#MehrAlsFussball

#MehrAlsFussball

Der FC Carl Zeiss Jena ist mehr als Fußball! Natürlich definiert er sich als erfolgsorientierter Fußballverein, der stetig nach sportlicher Höchstleistung und wirtschaftlicher Stabilität strebt, aber er bekennt sich eben auch zu seiner sozialen Verantwortung in der Region. So steht es geschrieben in den insgesamt sechs Leitsätzen, die sich der FC Carl Zeiss Jena - mit großer Mehrheit von seinen Vereinsmitgliedern verabschiedet - vor etwa zehn Jahren in seinem Leitbild gab und seitdem die unumstößlichen Leitplanken des FCC-Weges bilden.

Dass das Wahrnehmen sozialer Verantwortung mehr als nur der Hastag #MehrAlsFussball ist, beweist der FC Carl Zeiss Jena seit vielen Jahren mit unterschiedlichen Projekten und Aktionen, die wir hier gern nochmals genauer aufzeigen möchten.

Im Mai 2015 unterzeichnete der FC Carl Zeiss Jena die „Berliner Erklärung“ als klares nach außen sichtbares Zeichen des Clubs und seiner Anhänger gegen Homophobie – und dies als einer der ersten mitteldeutschen Fußballclubs überhaupt.

Die Berliner Erklärung ist eine Selbstverpflichtung von Sportvereinen, -verbänden und mit dem Sport zusammenarbeitenden Institutionen gegen Homosexuellenfeindlichkeit (Homophobie) im Sport. Die Unterzeichnenden verpflichten sich, sich aktiv für die Akzeptanz sexueller Vielfalt im Sport zu engagieren und jegliche Formen diesbezüglicher Diskriminierung abzubauen.

Im Juli 2015 entschied sich der FC Carl Zeiss Jena gemeinsam mit seinem Trikotsponsor Heaven Shall Burn, die Brust „zu räumen“, um die prominenteste Fläche des Clubs kostenfrei der Umweltorganisation „Sea Shepherd“ zur Verfügung zu stellen. So prangte auf den Auswärtstrikots des FC Carl Zeiss Jena das prägnante Logo der Umweltschutzorganisation, die sich seit vielen Jahren der Erhaltung des marinen Lebensraumes und speziell auch dem Schutz von Walen und anderen Meeressäugern verschrieben hat.

Anne Kämmerling, Direktorin von Sea Shepherd Deutschland: "Seit vielen Jahren erfahren wir von Sea Shepherd auf allen Ebenen eine riesige Unterstützung. Auch HSB nutzten ihre öffentliche Stimme, um auf die Probleme und illegalen Aktivitäten in den Weltmeeren aufmerksam zu machen, die uns am Ende alle betreffen. Nicht zuletzt dadurch erhalten wir wichtige Spenden, die unsere Kampagnen zum Schutz von Meeresbewohnern und ihren Lebensräumen erst möglich machen. HSB sind ein wichtiger Teil der Bewegung Sea Shepherd. Und Du kannst es auch sein! Eine wirklich tolle und bahnbrechende Aktion von Heaven Shall Burn und FCC."

Übrigens: Auf dem Trikotärmel warb der FCC, ebenfalls unentgeltlich, für die „Elterninitiative für krebskranke Kinder Jena e.V.“, die zudem prominente Werbeflächen im Stadion und den Pressewänden des Clubs erhielt. Am Verkauf der weltweit nachgefragten und sicher zu den schönsten Fußballtrikots überhaupt gehörenden Jerseys partizipierten beide Organisationen.

Der 5-jährige Fredrik, betreut bei der „Elterninitiave für krebskranke Kinder Jena e.V.“ aus Jena und großer FCC-Fan, war an Blutkrebs erkrankt. Eine Stammzellspende war seine einzige Überlebenschance, doch bis dato war die weltweite Suche nach einem passenden Stammzellspender für Fredrik erfolglos. Um ihm und anderen Patienten zu helfen, veranstalteten der FC Carl Zeiss Jena und Fans der Jenaer Südkurve mit Unterstützung der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei am 27. Februar 2016 am Rande des Regionalligaheimspiels gegen den ZFC Meuselwitz eine Registrierungsaktion.

