Stadionneubau: Bau- und Betreiberverträge unter Dach und Fach

27.03.2020

Neue Betreibergesellschaft übernimmt Areal am 1. September ++ Abbrucharbeiten im EAS beginnen im zweiten Halbjahr 2020 ++ Neubau startet im 2. Quartal 2021 ++ Fertigstellung Juli/August 2023

Am 4. Dezember 2019 entschied der Stadtrat Jena, nach einem knapp zwei Jahre dauernden Vergabeverfahrens bezüglich des Stadionneubaus, den Oberbürgermeister mit dem Zuschlag für die Bietergemeinschaft JenArena GmbH & Co KG. und ELIX N.V. zu beauftragen.

Am heutigen 27. März wurde nun offiziell der Zuschlag erteilt. Nachdem noch offen Fragen zum Thema Notifizierung und Genehmigungen seitens des Landesverwaltungsamtes geklärt werden konnten, erfolgte die Unterzeichnung der Bau- und Betreiberverträge. Die Unterschriften kamen somit rechtzeitig vor der am 31. März 2020 auslaufenden Bindefrist rund um das Angebot von FCC-Gesellschafter Roland Duchâtelet (ELIX) und Lars Eberlein (JenArena GmbH & Co KG). „Eine terminliche Punktlandung – trotz Krise“, resümierte Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche. „Derzeit allerdings keine leichte Abwägung. Das Stadion-Projekt wurde hervorragend und intensiv vorbereitet. Seine künftige Wirkung für den Sport in Jena weist weit über den Tag hinaus. Daher war es nicht wirklich eine Option, es jetzt anzuhalten und damit in Gänze zu gefährden.“ 

„Die schon lange vom Fußballverein,  seinen Verantwortlichen und Unterstützern  geforderten Bedingungen für den nachhaltigen Erhalt des Profifußball in Jena in den nächsten 3 Jahren werden bis zur Fertigstellung zum Saisonbeginn 2023/24 (Juli/August 2023) geschaffen. Nun stehen Alle in der Verantwortung, diese Bedingungen mitzugestalten und die Möglichkeiten zu nutzen”, sagt Lars Eberlein als Vertreter der Bietergemeinschaft. FCC-Geschäftsführer Chris Förster: „Wir haben eine riesige Chance. Jetzt heißt es, anzupacken, um die Zukunft des Männer- und Frauenfußballs für die nächsten Jahrzehnte solide aufzustellen und den Profisport auch für die nachfolgenden Generationen zu sichern.” 

In den nächsten Monaten werden nun die planerischen Grundlagen  für Baugenehmigungen  geschaffen, um dann im 2. Quartal 2021 mit den  Bauarbeiten beginnen zu können. „Dies scheint auch in Anbetracht der aktuellen Lage realistisch”, schätzt Andreas Kuhn als Vertreter des Generalplaners und neuer Geschäftsführer der gemeinsam mit der Stadt gegründeten EAS-Betreibergesellschaft ein. Die Abbrucharbeiten im Ernst-Abbe-Sportfeld werden wie geplant im zweiten Halbjahr dieses Jahres beginnen und zunächst den Bereich der Nordkurve betreffen.

Im Verfahren haben sich das Bieterkonsortium und die Stadt Jena zu einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit verpflichtet. Heute haben sie gemeinsam die EAS Betriebsgesellschaft mbH gegründet, an der die Stadt mit 25,1% als Mindergesellschafter beteiligt ist. Die Stadt sichert sich damit Informations- und Mitspracherechte in allen wesentlichen Belangen, um jederzeit die ordnungsgemäße Verwendung des städtischen Zuschusses garantieren zu können.   

Ab dem 1. September wird die neue Gesellschaft die Betreibung des Areals übernehmen, nachdem dies die Kommunale Immobilien Jena (KIJ) über viele Jahre zuverlässig und mit hohem Engagement getan hat. 

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