FCC-Junioren sind NOFV-Hallenmeister

18.02.2019

Der FC Carl Zeiss Jena ist NOFV-Hallenmeister der C-Junioren! Damit qualifizierte sich die Mannschaft zugleich für die DFB-Futsal-Meisterschaft Ende März im nordrhein-westfälischen Gevelsberg. „Ich kann immer noch nicht glauben, dass wir zum Bundesfinale fahren. Das ist eine Riesensache für den FCC, für uns alle“, sagte Trainer Jörg Fleischer noch Stunden nach dem überraschenden Titelgewinn überglücklich.

Die Entscheidung fiel erst im letzten Jenaer Turnierspiel gegen Hertha BSC. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Berliner kein Gegentor kassiert und führten die Tabelle, nach der zuvor unglücklichen Niederlage des FCC gegen den JFV Weißenfels, mit einem Punkt Vorsprung an. In diesem „Endspiel“ brachte Jeremy Meinhardt den Klub nach „guter Kombination“ mit Nick Höfer etwa vier Minuten vor dem Ende in Führung. Auf der anderen Seite verteidigten die Blau-Gelb-Weißen das eigene Tor mit Haut und Haar; an Torwart Paul Sommer führte kein Weg vorbei. „Er hat den Sieg mit Superreflexen festgehalten“, sagte Fleischer. Eine Sekunde vor dem Schlusspfiff aber mussten die Jenaer noch einmal zittern: Nach dem „vierten Foul“ erhielten die Herthaner den gefürchteten Freistoß aus kurzer Distanz ohne Mauer zugesprochen. Doch der Berliner verfehlte das Tor knapp – Jena siegte mit 1:0. „Danach hat die Freude keine Grenze gekannt“, berichtete Fleischer. Spieler und Trainer hatten sich jubelnd und mit Tränen der Freude in den Augen in den Armen gelegen. Dieser Titel sei ein tolles Aushängeschild für den Klub. Der Erfolg zeige, dass „wir eine gute Ausbildung machen, die Jungs im richtigen Moment Zähne zeigen und alles in die Waagschale werfen können“, bekräftigte der Trainer.

In das Turnier waren die Jenaer mit drei Siegen gegen den FC Mecklenburg Schwerin (3:1), die SG Dynamo Dresden (3:0) und – mit einer „sehr guten Leistung im ersten Schlüsselspiel“ – den FC Energie Cottbus (2:0) gestartet. Vom ersten Augenblick an überzeugte die Mannschaft dabei mit ausgezeichneter Zweikampfführung, schnellem Umschaltspiel und großem Kampfgeist. Gegen Weißenfels aber stockte der gute Lauf kurz: „Wir sind angerannt, hatten aber keine intelligente Lösung und haben eine Ohrfeige bekommen“, resümierte Fleischer die 0:1-Niederlage. Vielleicht aber, vermutet er später, sei es gar nicht schlecht gewesen mit ebendieser Niederlage und nicht etwa einem dünnen Punktepolster im Rücken in das „Endspiel“ zu gehen. „Im Futsal ist alles möglich; das haben wir gezeigt“, sagte Jörg Fleischer, der abschließend allen von Herzen dankte, die Anteil an diesem besonderen Erfolg haben: den Spielern, die nun in Berlin auf dem Platz standen, ebenso wie denjenigen, die den Klub in der Landesvor- und Landesendrunde auf die Siegerstraße führten sowie seinen Trainerkollegen Christian Puta, Heike Schwolow und Krzystof Kowalik – denn: „Dieser Erfolg gehört allen, der gesamten Mannschaft!“

Im Bild - hinten von links: Jörg Fleischer, Christian Puta, Simon Feistner, Benjamin Zank, Milan Dörr, Vincent Miclo, Steven Rossbach, Krzystof Kowalik und Miroslav Jovic; vorne von links: Jeremy Meinhardt, Justin Smyla, Paul Sommer, Gabriel Ziegler und Nick Höfer. (Bildquelle: www.nofv-online.de)

Ergebnis:

1. FC Carl Zeiss Jena* (12 Punkte, 9:2 Tore)
2. Hertha BSC* (10, 15:1)
3. FC Energie Cottbus (10, 10:4)
4. JFV Weißenfels (6, 5:11)
5. FC Mecklenburg Schwerin (3, 2:12)
6. SG Dynamo Dresden (3, 3:14).
(*qualifiziert für die DFB-Futsal-Meisterschaft)

FCC-Torwart Paul Sommer wurde als „bester Torhüter“ in das All-Star-Team des Turniers gewählt.

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