Aufgerufen waren alle Fans im Alter zwischen 17 und 55 Jahre, sich als Spender aufnehmen zu lassen bzw. Geld zu spenden, um die Registrierungen finanziell zu unterstützen.

Mit gutem Beispiel voran gingen einige Tage vor dem Heimspiel Spieler, Trainer und Verantwortliche des FC Carl Zeiss Jena, die sich allesamt und medienwirksam öffentlich begleitet typisieren ließen.

Die Typisierung war ein voller Erfolg! Für Fredrik, der heute ein gesunder Junge ist, konnte – wenn auch über eine andere Typisierungsaktion – ein passender Stammzellspender gefunden werden. Darüber hinaus stehen weitere hunderte Menschen nun als potenzielle Stammzellspender zur Verfügung. Einer von ihnen, Manfred Starke, sollte auf diese Weise zwei Jahre später einem schwerkranken jungen Mann, das Leben retten dürfen.

Der FC Carl Zeiss Jena nutzte am 11. November 2016 ein spielfreies Wochenende, um für die gute Sache zu spielen. Am 10.11.2016 jährte sich der Tag des Freitodes von Robert Enke, dem in Jena geborenen Nationalspieler. Teresa Enke, Witwe von Robert Enke, sprach den damaligen FCC-Trainer und ehemaligen Klassenkameraden und Mitspieler Roberts, Mark Zimmermann, an und stieß beim FCC sofort auf offene Ohren und Herzen. Selbstverständlich stand der FC Carl Zeiss Jena parat, um im Eilenriedestadion in Hannover gegen Hannover 96 zu einem Benefizspiel anzutreten. Zwar ging die Partie mit 0:4 deutlich verloren, aber das spielte an diesem Abend nur eine untergeordnete Rolle.

Kaum etwas anderes auf der Welt ist so beliebt und gleichermaßen integrativ wie der Fußball – er verbindet, baut Brücken und lässt Menschen zusammenkommen, ganz gleich welcher sozialen oder regionalen Herkunft man ist. Im August 2015 gab der FCC-Fanclub „Ragazzi“ den Anstoß für eine weitere Initiative unseres Clubs, die fortan und bis heute zum Selbstverständnis gehört – nämlich Geflüchtete zu den Heimspielen des FC Carl Zeiss Jena ins Ernst-Abbe-Sportfeld einzuladen. Der Gewinner des 37. Traditionsreichen Fanclubturniers des FCC stiftete nämlich die gewonnenen Dauerkarten, um Geflüchteten den Stadionbesuch zu ermöglichen. „Ich finde diese Idee der ‘Jena città Ragazzi‘ ganz hervorragend und habe sehr gern den Kontakt zu Kollegen hergestellt, die Geflüchtete begleiten. Das wird eine tolle Sache!“, meinte damals Fanprojektleiter Matthias Stein.

Fortan stellt der FCC zu seinen Heimspielen Freikarten für diese gute Sache zur Verfügung und leistet gemeinsam mit seinen Fans einen kleinen, aber dennoch wichtigen Beitrag in Sachen Integration.

