Fan-Guide

Fan-Guide des FC Carl Zeiss Jena

Hallo Leute! Hieß es unlängst noch: „Eine neue Liga ist wie ein neues Leben!“, so können der FCC und seine Fans mittlerweile konstatieren, dass man "Gekommen, um zu bleiben" ist! Der oder die Eine oder Andere ist jedoch vielleicht erst neu zur FCC-Fangemeinde gestoßen, manche/r Anhänger/in des Gastvereins war noch nicht im Jenaer Paradies, und durch Auf- und Abstiege gibt es sowieso regelmäßig "neue Gesichter" in der Liga.

Daher möchten wir Euch allen einige Tipps und Hinweise mit an die Hand geben, damit Ihr mit der „schönsten Nebensache der Welt“ so viel Spaß wie möglich und möglichst wenig Stress habt.

Grundsätzlich begrüßen wir Jede/n gern im Ernst-Abbe-Sportfeld, sofern man sich an bestimmte „Spielregeln“ hält. Für Fans und Mitglieder des FCC sind diese zunächst in der Satzung und im Leitbild des Vereins verankert. Die wichtigsten „Spielregeln“ zum Verhalten im Stadion stehen in der Stadionordnung des Ernst-Abbe-Sportfelds. Hinsichtlich des Mitführens von Fan-Utensilien folgen wir zudem den Empfehlungen des DFB. Was unter den einzelnen Fan-Utensilien zu verstehen ist, könnt Ihr dem dazugehörigen Glossar entnehmen.  

Obwohl es selbstverständlich sein sollte, ALLE Vorschriften der Stadionordnung einzuhalten, möchten wir Euch ausdrücklich darauf hinweisen, dass uns deren nachstehende Passage besonders am Herzen liegt:

§ 6 Verbote

(…)

3) Auf dem gesamten Gelände des Ernst-Abbe-Sportfeldes gelten die humanistischen und demokratischen Werte von gegenseitigem Respekt, gelebter Akzeptanz und Gewaltfreiheit. Menschenverachtende, diskriminierende, fremdenfeindliche, rassistische, antisemitische, nazistische, militaristische, sexistische, homo- oder transphobe, chauvinistische, sozialdarwinistische und gewaltverherrlichende verbale Äußerungen und Verhaltensweisen sowie Zeichen, Symbole, Codes, Marken und Medien, die derartiges transportieren, sind untersagt. Entsprechendes gilt in diesem Zusammenhang für Gegenstände, typische Bekleidung und Schriftzüge u.a. mit Bandnamen oder mit themenbezogenen Schriftzeichen, bei denen verschiedene Zahlen- bzw. Buchstabenkombinationen die Haltung des Trägers deutlich machen. Damit versehene Körperteile sind zu verdecken.

Auf gut Deutsch: Leute in Nazi-Klamotten möchten wir in unserem Stadion nicht sehen! Dies betrifft insbesondere Marken und Aufschriften wie Thor Steinar, Ansgar Aryan, Masterrace, CONSDAPLE, Ultima Thule, Erik and Sons oder Landser sowie Symbole wie 18 (= Adolf Hitler), 88 (= Heil Hitler), 14 bzw. 14 Words, Kombination 14/88 bzw. 1488, 28 (= Blood & Honour – in Deutschland verbotene Nazi-Organisation), Blood & Honour bzw. B & H, Combat 18 bzw. C 18, Rudolf Heß, Schwarze Sonne, Zahnrad, Ku Klux Klan (KKK) / KKK-Kreuz / KKK-Blutstropfen, White Power / White-Power-Faust, RaHoWa bzw. Racial Holy War, WAR bzw. White Aryan Resistance / WAW bzw. Weißer Arischer Widerstand oder ZOG. Wer mehr zu den Hintergründen erfahren möchte, dem sei u.a. die Homepage „Das Versteckspiel“ empfohlen. To be continued …

