ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena

14.11.2018

Nachfolgend unsere Zahlen, Daten und Fakten vor dem Viertelfinale des Köstritzer Pokals am Samstag, den 17. November 2018 (Anstoß 13.05 Uhr in der bluechip Arena) beim ZFC Meuselwitz.

Ein paar Infos zum Gegner:

Vereinsname: Zipsendorfer Fußballclub Meuselwitz e.V.

Gründungsdatum: 1. Mai 1919

Vereinsfarben: rot-weiß

Trainer: Heiko Weber (53 Jahre, Trainer seit 01.07.2015)

Homepage: http://www.zfc.de

Mitglieder: 466 (Stand: 01.01.2016)

Größte Erfolge: Halbfinale im Thüringen-Pokal 2003, Aufstieg in die NOFV-Oberliga 2004, Aufstieg in die Regionalliga 2009, Gewinn des KÖSTRITZER Landespokals 2010 und 2011 und damit zweimal in Serie Einzug in den DFB-Pokal, Finale im KÖSTRITZER Landespokal 2012 und 2015

Erfolgreichste Torschützen in der Regionalliga Nordost: Nikolaos Giannitsanis (6 Tore in 13 Spielen), Romario Hajrulla (6 Tore in 15 Spielen), Henrik Ernst (3 Tore in 16 Spielen)

Stadion: bluechip Arena (Anschrift: Ernst-Grube-Straße, 04610 Meuselwitz): 5.260 Plätze, davon 1.216 Sitzplätze (352 davon überdacht) und 4.044 Stehplätze (950 davon überdacht)


Nach dem lange ersehnten Sieg in der Liga am letzten Montag in Wiesbaden, steht für unseren FCC am Samstag das Viertelfinale im Köstritzer Pokal auf dem Plan. Gastgeber hierbei ist der ZFC Meuselwitz. Es kommt auf der Zipsendorfer Glaserkuppe zugleich zu einer Neuauflage des letztjährigen Viertelfinals. Vor fast exakt einem Jahr, am 12. November 2017, siegten wir damals in der Runde der letzten acht Mannschaften mit 3:1 nach Verlängerung. Vor knapp 2.000 Zuschauern in der bluechip Arena ging unser FCC durch einen Treffer von Dominik Bock bereits nach vier Minuten in Führung. Janik Mäder erzielte 10 Minuten vor dem Ende den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit der Verlängerung brachten René Eckardt und Florian Dietz unseren FCC mit ihren Treffern auf die Siegerstraße. Mark Zimmermann sprach nach der damaligen Partie von einem „engen Spiel auf Augenhöhe, denn in Meuselwitz ist es immer schwer.“ Diese Einschätzung bestätigt ein Blick auf die Statistik. Zwar konnte unser FCC von bis dato 14 Partien in Meuselwitz neun gewinnen, zwei weitere endeten unentschieden und nur dreimal zogen wir in Ostthüringen den Kürzeren. Doch diese Zahlen sollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auf der Glaserkuppe traditionell eng zuging. Der ZFC Meuselwitz, der in der laufenden Landespokalsaison ebenso wie unser FCC noch ohne Gegentreffer ist, wollte das Viertelfinale ursprünglich am Sonntag austragen. Trotz intensiver Bemühungen findet die Begegnung nun doch nicht am Volkstrauertag statt. Die zuständigen Behörden des Landes Thüringen haben der Durchführung des Spieles mittels einer Ausnahmegenehmigung für diesen Termin nicht zugestimmt.