Seit 2015 unterstützt unser FC Carl Zeiss Jena die „Elterninitiative für krebskranke Kinder Jena e.V.“ (EKK). Mit der Präsentation der Umweltorganisation „Sea Shepherd“ auf der Trikotbrust des FC Carl Zeiss Jena nutzte der FCC das wieder starke Echo der regionalen und überregionalen Medienlandschaft, um auf dem Trikotärmel unentgeltlich auf die „Elterninitiative für krebskranke Kinder Jena e.V.“ aufmerksam zu machen. Chris Förster, Geschäftsführer des FC Carl Zeiss Jena: „Wir haben als Verein unserer Stadt auch eine Verantwortung, der wir gerecht werden wollen. Also nutzen wir die Aufmerksamkeit, die uns als Fußballverein zuteilwird, um auf das wertvolle Engagement dieser Jenaer Initiative hinzuweisen.“

Katrin Mohrholz, Geschäftsführerin der "Elterninitiative für krebskranke Kinder Jena e.V.": „Wir mit unserem Logo auf dem Shirt des FCC in der aktuellen Spielsaison – diese Idee der Band Heaven Shall Burn war für uns ein Traum, der jetzt vollkommen überraschend zur Realität wurde. Wir freuen uns sehr, dass sich der FCC auf diese besondere Weise für krebskranke Kinder und deren Familien engagiert und sind gespannt auf die Reaktion der Fans.“

Und diese waren riesig! Die Trikots fand national wie international reißenden Absatz, und die „Elterninitiative für krebskranke Kinder Jena e.V.“ dürfte spätestens seit der Kooperation mit dem FCC eine der bekanntesten karitativen Institutionen unserer Saalestadt sein, was ihr wiederum beim Einwerben von Unterstützern und Spendern kräftigen Rückenwind gab und gibt. Auch in der darauffolgenden Saison blieb die EKK auf dem Trikot-Ärmel des FCC präsent und weithin im Stadionrund sichtbar.

So stellte der FCC über den Trikotärmel hinaus auch weitere Flächen wie die LED-Bande am Spielfeldrand und Logopräsentationen auf Pressewänden zur Verfügung, führte zugunsten der EKK Versteigerungen unbezahlbarer Gelegenheiten und originaler Spielertrikots durch und ist regelmäßiger Gast beim Knuddel-Cup, an dem nicht nur Spieler und Verantwortliche des FCC teilnahmen, sondern auch Preise gestiftet wurden – eine Partnerschaft, die bis heute trägt und auch zukünftig eine wichtige Rolle für den FC Carl Zeiss Jena spielen wird. Eine echte Herzensangelegenheit!

Ob emotionale Störungen, Leistungs- oder Verhaltensprobleme: Kinder mit unterschiedlichen psychiatrischen Erkrankungen finden in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Universitätsklinikum Jena (UKJ) Unterstützung. „Der Klinikalltag kann für die Kinder und Jugendlichen ganz schön anstrengend sein. Denn zusätzlich zu ihren Therapien erhalten sie auch Unterricht“, so Dr. Christina Filz, kommissarische Direktorin der Klinik. „Wir nutzen deshalb jede Möglichkeit, um die Freizeit unserer kleinen Patienten so schön wie möglich zu gestalten.“

Unter anderem findet jährlich ein Gartenfest am Ende der Sommerferien statt, um die Kinder und Jugendlichen mit Hüpfburg, Kinderschminken und Slackline vom Klinikalltag abzulenken. 2017 gab es ein besonderes Highlight: Die gesamte Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena überraschte die Patienten mit einer Autogrammstunde und einem gemeinsamen Fußballspiel. „Ein rundum gelungenes Fest, das die Kinder zum Strahlen bringt“, so Dr. Filz.

Schon zuvor unterstützte der FC Carl Zeiss Jena die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am UKJ. So spendete die Mannschaft beispielsweise bereits im vergangenen Jahr Fanartikel als Gewinne für eine Tombola. „Wir freuen uns wirklich sehr, dass uns der FCC auch bei diesem Fest zur Seite steht. Diesen Tag werden die Kinder wohl so schnell nicht vergessen“, sagte Stefan Julius, Pflegeassistent der Tagesklinik „ZauberZwerge“ am UKJ. Als langjähriger FCC-Fan hatte er den Besuch der Mannschaft initiiert. Und diese musste auch nicht lang überlegen. Der damalige FCC-Trainer Mark Zimmermann: „Diese Einladung haben wir sehr gern angenommen. Es war schön, die Freude und Begeisterung für den Fußball und den FC Carl Zeiss Jena bei Kindern, Pflegerinnen und Pflegern sowie der Ärzteschaft gleichermaßen zu erleben. Wenn wir so einen kleinen Beitrag leisten konnten, den Kindern einen schönen, unbeschwerten Tag abseits des Klinikalltags zu bereiten, erfüllt uns das mit großer Freude. Und – wir kommen gern wieder.“