Sofern Ihr diese „Spielregeln“ berücksichtigt, wünschen wir Euch viel Freude in unserem traditionsreichen Ernst-Abbe-Sportfeld. Hier stehen Euch die Blöcke A – N zur Verfügung, während Block O (und einige Plätze in Block E) den Anhängern des Gastvereins vorbehalten sind. Die Blöcke A – E befinden sich auf der überdachten Haupttribüne, wobei sich in den Blöcken A und B vorrangig alteingesessene Fans und Fangruppen des FCC einfinden – zartbesaitete Gemüter sollten ihren Sitzplatz besser woanders wählen. Die Blöcke F und G sind die durch das Marathontor getrennten Stehplatzblöcke in der Nordkurve des Stadions, wobei Block G seit einiger Zeit wegen Unterhöhlung leider gesperrt ist („Kaninchenblock“). Weitere (unüberdachte) Sitzplätze finden sich in den Blöcken H – M auf der Gegengerade bzw. Osttraverse. Das Herz des Ernst-Abbe-Sportfelds schlägt jedoch im Stehplatzblock N, bekannt als legendäre „Südkurve“. Hier ist der Gesellungsort der aktiven Fanszene, und wer ein Ticket für diesen Block erwirbt, sollte berücksichtigen, dass Choreographien, Schwenkfahnen oder Doppelhalter bisweilen die Sicht auf das Spielgeschehen einschränken können, und es auch deutlich lauter werden kann als in anderen Arealen unseres Sportfelds.

In der 3. Liga warten natürlich wieder einige sogenannte „Ost-Duelle“ und weitere interessante und z.T. auch brisante Partien. Da diese erfahrungsgemäß regelmäßig als „Spiele mit erhöhtem Sicherheitsrisiko“ eingestuft werden, kann dies am Spieltag Einschränkungen bezüglich der Zuwegung der Heimzuschauer zum Stadion bedeuten. Wir bitten Euch dringend, im Vorfeld dieser Spiele die entsprechenden Hinweise in der lokalen Presse sowie auf der FCC-Homepage und in den Social-Media-Kanälen des FCC (Facebook, Twitter) zu verfolgen und entsprechend zu beachten!

Zu den Heimspielen öffnen sich die Tore des Ernst-Abbe-Sportfeldes in der Regel 90 Minuten vor dem Anstoß, die Kassen öffnen 15 min früher. Dennoch kann es natürlich an den Kassen zu Wartezeiten kommen. Wer diese vermeiden möchte, erwirbt am besten ein Dauerkarte oder nutzt den Vorverkauf im FCC-Ticketcenter, bei den bekannten Vorverkaufsstellen oder online. Für viele Auswärtsspiele erfolgt ebenfalls ein Vorverkauf im Ticketcenter, und es macht absolut Sinn, diesen zu nutzen. 

Das sprichwörtliche „Salz in der Suppe“ für einen Fußballfan ist natürlich, sein Team auch auswärts in gegnerischen Stadien zu begleiten und zu unterstützen. Bei Auswärtsspielen sind natürlich weitere „Spielregeln“ zu beachten. Zum einen können die Bestimmungen in fremden Stadien von denen im Ernst-Abbe-Sportfeld abweichen, zum anderen besteht in der Regel auswärts noch eine besondere Rivalität zum Anhang des dortigen Vereins, und man sollte daher auch einige Sicherheitshinweise und Verhaltensregeln beachten. Wird bspw. den Gästefans ein bestimmter Weg vom Bahnhof zum Stadion oder ein bestimmter Parkplatz empfohlen oder gar vorgeschrieben, so dürfte dies seine Gründe haben, und Ihr solltet dies zu eurer eigenen Sicherheit befolgen. Läuft man allein oder in einer eher kleinen Gruppe durch eine „gegnerische“ Stadt, gehören der Schal oder andere Fan-Utensilien besser unter die Jacke oder in den Rucksack. Will einen die Polizei zum Stadion begleiten, wird es wenig Sinn machen, sich dem zu widersetzen. Wichtige Hinweise zum Verhalten bei den jeweiligen Auswärtsspielen könnt Ihr regelmäßig vorab der FCC-Homepage und sowohl dem Facebook- als auch Twitter-Auftritt des FCC entnehmen. Diese Infos findet Ihr außerdem regemäßig auf der Homepage des Fanprojektes Jena und dem Facebook-Auftritt des Fanprojektes sowie im FCC-Forum.  Wir empfehlen dringend, die dort veröffentlichten Hinweise und „Spielregeln“ in Eurem eigenen Interesse wie auch dem unseres FCC zu befolgen! 