Sportlich läuft es für die Mannschaft von Heiko Weber, der bereits seit fast 3 ½ Jahren Cheftrainer des ZFC ist, derzeit nicht rund. In der Regionalliga Nordost setzte es beim Berliner AK am letzten Wochenende die fünfte Niederlage am Stück. Noch nie mussten die Meuselwitzer in der Regionalliga so eine lange Negativserie durchleben. Aktuell rangiert der ZFC mit 13 Punkten aus 16 Partien auf dem vorletzten Tabellenplatz. Mit bereits 37 Gegentreffern hat Meuselwitz hierbei so viele Gegentore kassiert wie kein anderes Team der Nordost-Staffel. "Wir befinden uns in einer Situation, die wir in den letzten drei Jahren nicht kannten. Das 0:1 nach 30 Sekunden zerrt an unseren Nerven. Wir bekamen schwere Beine. Trotz passabler Spielweise haben wir kein Tor geschossen. BAK hat unsere Angst und Schwächen in der zweiten Halbzeit ausgenutzt“ zeigte sich Heiko Weber nach der Partie in der Hauptstadt am Sonntag bedient.

21 Partien gab es bis dato zwischen dem ZFC Meuselwitz und unserem FCC, davon mit neun fast die Hälfte im Thüringenpokal. Insgesamt 13 Duelle konnte unser FCC für sich entscheiden, drei Aufeinandertreffen endeten unentschieden und fünfmal siegte Meuselwitz. Im Thüringenpokal gab es das Duell ZFC Meuselwitz gegen FC Carl Zeiss Jena bisher neunmal, siebenmal hiervon siegte unser FCC. Von bis dato acht Pokalduellen auf der Glaserkuppe konnte unser FCC sechs gewinnen. In den Spielzeiten 2009/2010 (Achtelfinale, 2:1) und 2010/2011 (Halbfinale, 2:1) siegte Meuselwitz zweimal in Folge gegen die von René van Eck (2009/2010) bzw. Heiko Weber (2010/2011) trainierte Zeiss-Elf und sicherte sich am Ende auch jeweils den Landespokalerfolg sowie den damit verbundenen Einzug in den DFB-Pokal.

Mit Luca Bürger (22), Fabian Raithel (22) und dem bis zum Saisonende ausgeliehenen Paul Grzega (20) stehen aktuell drei Kicker in Diensten des ZFC Meuselwitz, die auch bereits das Trikot unseres FC Carl Zeiss Jena getragen haben. Eine besondere Partie ist die Begegnung am Samstag auch für Heiko Weber. „Der FC Carl Zeiss ist der Verein, der mich am meisten geprägt hat, ich habe ein Jahrzehnt in Jena Fußball spielen können. Wer kann das schon von sich in der Wendezeit behaupten? Ja, ein Spiel gegen Jena ist immer auch ein besonderes, auch wenn ich als Trainer von Erzgebirge Aue schon gegen Jena gespielt habe.“ Der inzwischen 53-Jährige wechselte 1988 von Stahl Thale zum FC Carl Zeiss Jena und bestritt bis 1998 insgesamt 302 Pflichtspiele für Jena, in denen er 72 Tore erzielte. In der Saison 2003/2004 war er Trainer der A-Junioren unseres FCC, ehe er im Juni 2004 das Amt als Cheftrainer der 1. Mannschaft antrat. 2005 gelang unter seiner Verantwortung der Aufstieg in die Regionalliga und nur ein Jahr später der direkte Durchmarsch in die 2. Bundesliga. Am 11. April 2007 wurde er von seinen Aufgaben freigestellt, weil sich die Mannschaft in akuter Abstiegsgefahr befand. Webers Nachfolger Frank Neubarth konnte den Abstieg in den letzten sechs Partien damals noch verhindern. Anfang Juli 2009 kehrte Heiko Weber als Sportdirektor zum FCC zurück. Am 20. April 2011 wurde er als Nachfolger von Wolfgang Frank in der Funktion des Cheftrainers vorgestellt, aufgrund anhaltender Erfolgslosigkeit jedoch bereits Ende Oktober 2011 beurlaubt. Mitte Februar 2012 wurde der ursprünglich bis Sommer 2012 laufende Vertrag zwischen Weber und dem FCC vorzeitig aufgelöst.