Diese Versprechung wurde auch gehalten. Der Kontakt wird weiter gepflegt und gipfelte im August des Jahres 2019 in einem erneuten Besuch des Patienten-Gartenfestes, an dem alle Spieler des FC Carl Zeiss Jena sowie Trainer und Betreuer teilnahmen, um in ungezwungener Atmosphäre mit Patienten, deren Angehörigen, Ärzten und Pflegepersonal ins Gespräch zu kommen. Und selbstverständlich hatten die Spieler auch ein paar Kleinigkeiten für die Kleinsten im Gepäck.

Im Juli 2017 kam es zum dritten Trikot-Streich gemeinsam mit der befreundeten Metalcore Band „Heaven Shall Burn“ – und wieder sollte es ein deutschlandweites Medienecho hervorrufen und die Zeiss-Fans in kollektive Verzückung versetzen: Wacken Foundation auf der Trikotbrust und Heaven Shall Burn auf dem Ärmel der Mannschaftstrikots!

Wieder räumten der FCC und Heaven Shall Burn für die gute Sache die Jenaer Trikotbrust! Enno Heymann von der Wacken Foundation, die eine gemeinnützige Stiftung ist, die sich der Förderung von Bands der Hard- und Heavy-Metal-Szene verschrieben hat: „Wir haben schon viele gemeinsame Projekte mit unseren Freunden von Heaven Shall Burn realisiert. Nun werden sich vielleicht manche fragen, was Fußball oder Sport mit unserer „Mission“ gemeinsam haben. Dabei ist das sehr naheliegend: Wer etwas erreichen möchte, braucht Ausdauer, den unbedingten Willen und muss auch mal herbe Niederlagen einstecken. Erfolge fallen nicht vom Himmel, sondern müssen regelmäßig hart erarbeitet werden. Das ist in unserem Genre so und beim Fußball nicht anders. Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit dem FC Carl Zeiss Jena!“

Maik Weichert, Heaven Shall Burn: "Wir freuen uns riesig, dass in diesem Jahr nicht nur wir als Heaven Shall Burn wieder auf dem größten und wichtigsten Heavy Metal Open Air der Welt in Wacken zu Gast sein dürfen, sondern dass umgekehrt auch die Wacken Foundation nun bei uns mit im Boot sitzt und wir hier zusammen mit dem FCC weiter für Furore sorgen können! Uns verbindet mit den Jungs und Mädels aus dem Norden eine lange Geschichte und wir haben schon so manche Schlacht gemeinsam erfolgreich geschlagen. Wir wissen, wie enthusiastisch, professionell und innovativ sie ihrer Mission nachgehen, junge Künstler und Bands zu fördern. Genau dieser Spirit, nämlich jenseits ausgetretener Pfade etwas zu bewegen und nach vorn zu bringen, passt zu unserem Engagement beim FC Carl Zeiss Jena. Es geht um den Spaß an der Sache und die Talente von morgen - egal ob auf dem Fußballfeld oder auf der Bühne. Diese Zusammenarbeit ist in jeder Hinsicht eine Win-Win-Situation. Jeder, der dem Motto "hart aber herzlich" in Sport und Musik etwas abgewinnen kann, wird daran seine helle Freude haben!"