Auch wenn die genannten Quellen natürlich Hinweise zur Anreise veröffentlichen – wenn Ihr nicht wisst, wie und mit wem Ihr zum Auswärtsspiel fahrt, werdet Ihr regelmäßig bei der AG Busse des „Supporters Club“ fündig. Die entsprechenden Hinweise findet Ihr auf der Homepage des „Supporters Club“.  

Fanbeauftragte

Ansprechpartner für alle Fans sind selbstverständlich die Fanbeauftragten des FC Carl Zeiss Jena. Dies sind aktuell Lisa Schaller, Andreas Wiese und Florian „Flo“ Michaelis, wobei Andreas Wiese auch für die Belange von Fans mit Behinderung zuständig ist. Die Fanbeauftragten sind (ehrenamtliche) Mitarbeiter des FC Carl Zeiss Jena und arbeiten nach der DFB-Richtlinie „Empfehlung für die Betreuung von Fußballfans“. Am Spieltag findet Ihr beide in der Regel im Stadion, wo diese ein offenes Ohr für Euch haben. Bei akutem Klärungsbedarf am Spieltag erreicht Ihr die Fanbeauftragten unter +49 173 3908693 (Andreas) bzw. +49 176 32307163 („Flo“). Per Mail sind die Fanbeauftragten unter fanbeauftragternoSpam@fc-carlzeiss-jena.de zu erreichen.

Fanprojekt

Für Jugendliche und junge Erwachsene aus der Fußballfanszene ist das Fanprojekt Jena Ansprechpartner und Anlaufstelle. Träger ist der gemeinnützige Verein und anerkannte Träger der freien Jugendhilfe „Fan-Projekt Jena e.V.“. Grundlage der Arbeit sind neben dem SGB VIII / Kinder- und Jugendhilfegesetz das „Nationale Konzept Sport und Sicherheit“ und das Rahmenkonzept „Aufsuchende Jugendsozialarbeit in der Fußballfanszene“. Die Mitarbeiter des Fanprojektes bieten Euch Beratung und Hilfe bei den verschiedensten Problemen an. Ihr erreicht sie telefonisch (+49 3641 478590), per Mail und Facebook zu den Öffnungszeiten im Fanprojekt. Dort sind diese zu Heimspielen natürlich vor und nach dem Match ebenfalls für Euch präsent. Im Stadion findet Ihr die Fanprojektler in der „Südkurve“ und auswärts natürlich im Gästeblock. Der offene Bereich des Fanhauses kann von Euch für Treffs und Veranstaltungen genutzt werden. Dort finden auch regelmäßig Ausstellungen oder Buchlesungen zu interessanten Themen statt. Ihr habt noch weitere Ideen? Ihr sucht mit eurer Gruppe eine Treffmöglichkeit?  – Sprecht die Mitarbeiter an! Diese begleiten die Fans auch zu den Auswärtsspielen und stehen als Ansprechpartner und Vermittler zur Verfügung. Zum Angebot gehören auch Gedenkstättenfahrten (bspw. nach Auschwitz) oder Jugendbildungsreisen nach Israel und Palästina. Für Schüler*innen dürften die „Blau-gelb-weißen Ferien“ interessant sein. Das Fanprojekt organisiert das „Köstritzer“-Fanclub-Turnier um den Wanderpokal des FC Carl Zeiss Jena, das „Köstritzer“-Weihnachtsturnier und das jährliche „Köstritzer“-Fanclub-Hallenturnier. Das Fanprojekt veranstaltet auch Street-Soccer-Turniere im Rahmen der „Stadtwerke-Energie-Tour für Zivilcourage“. Für Schulklassen oder Gruppen sind Projekttage im Stadion und Fanhaus möglich. Die Mitarbeiter arbeiten mit und für Euch nach den Prinzipien: Freiwilligkeit, Anonymität, Parteilichkeit, Transparenz und Akzeptanz. Bezüglich aller dienstlichen Belange und Umstände, die den Mitarbeitern im Rahmen der Arbeitstätigkeit bekannt geworden sind, dürfen diese gem. § 203 StGB (Verletzung von Privatgeheimnissen), §35 SGB I (Sozialgeheimnis), §65 SGB VIII (Besonderer Vertrauensschutz) sowie §§ 67 ff SGB X (Schutz der Sozialdaten) nur nach Einwilligung der Dienst- und Fachaufsicht des Trägers gegenüber Dritten, auch Behörden, Aussagen tätigen. Das Team des Fanprojektes besteht derzeit aus Matthias Stein (Projektleiter, mobil +49 173 3970701, msnoSpam@fanprojekt-jena.de), Lutz Hofmann (pädagogischer Mitarbeiter, mobil +49 173 3970702, lhnoSpam@fanprojekt-jena.de) und Christian Helbich (pädagogischer Mitarbeiter, mobil +49 172 7193950, chnoSpam@fanprojekt-jena.de)