Die Ursprünge des ZFC Meuselwitz gehen auf den am 1. Mai 1919 gegründeten Verein „Sportlust Zipsendorf“ zurück. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges führte die „BSG Aktivist Zipsendorf“ als Betriebssportgemeinschaft des Zipsendorfer Braunkohlewerkes den Sportbetrieb fort. Nach der politischen Wende von 1989 formierte sich die BSG im Jahr 1990 in den im Vereinsregister eingetragenen „Bergbausportverein“ um. Kurz danach gliederte sich die Fußballabteilung aus dem Verein aus und gründete den „Fußballverein (FV) Zipsendorf“. Seit 1994 führt der Verein den Namen „Zipsendorfer Fußballclub (ZFC) Meuselwitz“. In den Jahren 1993 bis 1996 gelang der sportliche Durchmarsch von der Kreisliga Altenburg in die Landesklasse Ost, dem sich 1997 der unmittelbare Aufstieg in die Thüringenliga anschloss. 2004 stieg der ZFC unter Trainer Damian Halata in die NOFV-Oberliga auf. 2009 schließlich gelang der Aufstieg in die Regionalliga Nord. Die abgelaufene Spielzeit in der Regionalliga Nordost beendeten die Ostthüringer auf dem 10. Tabellenplatz.

Aktuell wegen Verletzungen noch nicht wieder (voll) am Trainingsbetrieb teilnehmen können Sören Eismann (nach Leistenproblemen), Florian Brügmann (Bänderriss im Knöchel) und Justin Schau (Kapselverletzung Knöchel). Julian Günther-Schmidt hat sich im Training eine Adduktorenverletzung zugezogen und dürfte daher für Samstag noch keine Alternative sein.

Die bisherigen Partien zwischen dem FCC und dem ZFC Meuselwitz - mit Angabe d. jeweiligen Torschützen in Klammern:
Saison 2004/2005 (Oberliga):
ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 1:1 (Holm Pinder - Sebastian Hähnge)
FC Carl Zeiss Jena - ZFC Meuselwitz 2:0 (Faruk Hujdurovic, Torsten Ziegner)

Saison 2004/2005 (Thüringenpokal Achtelfinale):
ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 2:4 (2 x Mario Weiß, 1 x davon per Elfmeter - 2 x Manuel Endres, Kais Manai, Miroslav Jovic)

Saison 2005/2006 (Thüringenpokal Achtelfinale):
ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 1:2 n.V. (Mirko Kotowski - Kais Manai, Faruk Hujdurovic)

Saison 2008/2009 (Thüringenpokal Viertelfinale):
ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 2:6 (2 x Martin Bocek - Torsten Ziegner, Eigentor Daniel Ferl, Silvio Schröter, 2 x Salvatore Amirante, Sebastian Hähnge)

Saison 2009/2010 (Thüringenpokal Achtelfinale):
ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 2:1 (Martin Bocek, Karsten Oswald - Jens Truckenbrod)

Saison 2010/2011 (Thüringenpokal Halbfinale):
ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 2:1 (Frank Müller, Robert Böhme - Orlando Smeekes)

Saison 2011/2012 (Thüringenpokal Finale):
ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 0:2 (Jan Simak, Sebastian Hähnge)

Saison 2012/2013 (Regionalliga Nordost):
ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 0:0
FC Carl Zeiss Jena - ZFC Meuselwitz 4:1 (Matthias Peßolat, Marcel Schlosser (Foulelfmeter), Marco Riemer, Przemyslaw Trytko – Sebastian Latowski)

Saison 2013/2014 (Regionalliga Nordost):
ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 0:2 (Maxim Banaskiewicz, Marcel Schlosser)
FC Carl Zeiss Jena – ZFC Meuselwitz 2:1 (Dominik Bock, Marc-Philipp Zimmermann – Michael Rudolph)

Saison 2013/2014 (Thüringenpokal Halbfinale):
FC Carl Zeiss Jena - ZFC Meuselwitz 2:0 (Sören Eismann, Yves Brinkmann)