Einer, der sich kräftig mitfreute, war FCC-Geschäftsführer Chris Förster: „Die Partnerschaft mit Heaven Shall Burn, ist etwas Einmaliges und sehr Besonderes im deutschen Fußball. Da ist es nur konsequent, diesen Weg, den in der Form bisher keiner beschritten hat, diesen nun mit der Wacken Foundation auch weiterzugehen.“

Und diese Partnerschaft gehen Club, Heaven Shall Burn und die Wacken Foundation bis heute gemeinsam. Sichtbares Zeichen der gelebten Partnerschaft ist die aktuelle Teamware des FCC, die auch bei den Jenaer Fans auf viel Zustimmung und Kauflust stieß.

Im Sommer 2018 spielte unser FC Carl Zeiss Jena beim SV Jena-Zwätzen zugunsten des Kinderhospizes Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz

Am 15. Juli war es soweit und der FC Carl Zeiss Jena trat beim gastgebenden SV Jena-Zwätzen zu einem Benefizspiel an. Anstoß des Spiels für die gute Sache war 14.30 Uhr auf dem Gelände des SV Jena-Zwätzen.

Chris Förster, Geschäftsführer des FC Carl Zeiss Jena, der seit Jahren karitative Projekte wie zum Beispiel die „Elterninitiative für krebskranke Kinder in Jena“ unterstützt: „Als wir über unseren langjährigen Partner und Sponsor, die Rewe-Markt Tino Stützer OHG angefragt worden, haben wir keine Sekunde gezögert und gern unsere Unterstützung zugesagt. Nun hoffen wir natürlich, dass viele Leute zum Spiel kommen und eine möglichst große Summe eingespielt werden kann.“

Dafür, dass dies auch so wurde, hatte der gastgebende SV Jena-Zwätzen ein umfangreiches Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. So gab es nach dem Spiel, zu dem die Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena in eigens dafür angefertigten Trikots auflief, eine Versteigerung der seltenen, auf 26 Stück limitierten Jerseys. Darüber hinaus wurden fleißig Autogrammstunde geschrieben, um danach gemeinsam auf einer Großbildleinwand das WM-Finale zu verfolgen. An ein attraktives Rahmenprogramm für die Kleinen und Kleinsten wurde dabei genauso gedacht sein wie an das leibliche Wohl.

Der Eintrittspreis betrug 5 EUR, wobei die extra aufgestellten Spendenboxen fleißig gefüllt wurden.

Die Einnahmen daraus und den versteigerten Trikots gingen an das Kinder- und Jugendhospiz Mitteldeutschland in Tambach-Dietharz, an dessen wichtige Arbeit mit diesem Nachmittag deutlich erinnert wurde.

Am 3. Mai 2018 kam die Nachricht: Manfred Starke, 27-jährige Offensivkraft des FC Carl Zeiss Jena, kommt als Spender in Frage und kann damit helfen, das Leben eines Krebspatienten zu retten.

Dass "Manni" deshalb auf das Landespokalfinale am 21. Mai verzichten musste, schmerzte den Namibier in Diensten des FCC in keiner Weise. "Es gibt viel Wichtigeres im Leben als Fußball. Dafür verzichte ich gern auf das Landespokalfinale. Ich bin aufgeregt und glücklich über diese einmalige Möglichkeit, helfen zu dürfen.“

Manfred Starke hatte im Februar 2016 gemeinsam mit der gesamten Jenaer Mannschaft und deren Trainer- und Betreuerteam bei einer gemeinsam mit den Fans der Südkurve, Heaven Shall Burn und der DKMS organisierten Typisierungsaktion eine DNA-Probe abgegeben. Nun hatte es bei einem Leukämiepatienten eine seltene Übereinstimmung in der DNA gegeben.

"Als ich davon erfuhr, war ich wirklich aufgeregt und auch ein bisschen nervös. Aber in erster Linie bin ich glücklich, helfen zu dürfen. Das ist eine einmalige Chance und ich hoffe sehr, dass der Empfänger der Stammzellen auch gesund wird." Wer der Empfänger sein wird, war nicht bekannt. "Soweit ich weiß, kann man, wenn hoffentlich alles gut gegangen ist, nach zwei Jahren Kontakt aufnehmen."