Sicherheitsbeauftragter / Ordnungsdienst

Geht es um Sicherheitsfragen am Spieltag, ist selbstverständlich auch die Sicherheitsbeauftragte des FC Carl Zeiss Jena ein Ansprechpartner. Dies ist unsere Katja Jarmer, die natürlich für Fragen, Probleme und helfende Kritik stets ein offenes Ohr hat. Ihr erreicht sie unter der Woche unter der Mailadresse k.jarmer@fc-carlzeiss-jena.de sowie unter ihrem dienstlichen Festnetzanschluss +49 3641 765107.  Neben dem Vereins-Ordnungsdienst, bei dem auch neue Interessent*innen als Mitstreiter*innen gern gesehen sind, ist derzeit die Firma BRU Security GmbH als gewerblicher Ordnungsdienst im Einsatz.

Eins, Zwei, Polizei …

Fußballspiele wie die in der 3. Liga sind heutzutage kaum denkbar ohne Polizei. Während im Stadiongelände zunächst der FCC als Veranstalter mit seinem Ordnungsdienst die Verantwortung trägt, ist die Polizei dafür zuständig, außerhalb des Stadions Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten, sowie den Veranstalter bei Bedarf zu unterstützen. Sind Fußballfans mit der Bahn unterwegs, ist die Bundespolizei zuständig. Sowohl die Bundespolizei wie auch die verschiedenen Länderpolizeien setzen im Fußballkontext sogenannte „Szenekundige Beamte“ (SKB) ein, die am Spieltag die Fußballfans begleiten, aber natürlich auch beobachten. Diese Beamt*innen unterliegen dem Legalitätsprinzip, und müssen daher jede von ihnen festgestellte Straftat oder Ordnungswidrigkeit auch zur Anzeige bringen. Die SKB’s sind den Fans, welche regelmäßig auswärts fahren, in der Regel bekannt. Wer jedoch bei Fragen oder Problemen das persönliche Gespräch mit der Polizei vermeiden möchte, kann sich an die Mitarbeiter des Fanprojektes wenden, welche unter Berücksichtigung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Jugendsozialarbeit in Kommunikation mit den SKB stehen, und sich bemühen werden, eine Klärung herbeizuführen.

Sollte man, egal ob verschuldet oder nicht, in eine weiter in die persönliche Freiheit eingreifende Maßnahme geraten, sollte man seine Rechte und Pflichten kennen, die Ruhe bewahren und entsprechende Verhaltensregeln beherzigen (Verhalten in Polizeigewahrsam / Verhalten im Umgang mit Polizei und Justiz / Umgang mit der Polizei).

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