dem letzten Spiel beim SC Fortuna Köln:
----------------------- Marco Hiller -----------------
Herbert Paul - Aaron Berzel - Simon Lorenz
--------- Quirin Moll ------- Daniel Wein --------
Marius Willsch --------------- Phillipp Steinhart
Stefan Lex -- Sascha Mölders -- Nico Karger

In der Tabelle rangiert der TSV 1860 München mit fünf Siegen, acht Unentschieden und fünf Niederlagen aus bisher 18 Spielen derzeit mit 23 Punkten und einem Torverhältnis von 27:19 auf dem 9. Platz. In der reinen Heimtabelle belegen die Münchner mit vier Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen aus neun Partien im heimischen Grünwalder Stadion aktuell mit 15 Punkten (Torverhältnis: 16:8) den 7. Rang.

Schiedsrichter am Sonntag in München ist Marcel Gasteier (29 Jahre, Polizeibeamter, Lahnstein/Rheinland-Pfalz), seine Assistenten sind Thorsten Braun (31 Jahre, Saarbrücken) und Benedikt Seyler (28 Jahre, Merzig/Saarland). Der für die TuS Dahlheim pfeifende Marcel Gasteier kommt erst seit der laufenden Spielzeit als Schiedsrichter in der 3. Liga zum Einsatz und ist daneben bereits seit der Saison 2014/2015 als Schiedsrichterassistent in der 2. Bundesliga aktiv.

In der aktuellen Drittligaspielzeit standen bisher drei Partien unter der Leitung von Marcel Gasteier (24 gelbe Karten, kein Elfmeter, kicker-Durchschnittsnote: 2,83). Eine Partie unseres FCC hat Gasteier bis dato nicht gepfiffen.

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