FCC-Teamarzt Dr. Stefan Pietsch erklärte damals, warum "Manni" nach der etwa fünstündigen Prozedur der Stammzellgewinnung bis zu sechs Wochen keinen Leistungssport treiben durfte. "Manfred Starke bekommt ein spezielles Medikament, was unter anderem dazu führt, dass die Milz anschwillt. Hier verbietet sich natürlich jede Form von Kontaktsport, um der Gefahr einer Milzruptur vorzubeugen."

Besonders bedankte sich Manfred Starke bei den Teamärzten, dem Trainerteam und Verantwortlichen des FCC: "Ich habe beim Verein sofort jede Unterstützung erhalten, die ich brauchte. Ich habe hierfür volle Rückendeckung. Es gab keine Sekunde des Zögerns. Ich kann helfen - also werde ich helfen."

Und wie er half: Nur wenige Wochen später vollzog er die Stammzellspende und konnte tatsächlich das Leben des Patienten retten. Was für eine wundervolle Geschichte, die eindrucksvoll zeigt: Der FCC ist „MehrAlsFussball".

Mit 14:0 (8:0) für unseren FC Carl Zeiss Jena endete das Benefizspiel bei der BSG Chemie Kahla, wobei der größte Gewinner Familie Höfner ist, zu deren Gunsten dieses Spiel kurzfristig vereinbart wurde.

Mehr als 1.300 Zuschauer nutzten den Reformationstag 2018, um in Kahla auf dem Sportplatz Am Dohlenstein bei einer familienfestähnlichen Atmosphäre allein durch ihr Kommen zu helfen!

Der FC Carl Zeiss Jena, der sich kurzfristig für dieses Benefizspiel bereiterklärte, reiste mit allen Spielern aus dem Drittligakader an und ließ in den zwei Halbzeiten jeweils "zwei Teams" gegen die BSG Chemie Kahla antreten. Das Spiel wurde von Beginn an von der Jenaer Mannschaft dominiert, die zur Halbzeit bereits mit 8:0 führte. Doch letztlich war das, was auf dem Rasen passierte nur schöne Nebensache. Am wichtigsten war, dass viele Menschen Freude hatten und mit ihrem Kommen dazu beitrugen, der Familie Höfner, die nach einem schweren Brand in Kahla Haus und Betrieb verlor, auf dem Weg zurück zu helfen.

FCC machte mit Sondertrikot auf besondere Partnerschaft aufmerksam

Am 24.November 2018 lief der FC Carl Zeiss Jena zum Drittligaheimspiel gegen die SpVgg Unterhaching mit einem ganz besonderen Trikot auf und läutete damit den Beginn einer besonderen Partnerschaft ein.

Auf der Brust der eigens für dieses Spiel gestalteten Trikots des FC Carl Zeiss Jena war der Schriftzug „Wir für’s SOS-Kinderdorf in Thüringen“ zu lesen.

FCC-Geschäftsführer Chris Förster: „Der FC Carl Zeiss Jena ist mehr als Fußball. Und dazu zählt auch, sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung und seiner Reichweite bewusst zu sein. Dies hat der Club in der Vergangenheit getan, und er wird auch zukünftig diesen Weg weiter beschreiten. Mit dem SOS-Kinderdorf in Gera gibt es ein Projekt vor der Haustür unseres Clubs, in das wir uns mit unseren Möglichkeiten als Fußballverein einbringen möchten.“

Mayk Neubert vom SOS-Kinderdorf in Gera: „Es gab einen persönlichen Kontakt zum FCC, und wir haben sehr schnell gespürt, dass wir bei den Verantwortlichen des Fußballclubs offene Ohren und Türen vorfinden.“

SOS-Kinderdörfer gibt es in 134 Ländern weltweit. In Deutschland erreicht und unterstützt SOS-Kinderdorf mit seinen sozialen Angeboten rund 100.000 Kinder, Jugendliche und Familien in schwierigen Lebenslagen. In Thüringen ist SOS-Kinderdorf seit 25 Jahren aktiv. Und seit 2013 gibt es in Gera ein SOS-Kinderdorf, in dem Kinder aus ganz Thüringen, zum Beispiel aus Weimar, Gotha oder Jena leben.