Saison 2014/2015 (Regionalliga Nordost):
ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 2:3 (René Weinert, Sebastian Weiske – Velimir Jovanovic, Alexander Hettich (Foulelfmeter), Jakub Wiezik)
FC Carl Zeiss Jena – ZFC Meuselwitz 1:1 (Johannes Pieles - Andreas Luck)

Saison 2014/2015 (Thüringenpokal Finale):
ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 1:2 n.V. (René Weinert - Sören Eismann, Jakub Wiezik)

Saison 2015/2016 (Regionalliga Nordost):
ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 2:0 (Frank Müller, Carsten Sträßer)
FC Carl Zeiss Jena – ZFC Meuselwitz 0:2 (Benjamin Boltze, Jakub Vojta)

Saison 2016/2017 (Regionalliga Nordost):
ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 0:2 (Justin Gerlach, Dominik Bock)
FC Carl Zeiss Jena – ZFC Meuselwitz 1:2 (Dennis Slamar - Rufat Dadashov, Dennis Slamar (Eigentor))

Saison 2017/2018 (Thüringenpokal Viertelfinale):
ZFC Meuselwitz - FC Carl Zeiss Jena 1:3 n.V. (Janik Mäder - Dominik Bock, René Eckardt, Florian Dietz)

Gesamtbilanz aus Sicht des FCC:
21 Spiele: 13 Siege, 3 Unentschieden, 5 Niederlagen

Gesamtauswärtsbilanz aus Sicht des FCC:
14 Auswärtsspiele: 9 Siege, 2 Unentschieden, 3 Niederlagen

Die Aufstellung des ZFC Meuselwitz aus dem letzten Regionalligaspiel beim Berliner AK:
------------------------------ Chris Kroner --------------------------------
Fabian Stenzel - Henrik Ernst - Fabian Raithel - Luca Bürger
---------- Hiromu Watahiki ---------- Rintaro Yajima ---------------
Sebastian Albert -------------------------------- Alexander Dartsch
-------- Nikolaos Giannitsanis ------ Andy Trübenbach -----------

Die bisherigen Saisonergebnisse im Köstritzer-Pokal – mit Angabe d. jeweiligen Torschützen für den ZFC Meuselwitz in Klammern:
1. Hauptrunde: SV Germania Wüstheuterode A 1:0 (Fabian Stenzel)
2. Hauptrunde: FSV Wacker 03 Gotha A 6:0 (Henrik Ernst, Pierre le Beau, 3 x Andy Trübenbach, Tim Bunge)
Achtelfinale: FC Eisenach A 3:0 (Henrik Ernst, Paul Grzega, Fabian Raithel)

Schiedsrichter am Samstag in Meuselwitz ist Steven Greif (25 Jahre, Westhausen/Landkreis Gotha), seine Assistenten sind Stefan Prager (31 Jahre, Gera) und Marcel Rauner (27 Jahre, Greiz). Greif, der für den FSV 03 Wacker Gotha pfeift, ist zur Saison 2016/2017 als Referee von der Oberliga in die Regionalliga aufgestiegen und kommt daneben seit der letzten Spielzeit als Schiedsrichterassistent in der 3. Liga zum Einsatz. In der aktuellen Saison in der Regionalliga Nordost standen insgesamt sechs Partien unter der Leitung des 25-jährigen Unparteiischen. Greif zeigte hierbei insgesamt 29 gelbe Karten, einmal gelb-rot, insgesamt viermal rot und entschied zweimal auf Elfmeter. Steven Greif pfiff am 8. Oktober 2017 den 2:1-Achtelfinalerfolg unseres FCC im Derby (6 gelbe Karten) und am 21. Mai 2018 den 5:0-Pokalerfolg gegen die BSG Wismut Gera.

Partien unseres FCC unter der Leitung von Schiedsrichter Steven Greif:
2017/2018 TP-Achtelfinale FC Rot-Weiß Erfurt H 2:1 (6 gelbe Karten)
2018/2018 TP-Finale BSG Wismut Gera A 5:0

Gesamtbilanz unseres FCC unter der Leitung von Schiedsrichter Steven Greif:
2 Spiele: 2 Siege

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