FCC zieht ins Halbfinale des Thüringenpokals ein

17.11.2019

Mit einem zwar knappen, aber unter dem Strich verdienten 2:1 (1:1) Sieg beim Landesligaspitzenreiter FC An der Fahner Höhe erfüllt der FCC seine Pflichtaufgabe und sichert sich somit das Weiterkommen im Landespokal.

Im Viertelfinale des Köstritzer Thüringenpokals bekam es unsere Zeiss-Elf mit dem Landesligaspitzenreiter FC An der Fahner Höhe zu tun – das nunmehr dritte Aufeinandertreffen beider Clubs. Bereits in den Saisons 2014/15 und 2015/2016 spielte der FCC im Landespokal gegen die Truppe – damals noch unter dem Namen SG FC Blau-Weiß Dachwig-Döllstädt.

Bei regnerischem Wetter mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt ging es dabei erstmals im Dachwiger Alfred-Just-Stadion um den Einzug in die nächste Pokalrunde. Zuvor wurden die gemeinsamen Paarungen in Gotha bzw. Gräfentonna ausgetragen.

FCC-Trainer Rico Schmitt machte seine Ankündigung wahr, Spiel und den Gegner sehr ernst zu nehmen, und schickte die komplette 1. Mannschaft nach Dachwig, wo deutlich mehr als 1.000 Zuschauer – darunter etwa 250 Zeiss-Fans - das Duell des Sechst- gegen den Drittligisten hautnah verfolgen wollten.

Der FCC begann konzentriert und hatte nach knapp fünf Minuten die erste nennenswerte Offensivaktion. Daniele Gabriele flankte von der rechten Seite in den Strafraum, wo Ole Käuper den Ball geschickt für Bock ablegte. Doch dessen Schuss wurde geblockt. Der darauffolgende Eckball wurde von Nico Hammann getreten, Dominik Volkmer lauerte am kurzen Pfosten und verlängerte den Ball per Kopf knapp am langen Pfosten vorbei (5.). Nach acht Minuten hatte Daniele Gabriele die Führung auf dem Fuß. Anton Donkor setzte seine Schnelligkeit auf der linken Außenbahn ein, bediente seinen Mitspieler mustergültig. Gabriele schloss alleinstehend vorm Schlussmann des FC An der Fahner Höhe ab – und traf den Pfosten (8.). Das hätte die frühe Führung sein müssen. Doch diese ließ nicht mehr lang auf sich warten. Jena mit Druck über die Außenpositionen und guter Flanke in den Strafraum, wo Ole Käuper beim Versuch, den Ball weiterzuleiten, auf den Fuß gestiegen wurde. Strafstoß! Den fälligen Elfer verwandelte Daniele Gabriele sicher zur verdienten 1:0 Führung für die Zeiss-Elf (11.). Die Zeiss-Elf blieb die bessere Mannschaft, wurde jedoch nach der Führung etwas nachlässig im Spielaufbau. Quasi aus dem Nichts dann die Riesenmöglichkeit für die Gastgeber, als Carl Preller frei vor Jo Coppens auftauchte. Doch dieser parierte den Flachschuss bravourös (20.). Jena war also gewarnt! Der FC An der Fahner Höhe wurde nach dieser Möglichkeit nun noch mutiger und kurze Zeit später prompt belohnt. In der 25. Minute glich Max Kruse mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 1:1 aus. Das Spiel war nun deutlich hektischer. Das erste offensive Zeichen in dieser Phase setzte Jena durch einen Kopfball Kilian Pagliucas nach Vorarbeit von Raphael Obermair (30.). Kurz darauf war es wieder Obermair, der aus spitzem Winkel direkt abzog, aber das Tor knapp verfehlte (32.), so wie auch Kilian Pagliuca aus der Distanz verzog (35.). Es war nun das zuvor erwartete unangenehme Spiel gegen einen kämpferischen Gastgeber, dem der Ausgleich zusätzlichen Rückenwind verschaffte. An der Überlegenheit des FCC sollte dies zwar nicht ändern, aber es fehlte Zählbares. In der 41. Spielminute zappelte dann das Tor des Gastgebers. Doch der gut getretene Freistoß von Nico Hammann landete auf dem Netz. Kurz vor Abpfiff der ersten Halbzeit die Riesenchance für Jena zum 2:1. Ein toller Spielzug über Gabriele und Obermair landete schließlich beim am langen Pfosten einlaufenden Anton Donkor. Doch er setzte die scharfe Hereingabe um Haaresbreite am Kasten vorbei (45.). So ging es mit dem 1:1 in die Kabinen.

Personell unverändert ging es nach der Halbzeitpause weiter. Gleich nach Wiederanpfiff bot sich Daniele Gabriele die nächste Großchance. Doch sein Schuss aus Nahdistanz landete direkt in den Fängen des Dachwiger Schlussmanns (47.). Kurz darauf versenkte Anton Donkor per Kopf eine Hammannecke im langen Eck, doch der Unparteiische erkannte auf Foulspiel und versagte dem FCC den Treffer. Jena rannte an, und Fahner Höhe warf sich mit Leidenschaft in jeden Zweikampf. Dann endlich das erlösende und längst überfällige Tor. Kilian Pagliuca veredelte mit der Hacke die Maranda-Vorarbeit und brachte den FCC mit 2:1 in Führung (54.). Jena ließ nach der Führung etwas locker. Das Spiel verflachte, und Möglichkeiten blieben aus. Nach etwa 75 Minuten bot sich den Gastgebern nach einem Freistoß die Chance zum Ausgleich. Doch der nach der Flanke als Aufsetzer Richtung Coppens-Tor gebrachte Schuss strich über das Jenaer Tor. Der beruhigende dritte Treffer für die Zeiss-Elf jedoch wollte nicht fallen. Auch nicht, als Obermair mit toller Flanke von der rechten Seite Pierre Fassnacht fand. Der schloss direkt ab, setzte den Ball aber knapp neben den langen Posten (78.). Nico Hammann prüfte kurz vor Spielende noch Fahner-Schlussmann Bresemann, der zur Ecke abwehren konnte (88.), doch am Ende blieb es beim 2:1 und einem unter dem Strich verdienten Halbfinaleinzug des FCC, auch wenn sich die Zeiss-Elf das Leben durch das Auslassen teils hochkarätiger Möglichkeiten unnötig schwer machte.

FCC Trainer Rico Schmitt: "Ich bin zufrieden. Zufrieden darüber, dass wir eine Runde weitergekommen sind. Der FC An der Fahner Höhe hat das richtig gut gegen uns gemacht, uns gut Paroli geboten. Nach der Führung haben wir versäumt, trotz guter Möglichkeiten nachzulegen, waren dann in unserem Spiel nach vorn etwas unkonzentriert und kassieren dann zu einfach den Ausgleich. Unter dem Strich war es das erwartete Spiel gegen einen leidenschaftlichen und angenehmen Gegner." 

Statistik

Mannschaftsaufstellungen

FCC: Coppens – Bock (64. Fassnacht), Hammann, Volkmer (C), Maranda, Obermair – Eckardt, Käuper – Pagliuca, Gabriele (85. Schau), Donkor (64. Günther-Schmidt)

Fahner Höhe: Bresemann – Kruse, Lischke, Raffel, Walter (60. Müller, N.), Preller, Stelzer, Baumgart, Aliyev (63. Kupke), Heim, Machts

Torfolge

0:1 Gabriele (11. FE)
1:1 Kruse (25.)
1:2 Pagliuca (54.)

Zuschauer:

 

 

 

 

 

 

 

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