FCC will unterstützen und informieren

Chris Förster: „Sicher haben die meisten von uns schon vom SOS-Kinderdorf gehört. Wir jedoch haben schnell gemerkt, dass wir über die Details, die geleistete Arbeit und die Bedürfnisse tatsächlich recht wenig wissen. Das hat uns motiviert. Natürlich wollen wir unterstützen – und wir wollen dabei helfen, zu informieren.“

Das Sonder-Trikot vom Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching konnte man auch kaufen und damit gleichzeitig das SOS-Kinderdorf in Thüringen unterstützen. Immerhin 10 Euro des Verkaufserlöses pro Trikot gingen direkt nach Gera. Darüber hinaus floss von jedem an den Tageskassen verkauften Ticket für das Heimspiel gegen Unterhaching der symbolische Beitrag von 1 EUR an das SOS-Kinderdorf in Gera.

Chris Förster: „Und nicht nur der Club und seine Zuschauer werden ihren Beitrag zur Unterstützung leisten. Auch unsere Mannschaft will mit gutem Beispiel voran gehen und ihren Beitrag leisten." René Eckardt, Mannschaftskapitän des FCC: "Das ist eine tolle Sache, die wir gern unterstützen möchten. Deshalb hat sich die Mannschaft dazu entschieden, einen Teil ihrer Prämien dem SOS-Kinderdorf in Gera zu spenden.“

Mayk Neubert: „Natürlich sind Spenden sehr, sehr wichtig für unsere Arbeit, die wir leisten. Aber genauso wichtig ist für uns, die Partnerschaft mit dem FCC langfristig und lebendig zu gestalten. Hier sind wir gerade dabei, für das kommende Jahr verschiedene Aktionen vorzubereiten.“

Dank des FCC ging auch an Hauptsponsor SUNMAKER

Chris Förster: „Wir sind sicher, dass Fans, Mitglieder und Sponsoren diesem Projekt offen und interessiert gegenüber stehen. Die ersten Reaktionen, die wir bereits erhielten, bestätigen das auch. In diesem Zusammenhang möchten wir uns bereits vor Beginn der Partnerschaft mit dem SOS-Kinderdorf in Thüringen herzlich bei unserem Hauptsponsor Sunmaker bedanken. Hier wurde keine Sekunde gezögert, zum Spiel gegen Unterhaching ausnahmsweise die Trikotbrust zu räumen, um dabei mitzuhelfen, auf die neue Partnerschaft hör- und sichtbar hinzuweisen.“

Nur wenige Wochen nach der Bekanntgabe der Partnerschaft durfte sich Mayk Neubert vom SOS-Kinderdorf über den Erhalt eines FCC-Spendenschecks in Höhe von 6.000 EUR freuen.

Am 5. September 2019 fand das Sommerfest der Landespolizeiinspektion Jena mit etwa 160 Besuchern statt, in dessen Rahmen jedes Jahr zur Teilnahme an einer Tombola zugunsten eines gemeinnützigen Zweckes aufgerufen wird.

Bereits im Vorfeld wurde um Sachspenden zur Verlosung gebeten - ein Aufruf, dem unser FCC selbstverständlich sehr gern und unkompliziert nachkam. Schließlich gingen die Erlöse aus der Tombola an das großartige Projekt des Wünschewagens, der unter dem Motto "letzte Wünsche wagen" schon viele letzte Wünsche möglich gemacht hat - so im übrigens auch bereits im Ernst-Abbe-Sportfeld. 

Wer mehr über den Wünschewagen erfahren möchte, dem sei wärmsten die offizielle Website des ASB ans Herz gelegt.  

 

 

Exklusiv Partner